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Die Tätigkeit des kantonalen Steueramts verbindet man landläufig vor allem mit Zahlen. Wie der obige Ausschnitt aus dem - damals noch fein säuberlich von Hand geschriebenen - Staatssteuerregister der Gemeinde Altstätten aus der Zeit des Ersten Weltkriegs illustriert, ist diese Vorstellung grundsätzlich auch nicht falsch. Entsprechend nüchtern gestaltet sich bis heute in aller Regel der Austausch zwischen dem Staat und den Steuerpflichtigen.

Dass dies in der Vergangenheit mindestens in Einzelfällen nicht immer so gewesen ist, beweist der folgende Briefwechsel aus dem Jahr 1936, bei dem sich der Staat weniger als "Steuervogt" denn als "Dichterfürst" präsentierte. Ein Bürger legte damals seinen Steuerunterlagen folgende Widmung bei:

«Ob die neue Steuerschraube
Uns den Kopf vom Rumpfe raube,
Ob der alte Steuervogt
Wütend um die Häuser tobt,
Ob der auf den Kopf uns stellt,
Bis die letzte Münze fällt;
Alle diese Grausamkeiten
Vergisst der Mensch zu Frühlingszeiten.»

Worauf ihm der zuständige Steuerkommissär des Kantons zurückschrieb:

«Wer so froh den Lenz erlebt,
alles mit Humor durchwebt,
Wer sogar dem Steuervogt
Solche "Hinke-Reime" entloggt:
Wahrlich, der ist zu beneiden
Trotz der Steuerschraube-Leiden.»

Apropos Zahlen: Haben Sie gewusst, dass das kantonale Steueramt just in diesen Tagen seinen 100. Geburtstag begehen kann? Weitere Fakten und Facetten aus dem ersten Jahrhundert Amtsgeschichte erfahren Sie hier.

Archivsignatur Steuerregister Jubiläumsbroschüre Steuerverwaltung, KA R.185 B 4.2 und ZA 995/0020

Und am kommenden Montag erfahren Sie, welche Lebensregel zur Erhaltung der Gesundheit man die Kinder Mitte des 19. Jahrhunderts gelehrt hat.

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