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Verhandlungstermine

Datum Zeit Zuständigkeit Ort  Betreff
03.09.2019 14:00 Einzelrichter A Strafsache betreffend Gefährdung des Lebens, Hausfriedensbruch, Verbrechen (Rasertatbestand) und mehrfache Vergehen gegen das Strassenverkehrsgesetz, Vergehen gegen das Betäubungsmittelgesetz (abgekürztes Verfahren): Der Beschuldigte, der keinen Führerausweis besass, entwendete einen nicht eingelösten Personenwagen in Gams. Daran montierte er ein Kontrollschild, welches er zuvor entwendet hatte, hinten an das Fahrzeug. Etwas später wurde eine Polizeipatrouille in der Nähe des Bahnhofs Rorschach auf das nur mit einem Kennzeichen versehene Fahrzeug aufmerksam und beabsichtigte den Beschuldigten einer Kontrolle zu unterziehen. Dieser stoppte sein Fahrzeug. Als die Polizeibeamten aus ihrem Fahrzeug ausstiegen, gab der Beschuldigte plötzlich Gas und flüchtete vor der Kontrolle in Richtung Zentrum von Rorschach und konnte vorerst entkommen. Auf seiner Flucht fuhr der Beschuldigte anschliessend auf ein Firmenareal und durchbrach dort eine Barriere. Aufgrund der Meldung des dortigen Sicherheitsdienstes konnte die Polizei den Beschuldigten erneut antreffen. Als das Patrouillenfahrzeug jedoch das Blaulicht und Wechselklanghorn einschaltete, beschleunigte der Beschuldigte sein Fahrzeug massiv und versuchte erneut zu flüchten. Während der darauffolgend Fluchtfahrt fuhr der Beschuldigte innerorts (signalisierte Höchstgeschwindigkeit 50 km/h) teilweise mit einer Geschwindigkeit von über 100 km/h. Er überfuhr mit übersetzter Geschwindigkeit die Sicherheitslinie und geriet dabei komplett auf die Gegenfahrbahn. Bei einer Baustelle überfuhr der Beschuldigte die Mittelinsel und passierte den einspurigen Baustellenbereich trotz Rotlicht. Dabei kamen ihm zwei Motorradfahrer entgegen, welche auf das Trottoir ausweichen mussten, um einer Frontalkollision mit dem Pw zu entgehen. Später befuhr er ein Trottoir. In einer Linkskurve touchierte er auf der falschen Fahrspur fahrend den Randstein mit seinen linken Rädern, wodurch diese beschädigt wurden. Schliesslich hielt er sein beschädigtes Fahrzeug an und konnte festgenommen werden. Die Auswertung der bei ihm anschliessend entnommenen Blut- und Urinprobe, war auf Kokain und Methadon positiv, wobei die ermittelten Werte deutlich über dem Grenzwert lagen. Zudem lenkte der Beschuldigte das Fahrzeug ohne im Besitze eines gültigen Führerausweises zu sein in angetrunkenem Zustand. Im Auto des Beschuldigten konnten sodann 0.4 Gramm Kokain und 47.5 Gramm Marihuana mit einem THC-Gehalt von 8% sichergestellt werden. Bei einer anschliessenden Hausdurchsuchung wurden nochmals 14.4 Gramm Marihuana mit einem THC-Gehalt von 2.4% sichergestellt. Weiter wird ihm vorgeworfen, eine Coop-Filiale trotz Hausverbots betreten zu haben.
12.09.2019 14:00 Einzelrichter A Strafsache betreffend einfache Verletzung der Verkehrsregeln, grobe Verletzung der Verkehrsregeln, Pflichtwidriges Verhalten bei Unfall und Vereitelung von Massnahmen zur Feststellung der Fahrunfähigkeit: Der Beschuldige soll nachts die Bahnhofstrasse in Buchs, welche mit 20 km/h signalisiert ist, mit 50 km/h befahren haben. Ende der Bahnhofstrasse habe er beim Linksabbiegen zu stark beschleunigt, die Kontrolle über das Fahrzeug verloren und sei in die Eingangstüre der gegenüberliegenden Liegenschaft geprallt. Mit dem Unfallauto habe er die Unfallstelle verlassen, ohne den Geschädigten oder die Polizei zu benachrichtigen. Dabei habe er auch damit rechnen müssen, dass die Polizei Massnahmen zur Feststellung der Fahrunfähigkeit getroffen hätte.
