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Die Schulbuchsammlung des Staatsarchivs St.Gallen enthält über sieben Laufmeter Materialien zum Mathematikunterricht. Die grundsätzlichen Inhalte des Mathematikunterrichts veränderten sich im Lauf der Zeit zwar wenig, wohl aber die Art der Wissensvermittlung und die Aufgabenstellungen. Letztere sind als «Kinder ihrer Zeit» zu interpretieren.

Die historischen Mathematikbücher enthalten neben klassischen «Stöckli-» und Textaufgaben nicht selten bildliche Darstellungen. Je jünger das Lehrmittel, desto mehr sind davon vorhanden. Das hängt nicht nur mit vereinfachten Druckmöglichkeiten zusammen, sondern auch mit der Erfindung der Fotografie im 19. Jahrhundert, die ein eigentliches «Bildzeitalter» einläutete.

Ein ganzes Potpourri an «Bilderrechnungen» findet sich im Rechenheft, das 1969 in St.Galler Schulen für die 4. Klasse der Unterstufe eingesetzt wurde. Nicht immer reimte sich die Aufgabenstellung wie bei der Frage zum Hühnerhof. Neben Aufgaben zum Schwimmen oder zu Äpfeln und Birnen sollten Aufgaben zu allerlei Fahrzeugen und sogar einem Flugzeug wohl die Technikbegeisterten ansprechen:

Mit der modernen Frauenbewegung in den 1960er Jahren war Kritik an solchen Aufgabenstellungen aufgekommen. Möglicherweise deshalb fanden sich im gleichen Rechenbüchlein gleich am Anfang unter dem Titel «Der erste Schultag in der vierten Klasse» Aufgaben, in denen explizit Mädchen vorkamen. Ja sogar eine Aufgabe, in der von einer reinen Mädchenklasse die Rede war:

Quelle: Staatsarchiv St.Gallen, ZNA 02/0057.4.1

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