Das achtlose Liegenlassen von Abfällen, das sogenannte Littering, breitet sich zusehends aus. Hierbei handelt es sich um weit mehr als ein abfallwirtschaftliches Thema. Es sind auch soziale und gesellschaftspolitische Komponenten enthalten.

Littering am Strassenrand

Littering hat vielfältige Ursachen und ist in erster Linie ein gesellschaftliches Problem. Die veränderten Konsum- und Ernährungsgewohnheiten, das allgemeine Freizeitverhalten oder die persönliche Wertschätzung gegenüber öffentlichen Räumen, sind einige Gründe für Littering.

Littering hat sowohl ästhetische, wie auch ökologische und ökonomische Auswirkungen. Die Lebensqualität und das Image eines öffentlichen Raumes werden stark durch Littering geprägt. Die Sauberkeit spielt dabei eine zentrale Rolle, die Bevölkerung empfindet Littering als störend.

Littering verursacht Umweltprobleme und gefährdet Tiere und Pflanzen. Gelitterte Materialien werden nicht der Wiederverwertung zugeführt und Stoffkreisläufe können somit nicht geschlossen werden.

Die schweizweit verursachten Reinigungsmehrkosten durch Littering belaufen sich auf rund 200 Millionen Franken pro Jahr (Littering kostet, BAFU 2011). Durch Präventionsmassnahmen und Aufklärungskampagnen fallen zusätzliche Kosten an.

Im Kanton St.Gallen ist Littering strafbar. Die Strafprozessverordnung des Kantons St.Gallen (sGS 962.11) sieht für das Wegwerfen oder Zurücklassen von einzelnen oder mehreren Kleinabfällen eine Busse von 50 Franken, respektive 200 Franken vor.

Littering-Toolbox
Im Kanton St.Gallen werden immer wieder Anti-Littering-Aktionen durchgeführt. Eine Zusammenstellung der St.Galler Littering-Aktionen und von Aktionen aus anderen Kantonen und Gemeinden finden Sie in der Littering-Toolbox.

Handbuch Littering
Die wichtigsten Informationen zum Thema sind anschaulich im Handbuch Littering dargestellt.

No-Littering Label der IGSU
Für sauberkeitsbewusste Städte, Gemeinden und Schulen kann das No-Littering Label der IG saubere Umwelt (IGSU) mit beantragt werden. Es kennzeichnet Städte, Gemeinden und Schulen, welche aktiv Massnahmen gegen Littering ergreifen. Ziel ist es, die Motivation aller involvierten Personen zu steigern und gleichzeitig ein positives Image der Institution zu vermitteln. Das No-Littering Label ist kostenlos und kann für die gesamte Kommunikation verwendet werden.

Raumpatenschaften der IGSU
Gemeinden, Schulen, Vereine oder Unternehmen können zudem Raumpatenschaften der IGSU als Massnahme gegen Littering organisieren. Dabei übernehmen sogenannte Raumpatinnen und Raumpaten die Verantwortung für einen bestimmten öffentlichen oder halböffentlichen Raumabschnitt (z.B. Schulhausplatz). Ziel ist es, die Sauberkeit im öffentlichen Raum zu fördern und das Littering zu reduzieren.

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