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Während der Dauer der aktuellen Coronapandemie gelten für die Durchführung von Verhandlungen des Kreisgerichts die folgenden Einschränkungen:

Parteien und ihre Vertretungen wie auch Zuschauerinnen und Zuschauer haben die bekannten Abstandsempfehlungen und Hygienevorschriften einzuhalten.

Personen, die krank sind oder Erkältungssymptome haben, werden zu Verhandlungen nicht zugelassen.

Die Möglichkeit zum Besuch von Gerichtsverhandlungen ist stark eingeschränkt. Akkreditierte Medienschaffende sind vorbehältlich eines formellen Ausschlusses der Öffentlichkeit ohne Voranmeldung zugelassen, sofern ein hinreichend grosser physischer Abstand zwischen allen Verhandlungsteilnehmenden gewährleistet werden kann. Über die Zulassung weiterer Zuschauerinnen und Zuschauer entscheidet die Verfahrensleitung unter Berücksichtigung der Situation vor Ort.

Verhandlungstermine

Datum Zeit Zuständigkeit Ort  Betreff
20.10.2020 08:00 Einzelrichter III F Strafsache betreffend harte Pornografie (tatsächliche sexuelle Handlungen mit Minderjährigen). Dem Beschuldigten wird vorgeworfen, über sein Facebookprofil eine Videodatei an einen anderen Nutzer versendet zu haben, welche einen 12- bis 14-jährigen nackten Jugendlichen gezeigt haben soll, an dem von einer anderen männlichen Person der ungeschützte Analverkehr vollzogen worden sein soll. Die Staatsanwaltschaft beantragt eine bedingte Geldstrafe von 60 Tagessätzen zu CHF 50.00, sowie eine Busse von CHF 500.00. Es sei eine Landesverweisung von 5 Jahren auszusprechen und ein lebenslängliches Tätigkeitsverbot auszusprechen. 
20.10.2020 08:30 Kreisgericht III  G Strafsache betreffend Raub, mehrfachen Diebstahl etc. Die Anklageschrift umfasst 23 Sachverhalte betreffend den Zeitraum März 2017 bis Februar 2019, insbesondere Vermögensdelikte. Der Beschuldigte ist mehrfach vorbestraft; in diesem Zusammenhang steht eine Rückversetzung in den Strafvollzug (Reststrafe 369 Tage) im Raum. Die Staatsanwaltschaft beantragt diese Rückversetzung unter Bildung einer Gesamtfreiheitsstrafe von zwei Jahren; zudem eine Busse von Fr. 1'000.– und eine Landesverweisung für fünf Jahre. Der Beschuldigte wurde im April 2019 vor Anklageerhebung in sein Heimatland ausgeschafft, wolle sich aber dem Verfahren stellen und an der Hauptverhandlung teilnehmen. 
21.10.2020 14:15 Kreisgericht III G Strafsache betreffend qualifizierte Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz. Dem Beschuldigten wird vorgeworfen, im Zeitraum 12.02.2020 – 25.02.2020 im Hagenbuchwald in St. Gallen fast täglich ein bis maximal vier Päckchen Heroingemisch zu einem Preis von CHF 30.00 pro Gramm verkauft zu haben. Am 26. Februar 2020 soll sich der Beschuldigte am gleichen Ort mit einer unbekannten Person getroffen haben, um Heroingemisch zu verkaufen. Ausserdem soll er weiter im Waldinnern ein Einmachglas mit mehreren Minigrip gefüllt mit Heroingemisch versteckt haben. Am 27. Februar 2020 soll der Beschuldigte mit einer weiteren Person geflüchtet sein, als diese auf dem Weg zum Versteck zwei Polizeibeamte erblickt haben sollen.   In diesem Versteck sollen sich ca. 85 Gramm Heroingemisch, abgepackt in 18 Minigrip befunden haben. Die Staatsanwaltschaft beantragt eine teilbedingte Freiheitsstrafe von 36 Monaten, wovon 12 Monate zu vollziehen seien. Ausserdem sei der Beschuldigte für zehn Jahre des Landes zu verweisen. 
