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Seit 1989 überwacht das AFU des Kantons St.Gallen den Boden und untersucht ihn nach Schwermetallen wie Blei, Kupfer, Cadmium oder Zink sowie schwer abbaubaren organischen Verbindungen wie polychlorierten Biphenylen (PCB) oder polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen (PAK). 2010 endete die vierte Erhebungsperiode und wurde umfassend ausgewertet. Die Resultate sind Teil des Frühwarnsystems und ermöglichen, Gefahren rechtzeitig zu erkennen und nötigenfalls gezielte vorsorgliche Massnahmen zu treffen.

 

Messergebnisse der Bodenüberwachung

Die Auswertungen der vierten Erhebungsperiode (2005–2010) der kantonalen Bodenüberwachung (KABO) zeigen folgende Resultate: An 16 der insgesamt 26 untersuchten Standorte lagen 25 Schadstoffwerte über dem Richtwert. Davon 18 sogar deutlich darüber. Das heisst, hier ist die Fruchtbarkeit des Bodens gefährdet.

Schadstoffentwicklung seit 1989 mehrheitlich stabil

Durch die Erstellung von Zeitreihen können Aussagen über die Entwicklung von Bodenbelastungen gemacht werden. Die bislang 64 beurteilten Zeitreihen zeigen ein insgesamt gutes und positiv stimmendes Resultat. Zwei Drittel davon weisen keine Veränderung seit der ersten Erhebungsperiode 1989 auf. Die Schadstoffwerte an diesen Standorten blieben stabil. Sechs Schadstoffe nahmen an bestimmten Standorten sogar ab. Lediglich 17 Zeitreihen zeigen eine Zunahme der Schadstoffwerte. Allerdings liegen diese immer noch unter dem jeweiligen Richtwert.

Zinkgehalt nimmt zu

Ein besonderes Augenmerk gilt dem Zink. Dieses Schwermetall zeigt eine häufige Zunahme im Totalgehalt. Erhöhter Zinkgehalt in landwirtschaftlich genutztem Boden ist oft auf übermässigen Hofdüngereinsatz zurückzuführen. Zink gelangt aber auch über die Luft in den Boden: Es entsteht bei der Abfallverbrennung, durch Reifenabrieb im Strassenverkehr oder bei Korrosionsschutzarbeiten.  

Bodenzustand

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