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Wichtige Hinweise:

Aufgrund der besonderen Situation im Zusammenhang mit COVID-19 ist der Besuch von Gerichtsverhandlungen für Zuschauer sehr eingeschränkt.

Das Gericht entscheidet, ob während der Verhandlung eine Maskenpflicht für Besucher/innen, Medienschaffende oder Parteien/Verfahrensbeteiligte und Gericht besteht.

Akkreditierte Medienschaffende sind vorbehältlich eines formellen Ausschlusses der Öffentlichkeit grundsätzlich zu den Verhandlungen zugelassen, sofern die Vorschriften des BAG eingehalten werden können. Eine vorgängige telefonische Kontaktnahme mit der Gerichtskanzlei ist aber unerlässlich.

Andere Personen, die sich für den Besuch einer Gerichtsverhandlung interessieren werden gebeten, sich vorgängig bei der Gerichtskanzlei zu erkundigen, ob der Besuch einer Verhandlung möglich ist.

Verhandlungstermine können kurzfristig abgesagt oder verschoben werden.

Verhandlungstermine

Datum Zeit Zuständigkeit Ort  Betreff
03.08.2021 14:00 Einzelrichter A Strafsache betreffend rechtswidrige Einreise: Dem Beschuldigten wird vorgeworfen, mit seinem 14-jährigen Sohn mit dem Zug von Österreich kommend bei Buchs in die Schweiz eingereist zu sein. Anlässlich einer Kontrolle durch die Grenzwache konnte er keine gültigen und zur Einreise in die Schweiz erforderlichen Reisedokumente vorweisen. Gemäss eigenen Angaben hatte er in den vergangenen Jahren bereits in diversen Ländern um Asyl ersucht. Die Staatsanwaltschaft beantragt eine Freiheitsstrafe von 20 Tagen, bedingt aufgeschoben mit einer Probezeit von 2 Jahren sowie eine Busse von CHF 200.00.
05.08.2021 09:00 Einzelrichter A Strafsache betreffend Förderung der rechtswidrigen Ein-, Ausreise oder des rechtswidrigen Aufenthalts und mehrfache Übertretung des Planungs- und Baugesetzes des Kantons St.Gallen (vorsätzliche gewerbliche Nutzung einer Wohnung ohne baupolizeiliche Bewilligung bzw. Nichteinreichen des Umnutzungsgesuches für Zweckänderung): Dem Beschuldigten wird vorgeworfen, einer Ausländerin, welche über keine notwendige Bewilligung zur Ausübung einer selbständigen Tätigkeit in der Schweiz verfügte, für wenige Tage eine Wohnung zur Verfügung gestellt zu haben, damit sie dort entgeltliche erotische Dienstleistungen anbieten konnte. Einer weiteren Person, welche über die notwendigen Bewilligungen verfügte, soll er eine andere Wohnung zum selben Zweck vermietet haben. Für beide Wohnungen war keine gewerbliche Nutzung vorgesehen und es war kein Umnutzungsgesuch eingereicht worden. Die Staatsanwaltschaft beantragt eine Geldstrafe von 30 Tagessätzen zu je CHF 200.00, bedingt aufgeschoben mit einer Probezeit von 2 Jahren sowie eine Busse von CHF 2'000.00.