22.10.2020 08:30 Einzelrichter III G Strafsache betreffend Überlassen eines Motorfahrzeuges an einen Führer ohne erforderlichen Ausweis; Einsprache gegen Strafbefehl. -
Der Beschuldigte soll einer ihm bekannten Person seinen Personenwagen zur Nutzung überlassen haben. Dabei habe er sich nicht erkundigt, ob diese Person über einen gültigen Führerausweis verfügte. Weil dem nicht so gewesen sei, habe der Beschuldigte gemäss der Anklage pflichtwidrig gehandelt und soll wegen Überlassens eines Motorfahrzeugs an einen Führer ohne erforderlichen Ausweis schuldig gesprochen werden. Er soll weiter zu einer bedingt zu vollziehenden Geldstrafe sowie zu einer Busse verurteilt werden.
22.10.2020 14:00 Kreisgericht III G Strafsache betreffend Vergewaltigung, Drohung, Landfriedensbruch, Raufhandel, Widerhandlung gegen das Strassenverkehrsgesetz, Beschimpfung, Hinderung einer Amtshandlung, Tätlichkeiten und Übertretung des Betäubungsmittelgesetzes. Dem Beschuldigten wird vorgeworfen, u.a. im Sommer 2018 seine damalige Partnerin gegen ihren Willen zum Geschlechtsverkehr gezwungen und ihr mehrmals gedroht zu haben, dass er mit ihrem gemeinsamen Sohn verschwinden werde. Im Frühjahr 2017 soll sich der Beschuldigte an einer tätlichen Auseinandersetzung von zwei Per-sonengruppen beteiligt haben und bei einer anschliessenden Abklärung der Polizei den Zugang zu seiner Wohnung verweigert haben. Anlässlich eines Fussballspiels im März 2019 soll sich der Beschuldigte an gewalttätigen Ausschreitungen zwischen Anhängern der beiden Clubs an vor-derster Front beteiligt und sich gegen die anschliessende Festnahme durch die Polizei gewalt-sam gewehrt haben. Schliesslich soll er im Zeitraum 2016 – 2019 regelmässig Betäubungsmittel verschiedenster Gattungen konsumiert haben. Die Staatsanwaltschaft verlangt Schuldsprüche in den eingangs erwähnten Tatbeständen und beantragt eine unbedingte Freiheitsstrafe von 44 Monaten sowie eine bedingte Geldstrafe. Fortsetzung der Verhandlung vom 2. Juli 2020.
23.10.2020 14:00 Einzelrichter III G Strafsache betreffend Vergehen gegen das Betäubungsmittelgesetz; Einsprache gegen Strafbefehl.
Der Beschuldigte habe gemäss der Anklage am 27. Februar 2020 in einem Lokal in der Stadt St. Gallen 0.7 g Heroin für Fr. 50.00 verkauft. Die Staatsanwaltschaft beantragt einen Schuldspruch wegen Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz sowie die Verurteilung zu einer Geldstrafe von 20 Tagessätzen.
27.10.2020 08:00 Kreisgericht III G Strafsache betreffend Diebstahl, mehrfache Sachbeschädigung, mehrfache Drohung, etc. Dem Beschuldigten wird u.a. vorgeworfen, am 1. Dezember 2018 in St.Gallen-Winkeln durch eine zuvor mittels Steinwurf beschädigte Glastüre in eine Geschäftsliegenschaft eingedrungen zu sein und Portemonnaies mit Bargeld entwendet zu haben, mit welchem er  in einem Nachtlokal 4-5 Gramm Kokain gekauft und sogleich konsumiert habe. Im Januar 2019 soll er durch Video-, WhatsApp- und Sprachnachrichten seine Ex- und eine weitere Frau mit Morddrohungen total verängstigt haben. Unter Alkoholkonsum zur Senkung seiner Hemmschwelle habe er Vorbereitungen getätigt für ein Gewaltverbrechen gegenüber den beiden Opfern. Er habe mehrere Waffen gesammelt: Schlagstock, Elektroschockgerät, Pfefferpistole sowie 5 Fleischmesser und sich anschliessend am Wohnort der beiden Frauen in Oberuzwil ohne Licht ins Mehrfamilien-Haus geschlichen, im Erdgeschoss die Sicherungen der beiden Wohnungen herausgedreht und sich auf die Lauer gelegt. Durch die Intervention der KaPo sei er dann gestoppt worden. – Die Staatsanwaltschaft beantragt eine bedingte Freiheitsstrafe von 18 Monaten, Probezeit 3 Jahre, eine bedingte Geldstrafe von 50 Tagessätzen und eine Busse von CHF 200.
