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Die Zeiten, in denen der Weg von Abbruchmaterialien direkt auf die Deponie führte, sind vorbei. Heute wird nicht mehr einfach nur abgebrochen, sondern "rückgebaut". Beim Rückbau werden die Abbruchmaterialien direkt auf der Baustelle sorgfältig getrennt und der dafür geeignete Teil anschliessend zu hochwertigen Recyclingbaustoffen wiederaufbereitet. Die entsprechenden Aufbereitungsanlagen für mineralische Bauabfälle im Kanton St.Gallen werden durch ein Branchen-Inspektorat kontrolliert.

AFU und Baumeisterverband arbeiten seit dem Jahr 2000 zusammen

Um den Ansprüchen der Bauwirtschaft gerecht zu werden, entstanden in den vergangenen Jahren auf dem Gebiet des Kantons St.Gallen insgesamt 142 Betriebe für das Recycling von Bauabfällen. Davon verfügten allerdings nur gerade 26 Anlagen über die dazu erforderliche behördliche Bewilligung. Dieser gesetzeswidrige Zustand bewog das Amt für Umwelt und Energie, auf 1. Januar 2000 mit dem kantonalen Baumeisterverband eine Vereinbarung über die Zusammenarbeit bei der Kontrolle der Recycling-Anlagen für mineralische Baustoffe abzuschliessen.

Kontrolle dem Brancheninspektorat übertragen

Zentraler Bestandteil der Abmachung ist das Übertragen von Kontrollaufgaben an das sogenannte Brancheninspektorat. Anstelle von AFU-Mitarbeitern prüfen Fachleute aus der Branche alle bestehenden Recycling-Anlagen für mineralische Baustoffe. Es wird kontrolliert, ob die Anlagen den gesetzlichen Bestimmungen zum Gewässerschutz, zur Luftreinhaltung (Abgase, Staub), zum Lärm- und Bodenschutz sowie zur Raumplanung genügen.

Bewährte Zusammenarbeit - veränderte Herausforderungen

Nach 16-jähriger Zusammenarbeit mit den Baustoffrecyclern ist diese von gegenseitigem Respekt und vom Engagement für das gute Recycling geprägt. Von den ursprünglich über 130 Betrieben sind heute noch 70 tätig. Im Kanton St.Gallen werden jährlich rund eine halbe Million Tonnen Bauabfälle zu Recyclingbaustoffen verarbeitet. Dank dem Baustoffrecycling können Materialkreisläufe geschlossen sowie Deponieraum und Ressourcen geschont werden.
Es ist schwierig Asphaltgranulat und Mischabbruch in genügenden Mengen abzusetzen. Der starke Franken und das günstige Kies aus dem nahen Ausland erschweren die Vermarktung der Recyclingbaustoffe zusätzlich.
Die Qualität der Recyclingprodukte muss weiterhin verbessert werden. Diese Baustoffe müssen vermehrt in hochwertigen Produkten, wie Recycling-Beton für den Wohnungsbau, eingesetzt werden. Damit lassen sich die zunehmenden Recycling-Mengen sinnvoll in den Stoffkreislauf zurückführen.

Geschäftsstelle Baustoffrecycling

Bedastrasse 39
Postfach
9201 Gossau

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