05.08.2021 14:00 Einzelrichter A Strafsache betreffend geringfügigen Diebstahl und vorsätzliche Widersetzung gegen Massnahmen gegenüber der Bevölkerung i.S. des Epidemiegesetzes: Dem Beschuldigten wird vorgeworfen, am 29. Januar 2021 ein Verkaufsgeschäft betreten zu haben, ohne eine Maske zu tragen. Dort soll er ein Sandwich aus dem Regal genommen und sich zur Kasse begeben haben. Als der Beschuldigte durch eine Mitarbeiterin auf die Maskentragpflicht aufmerksam gemacht wurde, habe er unwirsch reagiert. Dann habe er einen Bissen vom Sandwich genommen und das Verkaufsgeschäft verlassen, ohne das Sandwich zu bezahlen. Das restliche Sandwich soll er auf der Kassenablage liegen gelassen haben. Gleichentags wurde er durch eine zivile Patrouille der Kantonspolizei St.Gallen angehalten und kontrolliert. Dabei verliess er gerade einen Zug und soll wiederum keine Maske getragen haben. Die Staatsanwaltschaft beantragt eine Busse von CHF 300.00.
11.08.2021 14:00 Einzelrichter A Strafsache betreffend mehrfache Pornografie: Dem Beschuldigten wird vorgeworfen, am 28. Januar 2021 zwei Videos mit kinderpornografischem Inhalt auf Facebook Messenger weitergeleitet und so anderen Internetusern zur Verfügung gestellt zu haben. Die Staatsanwaltschaft beantragt eine Geldstrafe von 40 Tagessätzen zu je CHF 90.00, bei Gewährung des bedingten Strafvollzuges mit einer Probezeit von 2 Jahren, und eine Busse von CHF 720.00 (Ersatzfreiheitsstrafe 8 Tage) sowie ein lebenslängliches Tätigkeitsverbot gemäss Art. 67 Abs. 3 lit. d Ziff. 2 StGB.
19.08.2021 14:00 Einzelrichter A Dem Beschuldigten wird vorgeworfen dreimal dasselbe Verkaufsgeschäft betreten zu haben. Beim ersten Mal soll er eine Stange Zigaretten behändigt und diese in eine mitgebrachte Tasche gepackt und das Geschäft damit ohne bezahlen verlassen zu haben. Das zweite Mal waren es 11 Stangen Zigaretten und beim dritten Mal 2 Stangen. Eine Person, welche ihn jedes Mal begleitete, soll beim letzten angeklagten Delikt 7 Packungen dieser Zigaretten in ihrer Jacke versteckt haben. Die Staatsanwaltschaft beantragt für den Beschuldigten eine früher von der Staatsanwaltschaft Graubünden bedingt ausgesprochene Geldstrafe zu widerrufen und ihn unter Einbezug der widerrufenen Geldstrafe zu einer unbedingten Gesamtgeldstrafe von 50 Tagessätzen zu CHF 30.00 und zu einer Busse von CHF 600.00 zu verurteilen. Für die zweite Person wird eine Busse von CHF 300.00 beantragt.
20.08.2021 09:00 Kreisgericht A Klage betreffend Aufhebung von Miteigentum: Die Klägerin verlangt die Aufhebung des Miteigentums an der gemeinsamen Liegenschaft und dass das hälftige Miteigentum des Beklagten an der Liegenschaft gegen Übernahme der darauf lastenden Hypothekarschuld zu Alleineigentum auf die Klägerin zu übertragen sei. Der Beklagte reichte innert Frist keine Klageantwort ein.
23.08.2021 09:00 Einzelrichter A Strafsache betreffend harte Pornografie, mehrfaches Vergehen gegen das Waffengesetz und mehrfache Übertretung das Waffengesetz: Dem Beschuldigten wird vorgeworfen via Facebook Messenger eine Videodatei mit kinderpornografischen Inhalt, welche er von seinem Arbeitskollegen erhalten hatte, versandt zu haben. Bei der Hausdurchsuchung wurden ein Revolver und eine Pistole mit dazugehöriger Munition gefunden, für welche er weder über einen Waffenerwerbsschein, noch eine Ausnahmebewilligung verfügte. Den geladenen Revolver bewahrte er in einem unverschlossenen Schrank auf, womit die Waffe für die Kinder und die Ehefrau frei zugänglich waren. Die Staatsanwaltschaft beantragt eine bedingte Geldstrafe von 90 Tagessätzen zu CHF 190.00, unter Ansetzung einer Probezeit von drei Jahren und eine Busse von CHF 4'000.00. Weiter wird die Landesverweisung für fünf Jahre beantragt. Sodann soll ihm lebenslänglich jede berufliche oder jede organisierte ausserberufliche Tätigkeit, die einen regelmässigen Kontakt zu Minderjährigen umfasst, verboten werden.
