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Wichtige Hinweise:

Aufgrund der besonderen Situation im Zusammenhang mit COVID-19 ist der Besuch von Gerichtsverhandlungen für Zuschauer sehr eingeschränkt.

Das Gericht entscheidet, ob während der Verhandlung eine Maskenpflicht für Besucher/innen, Medienschaffende oder Parteien/Verfahrensbeteiligte und Gericht besteht.

Akkreditierte Medienschaffende sind vorbehältlich eines formellen Ausschlusses der Öffentlichkeit grundsätzlich zu den Verhandlungen zugelassen, sofern die Vorschriften des BAG eingehalten werden können. Eine vorgängige telefonische Kontaktnahme mit der Gerichtskanzlei ist aber unerlässlich.

Andere Personen, die sich für den Besuch einer Gerichtsverhandlung interessieren werden gebeten, sich vorgängig bei der Gerichtskanzlei zu erkundigen, ob der Besuch einer Verhandlung möglich ist.

Verhandlungstermine können kurzfristig abgesagt oder verschoben werden.

Verhandlungstermine

Datum Zeit Zuständigkeit Ort  Betreff
27.09.2022 14:00 Einzelrichter A Strafsache betreffend mehrfache Beschimpfung und Hinderung einer Amtshandlung: Dem  Beschuldigten wird vorgeworfen, zwei Polizisten im Dienst als "Amateure, Looser und Schnuderbuben" bezeichnet zu haben und – als ihn diese einer Personenkontrolle unterziehen wollten – von der Örtlichkeit entfernt zu haben. Die Aufforderung, stehen zu bleiben, habe er ignoriert bzw. ihr keine Folge geleistet. Die Staatsanwaltschaft beantragt dafür eine unbedingte Geldstrafe von 40 Tagessätzen. 
29.09.2022 09:00 Einzelrichter A Dem Beschuldigten wird vorgeworfen, wegen Bautätigkeiten auf dem Nachbargrundstück mehrere E-Mails an den Privatkläger und in Kopie an einen Mitarbeiter des Grundbuchamtes sowie an den Gemeindepräsidenten der Gemeinde Mels gesandt zu haben, welche u.a. den Betreff "Gauner der Nation" enthalten und folgenden Inhalt aufgewiesen haben: "Gemäss beiliegendem Bild haben Sie z.T. bis über 50 cm auf unserem Grundstück den Schotter abtragen lassen, unsere Mauer beschädigt und mit Humus wieder nachgefüllt. Es stellt sich ernsthaft die Frage, was Sie sich erlauben auf fremden Grundstücken Änderungen und Baggerarbeiten vorzunehmen. Sie haben uns schriftlich mitgeteilt, dass wir auch bei solchen Misstaten mit Ihren Unternehmern nicht sprechen dürfen und sich direkt an Sie wenden müssen. […]" Dadurch habe sich der Beschuldigte der mehrfachen üblen Nachrede schuldig gemacht. Die Staatsanwaltschaft beantragt eine Bestrafung von 30 Tagessätzen und einer Busse von CHF 1'020.00. 
29.09.2022 14:00 Kreisgericht A Der Beschuldigte war Halter zweier Pferde. Ihm wird vorgeworfen, bauliche Mängel am Stall nicht behoben zu haben. Ausserdem sei die Fütterung und Pflege der Pferde ungenügend gewesen. Die Pferde hätten keinen sauberen Stall mit ausreichender genügender Einstreu und sauberes Trinkwasser zur Verfügung gehabt. Die Mangelernährung habe bei einem Pferd zu einem Verlust aller eigenen Fettreserven geführt und das Pferd sei unmittelbar vor dem Verhungern gewesen. Der Beschuldigte habe zudem trotz Tierhalterverbot einen Hund gehalten und nicht registriert.

Weiter habe sich der Beschuldigte mehrere Gegenstände behändigt und das Einkaufscenter ohne Bezahlung verlassen. Ein weiteres Mal sei er unberechtigt in eine Stallung eingedrungen. Als er vom Eigentümer gestellt wurde, habe er diesen zu Boden gestossen.

Weiter wird dem Beschuldigten vorgeworfen, mehrfach auf Rechnung seiner vormaligen Arbeitgeberin diverse Gerätschaften gekauft zu haben, ohne dazu einen entsprechenden Auftrag gehabt zu haben. Ausserdem sei der Beschuldigte regelmässig mit dem Firmenfahrzeug zu den jeweiligen Arbeitsstellen gefahren, obwohl er über keine Fahrberechtigung verfügt habe.