28.10.2020 09:00 Kreisgericht III G Strafsache betreffend Nötigung, Vergehen gegen das Betäubungsmittelgesetz, Widerhandlungen gegen das Strassenverkehrsgesetz, Sachbeschädigung, etc. Dem Beschuldigten wird u.a. vorgeworfen, im Zusammenhang mit einem fingierten Rechtsgeschäft zwischen zwei Firmen, in der Rolle als Geldeintreiber mitgewirkt zu haben. Dabei soll der Beschuldigte mit einem Komplizen in der Firma des Schuldners aufgetaucht und in seiner Jacke ein Beil mitgeführt haben. Als der Schuldner nicht in der Lage gewesen sein soll zu bezahlen, sollen der Beschuldigte und sein Komplize sämtliche Fahrzeugschlüssel und Fahrzeugpapiere als Sicherheit für den geschuldeten Betrag von CHF 41'000.00 mitgenommen haben. Dem Beschuldigten wird auch Konsum und Verkauf von Marihuana und das Lenken eines Personenwagens, ohne im Besitz eines gültigen Fahrzeugausweises gewesen zu sein, vorgeworfen. Die Staatsanwaltschaft beantragt eine teilbedingte Freiheitsstrafe von 36 Monaten, wovon 12 Monate zu vollziehen seien und eine Geldstrafe (unter Einbezug einer Strafe der Staatsanwaltschaft Zürich) von 180 Tagessätzen zu CHF 30.00 sowie einer Busse von CHF 900. 
28.10.2020 G Kreisgericht III G Strafsache betreffend Anstiftung zu mehrfacher Nötigung und geringfügiger Sachbeschädigung. Dem Beschuldigten wird vorgeworfen, als Gesellschafter einer Firma mit zwei Komplizen in einem fingierten Rechtsgeschäft mitgewirkt zu haben. Der Verkauf eines Staplers, welcher nie existiert haben soll, soll aufgrund eines fingierten Kaufvertrages mit einer Vorauszahlung von CHF 41'000.00 erfolgt sein. Einer der Komplizen soll ein Angestellter der Käuferfirma gewesen sein und soll sich das Geld zur Überbrückung finanzieller Engpässe besorgen haben wollen. Als dieser schliesslich nicht mehr in der Lage gewesen sein soll, das Geld zurückzubezahlen, soll der Beschuldigte zwei weitere Komplizen mit dem Eintreiben der Forderung durch Gewalteinwirkung beauftragt haben. Diese sollen, bewaffnet mit einem Beil, den Komplizen der Käuferfirma aufgesucht und diesen massiv bedroht haben. Die Staatsanwaltschaft beantragt eine teilbedingte Freiheitsstrafe von 32 Monaten, wovon 8 Monate zu vollziehen seien. Ausserdem wird eine bedingte Geldstrafe von 80 Tagessätzen zu CHF 30.00 und eine Busse von CHF 300.00 beantragt. 
28.10.2020 09:00 Kreisgericht III G Strafsache betreffend Nötigung, Sachbeschädigung, Vergehen gegen das Waffengesetz.
