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Für die Beurteilung einer Administrativmassnahme ist das Ausmass der Verkehrsregelverletzung massgebend. Es wird dabei zwischen einer leichten, mittelschweren und einer schweren Widerhandlung unterschieden.

Leichte Widerhandlung

Unter den folgenden Voraussetzung wird die Widerhandlung als leicht eingestuft:

  • Sie trifft nur eine geringe Schuld und haben die Sicherheit anderer Verkehrsteilnehmer nur in geringem Mass gefährdet.
  • Sie sind mit einer nicht-qualifizierten Alkoholkonzentration gefahren und haben dabei keine weiteren Verstösse begangen.
  • Sie sind nur mit geringer Alkoholkonzentration gefahren und haben gegen das Alkoholverbot verstossen. 

Wenn Sie einen leichten Verstoss begangen haben, erhalten Sie in der Regel eine Verwarnung, sofern in den vorangegangenen zwei Jahren der Ausweis nicht entzogen war und keine andere Administrativmassnahme verfügt wurde.

 

Mittelschwere Widerhandlung

Unter den folgenden Voraussetzung wird die Widerhandlung als mittelschwer eingestuft:

  • Sie haben Verkehrsregeln verletzt und damit eine Gefahr für die Sicherheit anderer hervorgerufen.
  • Sie sind mit einer nicht-qualifizierten Alkoholkonzentration gefahren und haben dabei zusätzlich einen leichten Verstoss begangen.
  • Sie sind nur mit geringer Alkoholkonzentration gefahren und haben zusätzlich einen leichten Verstoss begangen.
  • Sie haben ein Motorfahrzeug gefahren, ohne einen Führerausweis für die entsprechende Kategorie zu besitzen.
  • Sie haben ein Motorfahrzeug zum Gebrauch entwendet. 

Bei einem mittelschweren Verstoss müssen Sie den Führerausweis für mindestens einen Monat abgeben, sofern Sie in den vorangegangenen zwei Jahren keine anderen Verstösse begangen haben, die zu einer Administrativmassnahme führten.

 

Schwere Widerhandlung

Unter den folgenden Voraussetzung wird die Widerhandlung als schwer eingestuft:

  • Sie haben durch grobe Verletzung von Verkehrsregeln eine ernstliche Gefahr für die Sicherheit anderer hervorgerufen oder in Kauf genommen.
  • Sie sind mit einer qualifizierten Atem- oder Blutalkoholkonzentration gefahren.
  • Sie sind unter Einfluss von Betäubungs- oder Arzneimitteln gefahren.
  • Sie haben sich einer Blutprobe, einer Atem-Alkoholprobe oder einer anderen Untersuchung widersetzt oder vereitelt.
  • Sie haben nach Verletzung oder Tötung eines Menschen die Flucht ergriffen.
  • Sie haben ein Motorfahrzeug trotz Ausweisentzug geführt. 

Bei einem schweren Verstoss müssen Sie den Führerausweis für mindestens drei Monate abgeben, sofern Sie in den vorangegangenen fünf Jahren keine anderen Verstösse begangen haben, die zu einer Administrativmassnahme führten.

 

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