Die Staatsanwaltschaft beantragt eine Freiheitsstrafe von 15 Monaten. Weiter sei der Beschuldigte zu einer Busse von CHF 1'300.00 zu verurteilen. Ausserdem sei die früher ausgefällte bedingte Geldstrafe von 90 Tagessätzen zu CHF 50.00 zu vollziehen.
06.10.2022 09:00 Kreisgericht A Dem Beschuldigen wird vorgeworfen, zu einem nicht näher bekannten Zeitpunkt vor dem 29. November 2018 ca. 881 Gramm Amphetamin mit einem Reinheitswert von ca. 14.5% im Internet erworben und an die Adresse eines Paketshops in Deutschland in Grenznähe bestellt zu haben. Bevor die Auslieferung vom Paketshop erfolgen konnte, wurde das bestellte Amphetamin durch die deutschen Behörden sichergestellt. Anlässlich der Hausdurchsuchung vom 26. Mai 2021 am Wohnort des Beschuldigten konnten zudem 1'265 Gramm Amphetamin (Reinheitswert von ca. 14%), eine Kleinmenge MDMA sowie fünf Wurfsterne, ein Schlagring, sowie diverse Munition sichergestellt werden. Zudem wird dem Beschuldigten vorgeworfen in der Zeit von 1. Januar 2019 bis am 26. Mai 2021 insgesamt 150 Gramm Amphetamin (Reinheitswert von ca. 15.6%) veräussert zu haben. Des Weiteren soll der Beschuldigte regelmässig Amphetamin und unregelmässig MDMA konsumiert haben. Die Staatsanwaltschaft beantragt im Wesentlichen eine bedingte Freiheitsstrafe von 20 Monaten, unter Ansetzung einer Probezeit von 2 Jahren sowie eine Busse von CHF 500.00. 
21.10.2022;
25.10.2022;
26.10.2022;
28.10.2022;
31.10.2022;
02.11.2022;
04.11.2022
jeweils
ab 09:00
Kreisgericht B Dem Beschuldigten wird gewerbsmässiger Betrug, mehrfacher Betrug, mehrfacher Betrugsversuch, mehrfache Veruntreuung, mehrfache qualifizierte Veruntreuung, mehrfache ungetreue Geschäftsbesorgung, Misswirtschaft, Unterlassung der Buchführung, Einführen sowie Erwerben und Lagern falschen Geldes, Verleumdung sowie ordnungswidrige Führung der Geschäftsbücher vorgeworfen. Die Gesamtdeliktssumme beläuft sich gemäss Staatsanwaltschaft auf rund CHF 3.87 Millionen bei 30 Geschädigten.
Der erste Sachverhaltskomplex soll den Tatvorwurf des gewerbsmässigen Betrugs im Zeitraum zwischen Juni 2016 und September 2019 betreffen, in welchem dem Beschuldigten vorgeworfen wird zunächst bis ca. Sommer 2017 zum Nachteil von Investoren und Aktionären mit falschen Angaben Investorengelder für sein Unternehmen im Umfang von CHF 567'000.00 ertrogen zu haben. Ab Sommer 2017 soll der Beschuldigte seine Vorgehensweise geändert haben, indem er Investoren angeblich lukrative Objektinvestitionen schmackhaft gemacht haben soll, jedoch von Beginn an nie vorgehabt habe, die hierfür eingenommenen Investorengelder in die angegebenen Objekte/Projekte zu investieren. Er soll die Gelder stattdessen aufgrund ausbleibender regulärer Geschäftseinnahmen aus Immobilienverkäufen bei gleichzeitig viel zu hoher Kostenstruktur für den laufenden Betrieb seiner Unternehmen sowie zu seiner persönlichen Bereicherung eingesetzt haben. Der Beschuldigte soll weiter für das WEF 2020 Wohnungen und Liegenschaften gegen Vorleistung zur Miete ohne Wissen und Einverständnis der Eigentümer angeboten haben und sich an den Vorauszahlungen persönlich bereichert haben. Dieser Sachverhaltskomplex soll eine Deliktssumme von rund CHF 2.36 Millionen umfassen. Der Sachverhaltskomplex zwei, welcher eine Deliktssumme von rund CHF 0.99 Millionen umfassen soll, soll den Tatvorwurf der qualifizierten Veruntreuung zum Nachteil von Kunden zweier seiner Unternehmen betreffen, welche als Immobilienmaklerinnen am Markt aufgetreten sein sollen. Dem Beschuldigten wird in diesem Zusammenhang vorgeworfen, als verantwortlicher Makler und Treuhänder ihm anvertrauten Reservationszahlungen und Kaufpreiszahlungen zum Nachteil der Kunden verwendet zu haben, obwohl ihm bewusst gewesen sein soll, dass diese zwei Unternehmen aufgrund ihrer angespannten Finanzlage nicht ersatzfähig sein würden. Der dritte Sachverhaltskomplex betrifft den Vorwurf der ungetreuen Geschäftsbesorgung zum Nachteil eines seiner Unternehmen, durch Privatbezüge sowie Überweisungen ins Ausland. Die Deliktssumme soll CHF 0.52 Millionen umfassen. Der Sachverhaltskomplex vier soll Konkursdelikte zum Nachteil eines seiner Unternehmen betreffen, wobei der Tatvorwurf der Misswirtschaft sowie der Unterlassung der Buchführung im Vordergrund stehen. Weiter wird dem Beschuldigten vorgeworfen im Sommer 2019 falsche Euro-Banknoten im Umfang von EUR 602'000.00 von Italien in die Schweiz verbracht und aufbewahrt zu haben.
