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Der seit Jahren ausgewiesene Bedarf nach Turnraum für das Gewerbliche Berufs- und Weiterbildungszentrum in St.Gallen konnte mit dem Bau der Sporthalle abgedeckt werden. Nach der einjährigen Bauzeit konnte die Dreifachhalle ab August 2013 wieder uneingeschränkt genutzt werden.

Architektur / Gestaltung

Die Gestaltung orientiert sich am Ursprungsbau von 2006. Einzig an der Südfassade wurde die Halle mit einem einfachen Stahlanbau zur Unterbringung der Velos für den Sportunterricht ergänzt. Die industrielle Sprache der Innenräume wurde beibehalten. Bewusst ist die Hallendachkonstuktion in Stahl ausgeführt, sowie sind die haustechnischen Installationen offen geführt worden. Durch die Farbgebung wurde die Tragkonstruktion klar sichtbar gemacht und der Kräftefluss erkennbar.

Die Fassaden wurden mit einer hinterlüfteten Profilglasverkleidung ausgeführt. Sie fügt sich durch die opake Wirkung der Oberfläche harmonisch in die Umgebung ein und kann sich gegenüber dem bestehenden Schulgebäude trotzdem behaupten. Die tragenden Elemente sind in Beton und Stahl ausgeführt. Die Farbgebung im Halleninnern orientiert sich am Tal der Demut. Obwohl das Hallengeschoss unter dem Terrain liegt und die Fensterfront nicht bis zum Hallenboden reicht, soll durch die Farbgebung der vorhandene Grünraum in der Halle präsent sein. Die innere Holzverkleidung gibt der Spielhalle die entsprechende Wertigkeit und erfüllt auch akustische Anforderungen.

Umgebung / Erschliessung

Der bestehende Hartplatz wird um ein Beachvolleyballfeld erweitert. Die Anlage ist mit einheimischen Pflanzen extensiv begrünt. Im Bereich zwischen Sporthalle und Schulhaus, dient eine Wiesenmulde als Retentionsbecken für die Dach- und Platzentwässerung. Ein gedeckter Veloabstellplatz, Abstellplätze für Motorroller sowie ein Invalidenparkplatz sind entlang der Demutstrasse angeordnet.

Betrieb / Innenraumstruktur

Von den drei Hallenteilen sind zwei als Spielhallen und eine als Gerätehalle ausgerüstet Eine Halle verfügt zusätzlich über eine 100m2 grosse Kletterwand. Der Geräteraum ist auf die erforderlichen Bedürfnisse ausgelegt worden. Im grosszügigen Kraft- und Fitnessraum kann eine Klasse unterrichtet werden. Somit können in der Sporthalle Demuttal gleichzeitig vier Klassen Sportunterricht geniessen. Der Korridor im Garderobentrakt dient bei Anlässen als Zuschauergalerie. Gleichzeitig sind jeweils die Serviceräume an diesen über drei Geschossen angeordnet. Im 4. Obergeschoss befindet sich der Kraft- und Fitnessraum. Mit einem Ausblick in die Halle, das Demuttal und nach Westen in den Grünraum, ist er das Penthouse des Gebäudes.

Realisation

Die Sporthalle liegt in sehr schlechtem Baugrund und ist auf Betonpfähle fundiert. Dazu kommt der hohe, teilweise gespannte Grundwasserspiegel, der kurzzeitig bis auf Terrainniveau ansteigen kann. Der um ein Geschoss in das Terrain versenkte Baukörper ist mit Polymerdichtungsbahnen als Wassersperre abgedichtet worden. Zusätzlich wurde für den Unterlagsboden des Hallengeschosses eine Notentwässerung vorgesehen und der Hallenbereich in Gussasphalt ausgeführt. Die Halle konnte dem Nutzer termingerecht auf das neue Schuljahr im Sommer 2013 übergeben werden.

Möchten Sie noch mehr erfahren über das Bauprojekt? Weitere Informationen finden Sie in der Baudokumentation.

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