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Die Geologie des Kantons St.Gallen ist sehr vielfältig und bietet verschiedene potenzielle Horizonte, die sich für eine geothermische Nutzung eignen. In den Jahren 2024 und 2025 wurde das vorhandene Wissen durch zwei Fachteams zusammengetragen. Für das Fachpublikum mit grossem geologischen Vorwissen sind die Erkenntnisse in den beiden Berichten ausführlich beschrieben. Ebenfalls für das Fachpublikum sind die Erkenntnisse im Folgenden zusammengefasst.

Für das breite Publikum wird noch eine einfacher verständliche Zusammenfassung erstellt.

Die Geologie im Kanton St.Gallen ist vielfältig. Sie umfasst in der Tiefe kristallines Gestein, sedimentäre Abfolgen von sehr altem Permokarbon bis zu jungen tertiären Ablagerungen sowie unzählige Bruchstrukturen und grosse Störzonen, bzw. Überschiebungsbahnen in verschiedensten Tiefenlagen. Entsprechend können viele verschiedene potenzielle Zielhorizonte, welche geeignete geologische Voraussetzungen für eine geothermische Nutzung aufweisen, definiert werden.

Der Vergleich zwischen erfolgreichen und nicht-fündigen Bohrungen in der Schweiz deutet daraufhin, dass die grössten Erfolgschancen dort bestehen, wo Bruch- beziehungsweise Störzonen durchbohrt werden, welche nicht zu tief vorliegen. Zusätzlich kommt Paläokarst in Frage, sofern dieser wasserführend ist. Im Weiteren entstanden während den letzten Eiszeiten Rinnen (z.B. Seeztal und Rheintal) in rund 300 bis 600 m Tiefe, welche mit Lockergestein gefüllt wurden. An deren Basis können wasserführende Schotter vorhanden sein, die sich für eine Wärmenutzung oder als thermische Aquiferspeicher eignen können.

Geologischer Schnitt mit schematisch dargestellten Nutzungsmöglichkeiten (Details siehe Faktenblätter zu den einzelnen Plays, Nutzungsmöglichkeiten); Auf Bild drücken für bessere aufgelöstes Bild

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