17.09.2019 09:00 Kreisgericht A Strafsache: Dem Beschuldigten wird vorgeworfen, seine Ehefrau mehrfach am gemeinsamen Wohnort vergewaltigt zu haben. Die Staatsanwaltschaft verlangt eine Freiheitsstrafe von 30 Monaten, wovon 15 Monate unbedingt auszusprechen seien. Für die restlichen 15 Monate sei der bedingte Strafvollzug zu gewähren unter Ansetzung einer Probezeit von 3 Jahren. Der Beschuldigte bestreitet, die Taten begangen zu haben.
18.09.2019 09:00 Einzelrichter A Strafsache: Dem Beschuldigten wird vorgeworfen, vor dem Hintergrund seiner psychischen Erkrankung anlässlich der Überprüfung seines IV-Rentenanspruchs ein konkretes Feindbild in Form der damals involvierten Sozialversicherungsangestellten entwickelt zu haben und gegenüber Drittpersonen (u.a. Psychiater und Polizei) die Absicht geäussert zu haben, diese Mitarbeiterin zu töten.
25.09.2019 14:00 Einzelrichter A Strafsache: Der Beschuldigten wird vorgeworfen, ihren Personenwagen am 2. August 2018 auf der Autobahnausfahrt in Trübbach (aus Richtung Chur kommend) bei der Wartelinie vollständig zum Stillstand gebracht zu haben und beim anschliessenden langsamen Links-Abbiegen mit einem vortrittsberechtigen Personenwagen kollidiert zu haben. Trotz beträchtlichem Sachschaden habe sie sich vom Unfallort entfernt, ohne sich darum zu kümmern. Sie sei zu diesem Zeitpunkt in fahrunfähigem Zustand gewesen, da sie unter dem Einfluss von diversen Medikamenten gestanden habe. Im Urin habe zudem das Kokain-Abbauprodukt Benzoylecgonin festgestellt werden können.
01.10.2019 09:00 Einzelrichter A Strafsache: Dem Beschuldigten wird vorgeworfen, zwischen Mitte November 2016 und 4. Dezember 2016 unter 5 bis 7 Mal nachts bei zwei Firmen insgesamt rund 120 Gasflaschen entwendet und diese in der Folge mittels gefälschten Depotkarten in verschiedenen Getränkemärkten zurückgebracht und auf diese Weise rund CHF 7'600.00 am Depotgebühren kassiert zu haben. Dadurch habe er sich des mehrfachen Hausfriedensbruchs, des mehrfachen Diebstahls und des mehrfachen Betrugs strafbar gemacht. Ausserdem wird ihm vorgeworfen, durch das Ein- und Mitführen einer Soft-Air-Pistole gegen das Waffengesetz verstossen zu haben. Schliesslich wird dem Beschuldigten vorgeworfen, im innerortsbereit mit rechtlich relevanten 25km/h zu schnell gefahren zu sein. Die Staatsanwaltschaft beantragt eine Geldstrafe von 180 Tagessäzten à CHF 30.00, bedingt aufgeschoben mit einer Probezeit von 3 Jahren, und eine Busse von CHF 600.00 (ersatzweise eine Freiheitsstrafe von 20 Tagen), unter Anrechnung der Untersuchungshaft von 4 Tagen. Ausserdem sei eine Landesverweisung für 5 Jahre auszusprechen.

Verhandlungsort:
A = Bahnhofstrasse 10, 8887 Mels
B = auf Anfrage

Aus Platzgründen wird insbesondere Besuchergruppen empfohlen, sich frühzeitig anzumelden. Verhandlungstermine können kurzfristig angesetzt, abgesagt oder verschoben werden.