Dem Beschuldigten wird vorgeworfen, im Zusammenhang mit einem fingierten Rechtsgeschäft zwischen zwei Firmen, in der Rolle als Geldeintreiber mitgewirkt zu haben. Dabei soll der Beschuldigte mit einem Komplizen in der Firma des Schuldners aufgetaucht und sich einem mitgeführten Beil behändigt haben. Er soll dieses mit der scharfen Kante über die Hand des Schuldners geführt haben und diesem gedroht haben, ihm die Finger abzuhacken. Als der Schuldner nicht in der Lage gewesen sein soll zu bezahlen, sollen der Beschuldigte und sein Komplize sämtliche Fahrzeugschlüssel und Fahrzeugpapiere der Firma als Sicherheit für den geschuldeten Betrag von CHF 41'000.00 mitgenommen haben. Die Staatsanwaltschaft beantragt eine teilbedingte Freiheitsstrafe von 35 Monaten, wovon 9 Monate zu vollziehen seien und eine Geldstrafe von 30 Tagessätzen zu CHF 30.00 sowie einer Busse von CHF 300.00.
29.10.2020 13:30 Einzelrichter III G Strafsache betreffend sexuelle Nötigung, einfache Körperverletzung, Drohung sowie Tätlichkeiten. An-geklagt sind zwei Vorfälle von häuslicher Gewalt im Sommer 2018. Beantragt werden eine bedingte zehnmonatige Freiheitsstrafe und eine bedingte Geldstrafe sowie eine Busse. Zudem sollen zwei be-dingte Vorstrafen (Geldstrafen) vollzogen werden. 
02.11.2020 14:00 Einzelrichter III G Strafsache betreffend Drohung, versuchte Nötigung. - Im März 2011 wurde aufgrund einer Strafanzeige der Sozialversicherungsanstalt des Kantons St.Gallen ein Verfahren wegen Verdacht des Betrugs und Widerhandlung gegen das IV-Gesetz im Zusammenhang mit vom Beschuldigten bezogenen IV-Renten eingeleitet, nachdem ein Mitarbeiter auf Anweisung seines Vorgesetzten Feststellungen betreffend den Beschuldigten gemeldet hatte. Dem Beschuldigten wird nun im Wesentlichen vorgeworfen, er habe jenen Mitarbeiter der Sozialversicherungsanstalt am 15. Juni 2019 in einem Einkaufszentrum erkannt, sei ihm nachgelaufen, habe ihn auf das seit 2011 laufende IV-Verfahren angesprochen und u.a. hasserfüllt vorgeworfen, er habe sein Leben ruiniert, er sei schuld am Tod seiner Tochter. Er habe ihm gedroht, diese Schuld müsse mit Blut beglichen werden; er wisse, dass der Mitarbeiter zwei Kinder habe, und er solle aus der Gemeinde wegziehen. – Die Staatsanwaltschaft beantragt eine unbedingte Geldstrafe von 70 Tagen; auf den Widerruf einer im 2017 bedingt ausgesprochenen Freiheits- und Geldstrafe sei zu verzichten.
04.11.2020 08:30 Einzelrichter III F Strafsache betreffend Widerhandlung. gegen das Immissionsschutzreglement der Stadt St.Gallen (Nachtruhestörung durch Musiklärm); Einsprache gegen Strafbefehl.
Dem Stellvertreter des Patentinhabers eines Restaurants in der St.Galler Innenstadt wird vorgeworfen, am 9. Februar 2019 nach 23 Uhr im Aussenbereich des Restaurants über mehrere an die Wand montierte, gegen die Strassenseite gerichtete Verstärker laute Musik laufen gelassen zu haben, im Wissen, dass die Nachtruhe jeweils um 22.00 Uhr beginnt.
Die Staatsanwaltschaft beantragt eine Busse von CHF 300.00.
