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Die Regierung und der Kantonsrat des Kantons St.Gallen wollen für das Spital Walenstadt eine interkantonale Zusammenarbeit mit den Kantonsspitälern Graubünden und Glarus prüfen. Die Zukunft des Spitals Walenstadt soll bis Ende 2022 geklärt werden.

***Neuste Informationen***

15. Juni 2022: In der Junisession 2022 hat der Kantonsrat des Kantons St.Gallen die Vorlage zur Zukunft des Spitals Walenstadt beraten. Der Kantonsrat hat sich für die Streichung des Spitals Walenstadt als Standort der Spitalverbunde (Nachtrag zum Kantonsratsbeschluss über die Festlegung der Spitalstandorte) sowie für die Gewährung eines Beitrags für die Aufrechterhaltung der Notfallversorgung an das Spital Walenstadt in der Höhe von einer Million Franken (Nachtrag zum Kantonsratsbeschluss über die Gewährung von Beiträgen für die Notfallversorgung) ausgesprochen. Das Spital Walenstadt soll ab dem 1. Januar 2023 dem Kantonsspital Graubünden (KSGR) übertragen werden. Die Spitalliegenschaft wird dem KSGR für 8 Millionen Franken veräussert.

Das KSGR hat die Aufnahme des Spitals Walenstadt auf die Spitalliste Akutsomatik des Kantons St.Gallen für mehrere Leistungsgruppen beantragt. Das Gesundheitsdepartement überprüft die Erfüllung der Anforderungen. Über die Erteilung der Leistungsaufträge wird die Regierung entscheiden. Die erteilten Leistungsaufträge werden ab dem 1. Januar 2023 gültig sein und dadurch einen lückenlosen Betrieb des Spitals Walenstadt ermöglichen.

26. April 2022: Die Regierung des Kantons St.Gallen hat die Vorlage zur Zukunft des Spitals Walenstadt verabschiedet. Das Spital Walenstadt soll ab dem 1. Januar 2023 als vollintegrierter dezentraler Standort des Kantonsspitals Graubünden (KSGR) betrieben werden und einen Leistungsauftrag des Kantons St.Gallen erhalten. Am Spital Walenstadt möchte das KSGR weiterhin stationäre medizinische Leistungen auf Basis des 2019 erbrachten Leistungsspektrums (ohne Geburtshilfe) anbieten. Der Betrieb soll mit rund 40 stationären Betten starten. Der Kanton St.Gallen wird den 24-Stunden-Notfallbetrieb am Spital Walenstadt jährlich mit 1 Millionen Franken unterstützen. Die am Standort Walenstadt beschäftigten Mitarbeitenden sollen mehrheitlich vom KSGR übernommen werden.

Die Spitalliegenschaft soll dem KSGR für 8 Millionen Franken veräussert werden. Die geschützte Operationsstelle (GOPS) wird mit der Liegenschaft übernommen. Dem Kanton wird ein auf 25 Jahre befristetes Vorkaufsrecht eingeräumt. Bei einer (Teil-)Veräusserung der Liegenschaft ist der Kanton während 40 Jahren an einem allfälligen Gewinn beteiligt. Für die Spitalregion Rheintal Werdenberg Sarganserland (SRRWS) resultiert mit dem Verkauf ein Buchverlust von rund 8,1 Millionen Franken. Die Übernahme dieses Buchverlusts durch den Kanton ist Gegenstand der Vorlage zur Kapitalerhöhung der Spitalverbunde. Das KSGR soll von der SRRWS die Mobilien, Geräte und Einrichtungen des Standorts Walenstadt zum aktuellen Buchwert übernehmen.

Die vorberatende Kommission des Kantonsrates wird sich Mitte Mai 2022 mit der Vorlage beschäftigen.

20. Dezember 2021: Der Lenkungsausschuss hat im Einverständnis mit den Sarganserländer Gemeinden die vierte Absichtserklärung vom 30. Juni 2021 überarbeitet. Neu soll die Übertragung von Land und Bauten des Spitals Walenstadt nicht an die Sarganserländer Gemeinden sondern an das Kantonsspital Graubünden erfolgen. Der Übertragungswert bleibt unverändert bei insgesamt 8 Millionen Franken. Dem Kanton soll ein Vorkaufsrecht im ersten Rang, der Gemeinde Walenstadt im zweiten Rang eingeräumt werden. Bei einer gewinnbringenden Veräusserung oder bei einer Umzonung auf Antrag des Kantonsspitals Graubünden, soll dem Kanton während 40 Jahren die Differenz zum Übertragungswert des Landes entrichtet werden.

