Die Gesamtexporte haben in allen Vergleichskantonen, ausser im Thurgau, abgenommen. Die Ausfuhren der Warengruppe Metalle, Maschinen, Fahrzeuge haben im Kanton Thurgau stark (+26,4%), im Kanton Zürich schwächer zugelegt, um rund 8 Prozent. Gesamtschweizerisch resultierte eine Zunahme um 2,3 Prozent. Der Kanton St. Gallen liegt mit einem Rückgang von knapp 10 Prozent vor den Kantonen Waadt (-14,4%) und Luzern (-12,8%). Schwächer ist die Abnahme im Aargau und im Tessin.
Die Warengruppe Metall, Maschinen und Fahrzeuge ist besonders wertschöpfungsintensiv und für den Kanton St.Gallen auch umsatzmässig bedeutsam. Auf diesen Bereich entfallen regelmässig über die Hälfte aller Exporte, in der ganzen Schweiz ist es rund ein Fünftel. Diese Waren sind als Investitionsgüter in besonderem Masse konjunktursensitiv und dadurch weniger saisonalen Schwankungen ausgesetzt als Konsumgüter wie etwa Nahrungsmittel. Veränderungen können daher als Indikator für den allgemeinen Verlauf der wirtschaftlichen Entwicklung angesehen werden.
Warenexporte umfassen die Summe der ins Ausland exportierten Waren (excl. Antiquitäten und Edelmetalle). In der Regel wird der Wert der Waren in Schweizer Franken wiedergegeben. Ausgeschlossen aus der Statistik sind folgende Waren, bei denen schon kleine Mengen grosse Schwankungen verursachen können: Perlen, Edelsteine, Gold, Silber, Münzen, Kunstwerke und Museumssammlungen. Das hier verwendete Total entspricht annähernd dem konjunkturellen Total, wie es die Eidgenössische Zollverwaltung ausweist. Die den Kantonen zur Verfügung stehenden Daten lassen eine identische Berechnung nicht zu. Die Abweichung ist aber geringfügig.
