Nach rund 18 Monaten Bauzeit wurde im Juni 2017 das Fischereizentrum in Steinach offiziell eingeweiht. In der neuen Anlage werden bedrohte Fisch- und Krebsarten gezüchtet und später ausgesetzt.

Artenvielfalt

Durch den Neubau der Fischzuchtanlage kommt der Kanton dem gesetzlichem Auftrag nach, seine Gewässer fischereilich zu bewirtschaften und die Artenvielfalt zu erhalten. Auch weitere Aufgaben der kantonalen Fischereiaufsicht wie Überwachung des Fischereibetriebs, Bestandesüberwachung, Sicherung der Fischbestände bei Baustellen-Abfischungen oder Gewässerverschmutzungen könnten ohne entsprechende Infrastruktur nicht wahrgenommen werden.

Standort

Das neu gebaute Fischereizentrum ersetzt die mittlerweile in die Jahre gekommene Fischzuchtanlage in Rorschach. Da der Baurechtsvertrag ablief und die Stadt Rorschach das Grundstück für eine anderweitige Nutzung vorsah, musste der Standort in Rorschach aufgegeben werden. Bereits in der Planungsphase erwies sich die Suche nach einem neuen geeigneten Standort in Seenähe als eine Herausforderung. Der Seeanstoss im Kanton St. Gallen beträgt rund zwölf Kilometer. Die Grundstücke am Seeufer werden heute stark genutzt, dementsprechend gross ist die Nachfrage nach den wenigen noch verfügbaren freien Parzellen. Unter erheblichem Aufwand fand das Baudepartement drei mögliche Standorte in Seenähe, die detailliert untersucht und verglichen wurden.

Das Baudepartement wog die relevanten Kriterien wie Erwerbsmöglichkeit, Verfügbarkeit, Realisierbarkeit und Betriebskosten für die drei in Frage kommenden Grundstücke sorgfältig ab. Es zeigte sich, dass der Standort in Steinach die beste Lösung ist. Zum einen konnte der Kanton den Standort erwerben und damit langfristig sichern. Zum anderen entstand für die nötige Seewasserleitung samt Pumpwerk mit einem benachbarten Industrieunternehmen eine wirtschaftlich interessante Zusammenarbeit.

Bauprojekt

Der Ort ist geprägt durch den Baumbestand des ehemaligen Villenparks, die angrenzende Kantonsstrasse und das nahe Bodenseeufer. Die Situierung des neuen Gebäudes entlang der Ampèrestrasse nimmt Rücksicht auf den Baumbestand des Parks und ermöglicht zudem eine optimale Erschliessung des Fischereizentrums. Der zweigeschossige Baukörper und die in Ost-West-Richtung verlaufenden Wandscheiben bilden einen zentralen, zum Teil überdachten Werkhof und schaffen in Seerichtung einen Übergang zum Aussenraum. Der ursprüngliche, parkartige Charakter des unbebauten Areals bleibt damit erhalten. Das Gebäude fügt sich in den Park ein und definiert den südlichen Abschluss neu.

Möchten Sie noch mehr erfahren über das Bauobjekt? Weitere Informationen finden Sie in der Baudokumentation.

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