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Eine überregionale Kampagne gegen sexuelle Belästigung des Kompetenzzentrums Integration und Gleichstellung (KIG), der Abteilung Chancengleichheit Appenzell Ausserrhoden sowie der infra und dem Fachbereich Chancengleichheit Fürstentum Liechtenstein.

«Hesch mega geili Brüscht – dörfi mal?», «Hey Schätzli, wo ane gahts no?», «Dich würd' ich gern mal f****!». Von Genf über Basel nach Zürich in die Ostschweiz: Überall erleben Frauen – aber auch Männer – sexuelle Belästigung.

Das bestätigt auch eine aktuelle Studie von Amnesty International Schweiz. Laut dieser hat mehr als die Hälfte aller befragten Frauen (59 Prozent) eine Belästigung in Form von unerwünschten Berührungen, Umarmungen oder Küssen erlebt. Weiter sehen sich Mehrheiten mit sexuell suggestiven Kommentaren und Witzen, mit einschüchterndem Anstarren, unangenehmen Avancen und aufdringlichen Sprüchen über den eigenen Körper konfrontiert.

Ort des Geschehens? In den meisten Fällen die Strasse, der öffentliche Verkehr oder Bars und Clubs.

Belästigungen sichtbar machen

Die Kampagne «Kein Platz für Sexismus» setzt genau hier an. Mit unterschiedlichen Massnahmen soll ein Zeichen gegen sexuelle Belästigung gesetzt werden. Sexuelle Verhaltensweisen, die tagtäglich passieren und nicht selten als «harmlos» und/oder «tolerierbar« eingestuft werden, sollen öffentlich sichtbar gemacht und reflektiert werden.

Gemeinsame Haltung und Empowerment

Nebst Sichtbarmachung, Sensibilisierung und Reflektion stehen für die Projektträgerinnen auch die Stärkung einer gemeinsamen Haltung in der Gesellschaft sowie das Empowerment (potentiell) betroffener Personen im Fokus. Gemeinsam soll ein Beitrag dazu geleistet werden, dass sich alle Menschen im öffentlichen Raum sicher und frei bewegen können – ohne Angst, belästigt zu werden. Unterstrichen wird diese Botschaft mit dem eingängigen Kampagnenslogan «Mein Körper. Mein Raum. Mein Recht.»

Umfrage zu sexueller Belästigung im öffentlichen Raum

Sie haben auch schon sexuelle Belästigung im öffentlichen Raum erlebt – und sind bereit, ihre Erfahrungen zu teilen? Dann nehmen Sie jetzt an unserer Umfrage teil.

Die eingegangenen Sprüche und Kommentare verwendet das KIG anonymisiert und vertraulich für eine Plakatkampagne im Frühling 2022.

Noch offene Fragen?

Rahel Fenini

Projektleiterin

Kompetenzzentrum Integration und Gleichstellung

Amt für Soziales

Spisergasse 41
9001 St.Gallen