04.11.2020 09:00 Kreisgericht III G Strafsache betreffend Hehlerei. Dem Beschuldigten wird vorgeworfen, nachdem 2 unbekannte Personen im Dezember 2019 bei einem Einbruchdiebstahl in den Swisscom-Shop in St. Gallen 233 elektronische Geräte (Natels und Modems) im Wert von CHF 207'344.00 erbeutet haben sollen, von Italien herkommend in die Schweiz eingereist zu sein, um einen Teil der Ware abzuholen. Dabei soll er sich mit seinem Bekannten in St. Gallen getroffen haben und dort einen Koffer und 126 neue und original verpackte Mobiltelefone, in Müllsäcken verpackt, im Wert von CHF 90'188.00 übernommen haben. Der Beschuldigte soll sich damit auf den Weg nach Rumänien gemacht haben. Dabei soll er mit dem Diebesgut in Deutschland in eine Polizeikontrolle geraten und festgenommen bzw. an die Schweiz ausgeliefert worden sein. Die Staatsanwaltschaft beantragt eine unbedingte Freiheitsstrafe von 18 Monaten. Der Beschuldigte sei für 7 Jahre aus der Schweiz zu verweisen.
05.11.2020 14:00 Kreisgericht II G Forderung
06.11.2020 14:00 Einzelrichter III F Strafsache betreffend harte Pornografie (abgekürztes Verfahren). Dem Beschuldigten wird vorgeworfen, in den letzten 10 Jahren vor Anklageerhebung über diverse Internetseiten rund 4'556 Bilder und 231 Videos mit echtem und virtuellem kinderpornographischem Inhalt heruntergeladen, gespeichert und auf diversen Datenträgern für den Eigenkonsum abgespeichert zu haben. Desweitern soll der Beschuldigte 47 Bilder, welche Geschlechtsverkehr und sexuelle Handlungen zwischen Personen mit Tieren wie Pferden und Hunden zum Inhalt gehabt haben sollen sowie 6 Videos mit massiver Gewalt an Personen, heruntergeladen haben. Die Staatsanwaltschaft beantragt eine bedingte Freiheitsstrafe von 12 Monaten und eine deliktorientierte therapeutische Behandlung sowie die Anordnung von Bewährungshilfe. 
10.11.2020
und
11.11.2020
08:30 Kreisgericht III I Strafsache betreffend Mord, Diebstahl, rechtswidriger Aufenthalt, Erwerbstätigkeit ohne Bewilligung. Dem Beschuldigten wird vorgeworfen, das Opfer – bei dem er Schulden hatte, die er nicht habe zurückzahlen können – zu sich nach Hause eingeladen zu haben, wo er ihn in Tötungsabsicht mit mindestens zwei massiven Schlägen auf den Kopf mit einem Stock oder einer Metallstange niedergeschlagen und ihm dabei tödliche Kopfverletzungen zugefügt habe. Anschliessend habe der Beschuldigte aus dem Portemonnaie des Toten Bargeld entnommen. Zu einem späteren Zeitpunkt habe der Beschuldigte den Leichnam in einen Wald gebracht, ihn mit Brandbeschleuniger überschüttet und angezündet. Die Staatsanwaltschaft beantragt eine Freiheitsstrafe von 18 Jahren sowie eine (zeitlich anschliessende) Landesverweisung von 15 Jahren. - Das Gericht behält sich vor, infolge der Coronavirus-Pandemie die Öffentlichkeit von der Verhandlung auszuschliessen, damit die notwendigen Schutzabstände im Gerichtssaal eingehalten werden können. Akkreditierte Gerichtsberichterstatter sind, soweit die Abstandsvorschriften eingehalten werden können, zugelassen. Es wird um vorgängige Anmeldung auf der Gerichtskanzlei ersucht. Bei Platzmangel erfolgt die Zulassung nach Eingang der Anmeldungen, wobei Gerichtsberichterstatter grundsätzlich Priorität haben. Wir bitten um Verständnis.
11.11.2020 08:30 Einzelrichter III G Strafsache betreffend mehrfache harte Pornografie, etc.