18. November 2021: Der Verwaltungsrat des Kantonsspitals Graubünden hat bestätigt, das Projekt zur Zukunft des Spitals Walenstadt weiterzuführen. Gemäss heutigem Planungsstand soll ab dem 1. Januar 2023 in Walenstadt ein Standort des Kantonsspitals Graubünden (KSGR) mit stationären und ambulanten Angeboten in den Bereichen Allgemeinchirurgie (Viszeral- und Unfallchirurgie), Orthopädie; Allgemeinmedizin, Akutgeriatrie, Palliative Care und Dialyse sowie allgemeine Frauenmedizin ohne stationäre Geburtshilfe geführt werden. Zudem soll das Angebot in Walenstadt eine Notfallstation, Überwachungsbetten, eine interdisziplinäre Tagesklinik sowie Radiologie- und Laborleistungen umfassen. Die Betreuung der Patientinnen und Patienten soll ergänzt werden durch Angebote und Sprechstunden der Radio-Onkologie, Physiotherapie, Ernährungstherapie, Logopädie, Wundberatung sowie durch einen Sozialdienst. Leistungen der Supportbereiche, der Administration und der Führung sollen in Chur zentralisiert werden. Die bestehende Zusammenarbeit mit Belegärztinnen und Belegärzten soll weitergeführt werden. Das beschriebene Standortmodell muss noch vom Stiftungsrat des KSGR genehmigt werden. Dies wird voraussichtlich Ende Jahr der Fall sein.

27. Oktober 2021: Eine Projektgruppe aus Vertretern der Projekte «RivaCare» und «Zukunft Spital Walenstadt» wurde gebildet. In Walenstadt soll in den nächsten Jahren in unmittelbarer Nähe zum Spital Walenstadt das Zentrum Riva mit Wohneinheiten für betreutes Wohnen und Pflegewohnungen entstehen. Ziel der Projektgruppe ist es, im Februar 2022 erste Zwischenresultate betreffend Synergien zwischen den Projekten präsentieren zu können.

30. Juni 2021: Der Lenkungsausschuss hat vier Absichtserklärungen und einen Side Letter genehmigt. Die erste Absichtserklärung regelt die Sicherstellung des Spitalbetriebs am Standort Walenstadt während der Projektphase. In der zweiten Absichtserklärung wird das künftige mögliche Leistungsangebot des Spitals Walenstadt definiert. Die dritte Absichtserklärung legt die Kriterien der Übertragung von Mobilien, Geräten und Einrichtungen von der Spitalregion Rheintal Werdenberg Sarganserland zum Kantonsspital Graubünden als künftigen Betreiber des Spitals Walenstadt fest. Die vierte Absichtserklärung sieht die Übertragung von Land und Bauten des Spitals Walenstadt an die Sarganserländer Gemeinden für insgesamt 8 Millionen Franken vor. Durch die Genehmigung der vier Absichtserklärungen und des Side Letters wurde die erste von drei Phasen des Projekts abgeschlossen.

4. März 2021: Der Projektausschuss hat die Mitglieder des Sounding Boards gewählt. Im Sounding Board sind die Belegärzteschaft Sarganserland, die Ärztevereinigung Pizolcare, die Alters- und Pflegeheim Riva Care AG, die SPITEX Sarganserland, die Talgemeinschaft Sarganserland-Walensee, die GLP Sarganserland, die SVP Sarganserland, die CVP Sarganserland, die FDP Sarganserland, die SP Sarganserland und die Standortgemeinde Walenstadt vertreten. Die Liste der Mitglieder des Sounding Boards findet sich unter der Frage «Wer ist am Projekt beteiligt?».

22. Januar 2021: Der Kantonsrat hat im Zusammenhang mit der Verabschiedung der Strategie der St.Galler Spitalverbunde festgelegt, dass für den Standort Walenstadt eine Zusammenarbeit mit dem Kantonsspital Graubünden und dem Kantonsspital Glarus geprüft werden soll. Die Regierung ist an einer schnellen Klärung dieser Frage interessiert und hat den Projektauftrag genehmigt sowie die Projektorganisation festgelegt. Bis Ende 2022 soll die Zukunft des Spitals Walenstadt geklärt sein.

Das Wichtigste in Kürze

Der Standort Walenstadt bleibt vorerst ein Spital. Die Regierung prüft eine interkantonale Zusammenarbeit mit den Kantonsspitälern Glarus und Graubünden. Bis Ende 2022 soll die Zukunft des Spitals Walenstadt geklärt sein.

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