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Sexuelle Gesundheit erschöpft sich nicht in der Abwesenheit von sexuell übertragbaren Infektionen. Sie umfasst vielmehr eine konstruktiv gelebte, selbst bestimmte und an persönlichen Bedürfnissen orientierte Sexualität, die dem Wohlergehen des Einzelnen dient.

Zu einer umfassenden Gesundheit gehören körperliches, seelisches und soziales Wohlbefinden sowie die Fähigkeit und die Motivation, das Leben selbständig aktiv zu gestalten, eine Bedeutung im Leben zu erkennen und einen Beitrag zum Leben der Gemeinschaft zu leisten.
Eine als befriedigend erlebte Sexualität stellt einen wichtigen Aspekt der psychischen Gesundheit eines Menschen dar. Sexuelle Gesundheit ist mehr als die reine Abwesenheit von sexuell übertragbaren Infektionen oder von Funktionsstörungen. Sie umfasst vielmehr jene Kernaspekte, die es einem Menschen ermöglicht, seine Sexualität selbstbestimmt und eigenverantwortlich so zu gestalten und zu leben, wie es das individuellen Bedürfnis nach Wohlbefinden und Lebensqualität bestimmt.

Sexuelle Gesundheit ist eine durch die Weltgesundheitsorganisation (WHO) definierte, allgemeingültige Grösse, die für die Schweiz von der Eidgenössischen Kommission für sexuelle Gesundheit (EKSG) übernommen und auf die hiesigen Bedingungen übertragen detaillierter ausgeführt worden ist.

Die diesbezüglich zentralen Voraussetzungen einer guten sexuellen Gesundheit sind laut EKSG:

  • Ein positiver und respektvoller Zugang zu Sexualität und sexuellen Beziehungen
  • Die Möglichkeit der Gewinnung von genussvollen und risikoarmen sexuellen Erfahrungen
  • Das Fehlen von Zwang, Diskriminierung und Gewalt
  • Achtung, Schutz und Garantie der sexuellen Rechte jedes Menschen

Die wichtigsten Handlungsfelder für die Schweiz sind:

  • Die Stärkung der psychischen Gesundheit
  • Förderung, Erhalt und Wiederherstellung der reproduktiven Gesundheit
  • Prävention von HIV, sexuell übertragbaren Infektionen und Infektionen der Reproduktionsorgane
  • Prävention von sexueller Gewalt
  • Bildung zur sexuellen Gesundheit

Die oben genannten Gesundheitsaspekte sind  Bestandteile der kantonalen Gesundheitsvorsorge und somit im Gesundheitsgesetz (sGS 311.1) verankert.

MariaMagdalena und Priapos leisten mit ihrer Präventions- und Beratungstätigkeit einen wichtigen Beitrag in den genannten Bereichen, um die sexuelle Gesundheit der Personen innerhalb der Sexarbeit zu erhalten und zu verbessern.

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