Dem Beschuldigten wird u.a. vorgeworfen, von Juni 2019 bis März 2020 bei sich zuhause in St.Gallen im Darknet mehrmals gezielt nach Bilddateien mit verbotenem pornografischem Inhalt gesucht, diese dann angeschaut, heruntergeladen und auf seinem Laptop abgespeichert zu haben. Zudem soll der Beschuldigte mehrere Monate über verschiedene Plattformen mit einer 13Jährigen kommuniziert und ihr dabei auch seine Liebe gestanden haben. Das Mädchen habe ihn daraufhin via WhatsApp und SnapChat mehrfach vergeblich aufgefordert, sie zukünftig in Ruhe zu lassen. – Die Staatsanwaltschaft beantragt eine bedingt auszufällende Freiheitsstrafe von 8 Monaten mit Probezeit von 2 Jahren, eine Busse von CHF 300.00 sowie ein Tätigkeitsverbot und die Anordnung von Bewährungshilfe.
12.11.2020 14:15 Einzelrichter III F Strafsache betreffend mehrfaches Vergehen gegen das Betäubungsmittelgesetz, Vergehen gegen das Waffengesetz. Dem Beschuldigten wird u.a. vorgeworfen, im Zeitraum 30. August 2019 bis 30. Januar 2020 insgesamt 175 Gramm Heroingemisch zum Gesamtkaufpreis von ca. CHF 4'500.00 erworben zu haben. Bei seiner Anhaltung soll er in seiner Unterhose 9 sogenannte Minigrips mit insgesamt 50 Gramm Heroingemisch, 18 Tabletten Dormicum und 9 Tabletten Sirdalud mit sich getragen haben. Insgesamt 50 Gramm Heroingemisch soll der Beschuldigte zur Finanzierung des Eigenkonsums an nicht bekannte Abnehmer veräussert haben. Er soll seit längerer Zeit täglich Heroin konsumieren. Des Weiteren soll er im Besitze einer Schreckschusspistole gewesen sein, für welche er keinen erforderlichen Vertrag aufweisen konnte.  Die Staatsanwaltschaft beantragt den Widerruf einer bedingten Geldstrafe aus dem Jahre 2017und somit eine Gesamtstrafe von 150 Tagessätzen à CHF 30.00, entsprechend CHF 4'500.00 und eine Busse von CHF 900.00. 
17.11.2020 09:00 Einzelrichter III G Strafsache betreffend einfache Körperverletzung (Einsprache gegen einen Strafbefehl). Dem Beschuldigten wird vorgeworfen, im Juni 2019, nachts um 01.00 Uhr, an der Haustüre eines Bekannten in St.Gallen erschienen zu sein und diesem nach dem Öffnen der Haustüre mit einem in der Hand gehaltenen Schlüsselbund mehrmals gegen das Gesicht sowie den Brust-/Schulterbereich geschlagen zu haben, so dass dieser zu Boden gegangen sein soll und sich Verletzungen im Gesicht zugezogen haben soll. (u.a. sollen das gewesen sein: wackelnde und ausgeschlagene Zähne, Rissquetschwunden bei den Lippen und starke Schmerzen im Kieferbereich) Die Staatsanwaltschaft beantragt eine bedingte Geldstrafe von 120 Tagessätzen zu je CHF 40.00 sowie eine Busse von CHF 1'000.00. 
19.11.2020 08:30 Kreisgericht III G Strafsache betreffend qualifizierte Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz, etc. - Dem Betäubungsmittel konsumierenden Beschuldigten wird im Wesentlichen vorgeworfen, zwischen Mitte Juni 2019 und Juli 2020 verschiedentlich im Besitz von Kokaingemisch mit unterschiedlichem Reinheitsgrad gewesen zu sein, versteckt in portionenfertig abgepackten Minigripsäckli, z.B. in seinen Kleidungsstücken, in einem Schnupftabakspender, in einer Mühle, in einer Babuschka, in einem Taschentuchpack etc., insgesamt gegen 50 Gramm. Einige Säckli mit Kokaingemisch habe er verkauft. Zudem habe der Beschuldigte in der Nähe seines Wohnortes in einem kleinen Sack unter einem Baum eine Automatic Pistole samt 10 Schuss Munition gefunden und nach Hause genommen, ohne über eine entsprechende Bewilligung zu verfügen. – Die Staatsanwaltschaft beantragt eine bedingte Freiheitsstrafe von 24 Monaten mit Probezeit von 3 Jahren, eine Gesamtstrafe von 100 Tagessätzen (unter Berücksichtigung eines Widerrufs einer mit Strafbefehl von 2017 bedingt ausgesprochenen Geldstrafe), eine Busse von CHF 1'500 sowie 5 Jahre Landesverweis.
