Im Projekt EPAFF werden Aufträge des Kantonsrates im Bereich der frühen Förderung bearbeitet. Ziel ist es, Kinder stärker zu fördern. Damit soll ihnen der Schulstart gelingen und die Schulen entlastet werden.
Was ist das Projekt EPAFF?
Im Projekt EPAFF werden verschiedene Aufträge des Kantonsrates im Bereich der frühen Förderung behandelt. Insbesondere wird geprüft, wie Kompetenzen von Kindern in den ersten Lebensjahren möglichst wirksam gefördert werden können. Das Projekt wird in einer breit aufgestellten Projektorganisation erarbeitet. Darin sind Kanton, Gemeinden sowie Schulgemeinden vertreten.
Wieso braucht es EPAFF?
Hintergrund ist unter anderem, dass die Schulen beim Eintritt von Kindern oftmals mit fehlenden sozialen, sprachlichen oder weiteren Kompetenzen konfrontiert sind. Die damit verbundenen Herausforderungen wirken sich nicht nur auf die betroffenen Kinder selbst aus, sondern belasten das ganze System «Schule (bzw. Kindergarten)». Zudem ist die Zeit vor Schulbeginn sehr wertvoll. So werden zentrale Weichen für die Entwicklung der Kinder gestellt. Beim Schuleintritt ist bereits wichtige Zeit zur Förderung verstrichen.
Welche Massnahmen schlägt EPAFF vor?
Die Regierung schlägt mit EPAFF ein umfassendes Massnahmenpaket vor. Dieses enthält mehrere Instrumente zur Stärkung der frühen Förderung, mit denen das Problem fehlender Kompetenzen beim Eintritt in die Volksschule wirksam angegangen werden kann:
- Eine Angebotspflicht für Gemeinden für ein bedarfsgerechtes, ganzheitliches und qualitativ adäquates Angebot der frühen Förderung;
- eine Konzeptpflicht für die Gemeinden zur Förderung der übergeordneten Betrachtung, der Vernetzung sowie der Abstimmung der Angebote innerhalb der Gemeinden;
- die Einführung eines niederschwelligen Prozesses, um Kinder mit relevantem Förderbedarf im Hinblick auf den Schuleintritt frühzeitig zu erkennen (sogenannter vorschulischer Erstkontakt mit einer Fachperson im Bereich der frühen Kindheit);
- Besuchsempfehlungen oder (falls eine Gemeinde das möchte) Besuchsobligatorien für Angebote der frühen Förderung auf Basis des Kontakts mit einer Fachperson im Bereich der frühen Kindheit (vgl. vorheriger Punkt).
Wie ist der aktuelle Stand von EPAFF?
Die Regierung hat die Sammelvorlage im Dezember 2025 verabschiedet und dem Kantonsrat zur Beratung zugeleitet. Die Unterlagen sind im Ratsinformationssystem neues Fenster unter der Geschäftsnummer 40.25.05 / 22.25.14 / 22.25.15 abrufbar.
Wie sieht der weitere Zeitplan aus?
Der weitere Zeitplan ist aktuell wie folgt geplant:
- Jahr 2026: Parlamentarischer Prozess und Referendum
- Ab 2027: Vollzugsbeginn (mit gewissen Übergangsfristen)
Noch offene Fragen?
Armando Bertozzi
Stv. Leiter Stab, Projektleiter EPAFF
