Durch den Neubau des Bundesverwaltungsgerichts wurden verschiedene Rechtsinstitutionen unter einem Dach vereint und eine gemeinsame Gerichtskultur wird gefördert. Die gesamte Gebäudestruktur ist übersichtlich geordnet und ermöglicht ein hohes Mass an Übersichtlichkeit und Flexibilität.

Baukörper / Architektur

Das neue Bundesverwaltungsgericht entwickelt seine städtebaulichen und kompositorischen Themen aus den Gegebenheiten des Ortes und des Programms heraus. Seine zweiteilige Gliederung verortet das Haus an der prominenten städtischen Lage. Ein ausgedehnter Sockelbau bettet den Baukörper in den Hang ein, formt zusammen mit der bestehenden Villa einen öffentlichen Park und verbindet die horizontalen und vertikalen Gebäudeteile in einer zusammenhängenden Sprache. Über dem Sockel strahlt ein leichter und filigraner Turmbau allseitig auf die weitere Umgebung der Stadt aus. Sein Ausdruck ist Abbild der inneren Organisation: Die unterschiedlichen Abteilungen (Pools) werden als zweigeschossige Einheiten in die Höhe gestapelt und nach Aussen durch überhöhte Stützenkränze lesbar gemacht. Die inszenierte Doppelgeschossigkeit verleiht dem Volumen am Hang eine gebrochene und angemessene Massstäblichkeit.

Innenausbau

Das Haus wird über die zentrale, dreigeschossige Halle betreten. Hier befindet sich die zentrale Drehscheibe für die Institution. Die gute Übersicht erlaubt die Trennung der Personenströme. Der Gerichtsflügel wird über die vom Vorplatz her belichtete Wandelhalle erschlossen. Die Gerichtssäle und Sitzungszimmer bilden eine Struktur von ein- und zweigeschossigen Räumen. Auch die Cafeteria ist dieser Ebene zugeordnet. Im Obergeschoss des Flügelbaus liegt die Bibliothek. Das 13-geschossige Hauptgebäude gliedert sich sichtbar in zwei Teile: Der dreigeschossige Sockelbau beherbergt die Eingangshalle und, U-förmig darum herum gegliedert, die administrativen Bereiche und die Gerichtsleitung. Die oberen zehn Geschosse bilden die fünf Abteilungen des Gerichtes. Es sind die üblichen Büroräume für Richter, Gerichtsschreiber und Kanzleien. Diese fünf Abteilungen, auch Pools genannt, bestimmen die Architektur des Gebäudes. Innen sind sie jeweils durch einen zweigeschossigen Lobbyraum verbunden. Um diese räumlichen Zentren liegen kranzartig die Büros. So entstehen die charakteristischen Arbeitswelten mit Kommunikationszonen und ruhigen Bürobereichen.

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