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Alle Jahre im Dezember wechselt der nationale und internationale Fahrplan. In gewissen Jahren führt dies zu grösseren Fahrplanänderungen.

Zusammenhänge

Einem Fahrplanwechsel geht ein mehrjähriger Planungsprozess voraus. Bus- und Bahnverbindungen werden angepasst und teilweise neu geplant. Auch muss das Angebot bestellt und finanziert werden. Die Fahrpläne von Fernverkehr, S-Bahn und Güterverkehr auf der Schiene und von den Bussen sind stark aufeinander abgestimmt. Oft werden vom Bund übergeordnete, nationale Konzepte vorgegeben, was zu Änderungen in der kantonalen oder regionalen Planung und somit auch im Angebot führt.

Antworten auf die Begehren zum Fahrplan 2021

In der zweiten Juni-Hälfte 2020 war die Bevölkerung eingeladen, eine Stellungnahme zum Fahrplanentwurf 2021 abzugeben. Das Amt für öffentlichen Verkehr hat zahlreiche Anfragen entgegengenommen. Die Antworten dazu und die daraus umgesetzten Angebotsverbesserungen sind nun publiziert.

Mit dem Fahrplanwechsel im Dezember 2020 ändern hauptsächlich auf der Strecke zwischen Zürich, St.Gallen und München die Fahrpläne. Im übrigen Streckennetz von Bahn und Bus sind nur minime Änderungen geplant. Trotzdem war das Interesse der Bevölkerung an der Mitwirkung gross. Rund 150 Begehren sind eingegangen. In Absprache mit den Nachbarkantonen, den Transportunternehmen und weiteren kantonalen Ämtern wurden diese geprüft und beantwortet. 

Verschiedene kleine Anliegen wurden berücksichtigt. Mit Verschiebungen im Minutenbereich werden beispielsweise Anschlüsse am Abend zwischen den letzten Verbindungen ermöglicht. Die Anliegen wurden berücksichtigt, sofern sie technisch machbar waren und die gesetzlichen Kriterien bezüglich Wirtschaftlichkeit erfüllt wurden. Weiter muss das Anliegen einem übergeordneten Kundenbedürfnis entsprechen. Umfassendere Vorschläge der Bevölkerung, die nicht kurzfristig umgesetzt werden können, fliessen in künftige Überlegungen zu Angebotskonzepten ein.

Eine grosse Zahl der Begehren betraf die Wiederöffnung der Bahnhaltestelle Algetshausen-Henau. Die Ortsteile Algetshausen und Henau sind gemäss kantonalem Raumkonzept dem Raumtyp «Landschaft mit kompakten Siedlungen» zugeordnet. Zur Bremsung der Zersiedelung sieht das Raumkonzept vor, dass das Bevölkerungswachstum nicht in diesen Gebieten, sondern primär in urbanen Verdichtungsräumen wie Uzwil oder Wil stattfindet. Ein S-Bahn-Halt würde zu einem grossen Druck auf die bestehenden, unbebauten Grünflächen führen. Der Kanton verzichtet deshalb auch aus raumplanerischen Gründen auf eine Wiedereinführung des Bahnhalts Algetshausen-Henau.

Die Übersicht zu sämtlichen Fahrplanänderungen ist im Internet abgelegt (https://www.fahrplan-ost.ch/). 

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