24.08.2021 09:00 Einzelrichter A Dem Beschuldigten wird vorgeworfen als Vorgesetzter die bei ihm als Raumpflegerin/Küchenhilfe/Serviceunterstützung angestellte Privatklägerin in der Zeit von November 2016 bis Dezember 2016, im Januar 2017 sowie zwischen April 2017 und Mai 2017 mehrfach zu sexuellen Handlung veranlasst zu haben, die diese nur aus Angst vor dem Verlust der Arbeitsstelle und Aufenthaltsbewilligung habe über sich ergehen lassen. Die Staatsanwaltschaft beantragt eine Freiheitsstrafe von 10 Monaten, bei Gewährung des bedingten Strafvollzuges mit einer Probezeit von 2 Jahren.
24.08.2021 14:00 Einzelrichter A Strafsache betreffend Hausfriedensbruch: Der Beschuldigten wird vorgeworfen, die von ihr vermietete Ferienwohnung mit einem zurückbehaltenen Wohnungsschlüssel betreten zu haben. Der Mieter hatte ihr zuvor die Erlaubnis dazu verweigert. Die Staatsanwaltschaft beantragt eine Geldstrafe von 20 Tagessätzen zu je CHF 180.00, bedingt aufgeschoben bei einer Probezeit von 2 Jahren sowie eine Busse von CHF 720.00.
25.08.2021 13:30 Kreisgericht A Schadenersatzforderung: Der Kläger fordert von der Beklagten aus dem Unfallereignis vom 4. März 2019 für den aufgelaufenen sowie den in der Zukunft liegenden und die Periode vom Rechnungstag bis am 26. März 2025 umfassenden Haushaltsschaden CHF 136'299.00 zuzüglich Zins zu 5% auf dem aufgelaufenen Haushaltsschaden. Die Beklagte verlangt die Abweisung der Klage.
Vor der Hauptverhandlung findet der Augenschein bei der Mittelstation «Maienberg» der Gondelbahn Wangs-Furt statt (Treffpunkt: 10:00 Uhr bei der Talstation in Wangs). 
31.08.2021 14:00 Kreisgericht A Strafsache betreffend mehrfache grobe Verletzung der Verkehrsregeln, mehrfaches Fahren ohne Berechtigung, mehrfache Vereitelung von Massnahmen zur Feststellung der Fahrunfähigkeit, mehrfache Entwendung eines Fahrzeugs zum Gebrauch, mehrfacher Missbrauch von Ausweisen und Schildern, mehrfaches pflichtwidriges Verhalten bei Unfall, mehrfache einfache Verletzung der Verkehrsregeln, mehrfache Sachbeschädigung, mehrfacher Hausfriedensbruch, Diebstahl sowie geringfügiges Vermögensdelikt (Diebstahl):Dem Beschuldigten wird gemäss Anklageschrift Folgendes vorgeworfen: Am 11. Dezember 2019 entwendete er in Wil einen Skoda und fuhr damit nach St.Gallen. Unterwegs verursachte er einen Selbstunfall, bei dem er die linke Fahrzeugfront beschädigte. Den Unfallort verliess er, ohne jemanden zu benachrichtigen. In St.Gallen liess er das Auto bei einer Garage stehen. Dort nahm er ein Kontrollschild von einem Lieferwagen und montierte es an einen dort stehenden Mercedes, den er in der Folge entwendete. Das Fahrzeug lenkte er Richtung Toggenburg, wo er am frühen Morgen in Necker einen weiteren Selbstunfall durch zu schnelles Fahren verursachte. Er touchierte mit einer Leitplanke und einer Signaltafel