Die Staatsanwaltschaft beantragt im Wesentlichen eine Freiheitsstrafe von 10 Jahren, eine Busse von CHF 1'000.00 sowie ein Berufsverbot für die Dauer von 5 Jahren nach Entlassung aus dem Strafvollzug in der Immobilien-, Treuhand- und Finanzbranche. Des Weiteren sei ihm generell zu untersagen, als Organ einer juristischen Person oder Handelsgesellschaft in Erscheinung zu treten. Es sei ihm jegliche Vermögensverwaltung für Drittpersonen zu untersagen. Zudem sei ihm zu verbieten, sich von Dritten Vollmachten für Bankkonten ausstellen zu lassen oder Gelder und andere Vermögenswerte Dritter treuhänderisch entgegenzunehmen, zu verwalten, weiterzuleiten oder sonst wie darüber zu verfügen.
Die Verhandlung findet im Theorielokal der Feuerwehr Pizol, Bachstrasse 66, 8887 Mels statt.
25.10.2022 08:30 Einzelrichter A Strafsache betreffend grobe Verletzung der Verkehrsregeln (Einsprache): Dem Beschuldigten wird vorgeworfen, mit seinem Auto innerorts statt mit den erlaubten 50 km/h mit 89 km/h unterwegs gewesen zu sein. Nach Abzug des Sicherheitsabzug von 5 km/h bleiben rechtlich relevante 34 km/h zu viel. Die Staatsanwaltschaft beantragt eine unbedingte Geldstrafe von 50 Tagessätzen zu CHF 80.00.
26.10.2022 09:00 Kreisgericht A Dem Beschuldigten wird mehrfacher Diebstahl (teilweise Versuch), mehrfache Sachbeschädigung sowie mehrfacher Hausfriedensbruch vorgeworfen. Er soll bei den zehn vorgeworfenen Einbruchdiebstählen jeweils nach gleichem Modus Operandi vorgegangen sein: Gewaltsames Eindringen in ein meist in einem weniger dicht besiedelten Ortsteil gelegenen (Einfamilien)Haus, deren Bewohner abwesend waren, vorzugsweise durch Einschlagen einer Scheibe/Glastür oder Aufschrauben/Aufbrechen des Zylinderschlosses der Haustür, anschliessendes Durchsuchen sämtlicher Räume und Behältnisse mit Entwendung von hauptsächlich Schmuck und Bargeld sowie Verbringung des Deliktsgutes nach Litauen zum Verkauf über das Internet oder bei Goldhändlern. Die Staatsanwaltschaft beantragt im Wesentlichen eine Freiheitsstrafe von 15 Monaten unbedingt sowie eine Landesverweisung für 10 Jahren. 
28.10.2022 14:00 Kreisgericht A Forderungen aus Maklerverträgen: Die Klägerin verlangt von den Beklagten die Vergütung von CHF 30'909.90 sowie eine Entschädigung von CHF 27'786.60 infolge zwei abgeschlossener Maklerverträge.
Die Beklagten beantragen die Abweisung der Klage. 
09.11.2022 09:00 Einzelrichter A Strafsache betreffend mehrfachen Ungehorsam des Schuldners im Betreibungs- und Konkursverfahren (Einsprache): Dem Beschuldigten wird vorgeworfen, verschiedenen Aufforderungen des Betreibungsamtes, sich dort einzufinden, keine Folge geleistet zu haben. Die Staatsanwaltschaft beantragt eine Busse von CHF 400.00.
11.11.2022 09:00 Einzelrichter A Der Beschuldigten wird vorgeworfen, am 20. Dezember 2021 den Gartenzaun ihrer Nachbarin abgerissen und entsorgt zu haben. Die Staatsanwaltschaft beantragt eine Schuldspruch wegen Sachbeschädigung und unrechtmässiger Aneigung und als Strafe eine Geldstrafe von 20 Tagessätzen sowie eine Busse von CHF 400.00. 
24.11.2020 09:00 Einzelrichter A Strafsache betreffend Widerhandlung gegen das Waffengesetz (Einsprache): Dem Beschuldigten wird vorgeworfen, er habe ein verbotenes Klappmesser mit Federunterstützung im Internet bestellt und sich dieses in die Schweiz liefern gelassen. Die Staatsanwaltschaft beantragt eine Geldstrafe von 30 Tagessätzen zu je CHF 60.00, wobei der bedingte Strafvollzug zu gewähren sei unter Ansetzung einer Probezeit von zwei Jahren, eventualiter eine Busse von CHF 300.00.

Verhandlungsort:
A = Bahnhofstrasse 10, 8887 Mels
B = auf Anfrage

Aus Platzgründen wird insbesondere Besuchergruppen empfohlen, sich frühzeitig anzumelden. Verhandlungstermine können kurzfristig angesetzt, abgesagt oder verschoben werden.