und fuhr dann in die Wiese, wo er die Frontstossstange abriss. Diese deponierte er auf der Rückbank und er fuhr weiter, wiederum ohne jemanden zu benachrichtigen. In Ebnat-Kappel fuhr er zufolge nichtangepasster Geschwindigkeit in einer Rechtskurve gerade aus und kollidierte mit dem dortigen Tankstellengebäude. Ohne Meldung zu machen, entfernte er sich vom Unfallort. In der Nähe knackte er das Schloss eines Mofas und entwendete dieses. Rund zwei Wochen später verursachte er bei einem Bekannten Lärm und Probleme in der Wohnung. Der Bekannte versuchte ihn aus der Wohnung zu befördern, was nicht gelang. Deshalb rastete der Beschuldigte aus und zerstörte diverse Türen uund Scheiben, einen Sicherungskasten und die Heizung in der Wohnung. Am 30. April 2020 um Mitternacht schlug er mit einem Stein eine Scheibe einer Autogarage in Ebnat-Kappel ein, drang dort ein und entwendete einen Mercedes. Beim Verlassen der Garage kollidierte er mit dem Tor. Auf einem öffentlichen Parkplatz in Wattwil nahm er ein Kontrollschild von einem Personenwagen und montierte es an den Mercedes. In jener Nacht um ca. 03:20 Uhr verursachte er in Ebnat-Kappel einen Selbstunfall. Er kam linksseitig von der Strasse ab, wo er in zwei Holzpfähle fuhr und Sachschaden am Auto sowie Flurschaden verursachte. Er liess den Mercedes stehen und entfernte sich, ohne den Unfall zu melden, vom Unfallort. Ein weiteres Auto entwendete er in der Nacht vom 16. auf den 17. Mai 2020 bei einer Garage in Sargans. Auch dort schlug er mit einem Stein eine Scheibe ein und drang ins Gebäude ein, wo er verschiedene Räumlichkeiten aufbrach und durchsuchte und dadurch hohen Sachschaden verursachte. Unter Mitnahme von Bargeld und eines Fahrzeugschlüssels verliess er das Gebäude. Mit dem Fahrzeugschlüssel öffnete er auf dem Vorplatz ein Kundenfahrzeug und entfernte sich mit dem Audi vom Tatort. Wenig später fuhr er in Lichtensteig mit dem entwendeten Audi innerorts 96 km/h. In Lichtensteig montierte er von einem Fahrzeug die Kontrollschilder ab und brachte diese am Audi an. Von dort lenkte er das Fahrzeug in Richtung Innerschweiz. Unterwegs touchierte er auf der Autobahn mit der Mittelleitplanke, wobei er die linke Fahrzeugseite des Autos erheblich beschädigte. Danach fuhr er noch etwas weiter und stellte dann den Audi auf dem Pannenstreifen in Zug ab und entfernte sich wiederum vom Auto, ohne jemanden zu informieren. Bei keinem der Vorfälle verfügte er über einen gültigen Führerausweis. Dazwischen hatte er, trotz Hausverbots in sämtlichen Manor-Warenhäusern, eines dieser betreten und dort ohne zu bezahlen einen Lautsprecher mitgenommen. Die Staatsanwaltschaft beantragt eine unbedingte Freiheitsstrafe von 28 Monaten und eine Busse von CHF 2'000.00. Weiter sei eine stationäre therapeutische Massnahme im Sinne von Art. 59 StGB anzuordnen. Der Vollzug der Freiheitsstrafe sei zugunsten dieser Massnahme aufzuschieben.

Verhandlungsort:
A = Bahnhofstrasse 10, 8887 Mels
B = auf Anfrage

Aus Platzgründen wird insbesondere Besuchergruppen empfohlen, sich frühzeitig anzumelden. Verhandlungstermine können kurzfristig angesetzt, abgesagt oder verschoben werden.