24.11.2020 08:30 Kreisgericht III G Strafsache betreffend mehrfache und qualifizierte grobe Verletzung der Verkehrsregeln, harte Pornografie; Anklage im abgekürzten Verfahren. - Dem Beschuldigten wird u.a. vorgeworfen, im November 2016 auf der Autobahn A13 einen Personenwagen mit über 200 km/h gelenkt zu haben, um einen Kollegen einzuholen. Das rasante Überholmanöver habe er mit einem Mobiltelefon in der Hand auf Video aufgenommen und damit riskiert, einen schweren Unfall zu verursachen. Im Mai 2018 habe er einen Personenwagen durch die Appenzellerstrasse in St.Gallen gelenkt und dabei seine Tachogeschwindigkeit 95-100 km/h gefilmt, (bei signalisierter Höchstgeschwindigkeit von 60 km/h), und im Januar 2019 habe er auf der Autobahn Bern-Biel einer Chatpartnerin per WhatsApp mehrere Nachrichten und aktuelle Standortfotos geschickt, sein Handy am Lenkrad haltend. Zudem soll der Beschuldigte im November 2017 unter einem Pseudonym per WhatsApp eine Videodatei mit sexuellen Handlungen mit Tieren verschickt haben. – Die Staatsanwaltschaft beantragt eine bedingte Freiheitsstrafe von 13 Monaten, Probezeit 2 Jahre, eine bedingte Geldstrafe von 10 Tagessätzen sowie eine Busse von CHF 5'000.
25.11.2020 09:00 Einzelrichter III F Strafsache betreffend mehrfache Übertretung des Tierschutzgesetzes. Der Beschuldigten wird vorgeworfen, anlässlich einer Kontrolle im Februar 2019 durch die Stadtpolizei, ihre Katze teilweise in einem Kaninchenkäfig von 95cm Länge und 57cm Breite gehalten zu haben. Es soll der Katze in dieser Haltung das Trinkwasser sowie erhöhte Ruheflächen und Rückzugsmöglichkeiten und Spielzeuge gefehlt haben. Ausserdem sollen dem Tier weder ein Kratzbaum noch eine Katzentoilette zur Verfügung gestanden haben. Die Staatsanwaltschaft beantragt eine Busse von CHF 300.00. 
01.12.2020 14:00 Einzelrichter III G Strafsache betreffend unrechtmässiger Bezug von Leistungen einer Sozialversicherung oder der Sozialhilfe (mehrfache Begehung). – Neue 2. Vorladung, weil der Beschuldigte an der Hauptverhandlung vom 03.12.2019 unentschuldigt nicht erschienen ist.

Dem Beschuldigten wird im Wesentlichen vorgeworfen, er habe während mehreren Monaten gegenüber der Arbeitslosenkasse seine Arbeitstätigkeit verschwiegen und dadurch die Ausbezahlung von nicht geschuldeten Taggeldleistungen erwirkt.
Die Staatsanwaltschaft beantragt eine bedingte Geldstrafe von 90 Tagessätzen (Probezeit 2 Jahre), eine Busse von CHF 500, sowie eine Landesverweisung von 5 Jahren.
03.12.2020 08:30 Kreisgericht III G Strafsache betreffend qualifizierte Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz, Vergehen gegen das Betäubungsmittelgesetz, Geldwäscherei, etc. - Dem vorbestraften Beschuldigten wird im Wesentlichen vorgeworfen, er habe als Mitglied einer Gruppierung, welche in der Ostschweiz grosse Mengen Kokain absetzen soll, zwischen Juli 2018 bis Ende 2018 für CHF 1'500 pro Kurierfahrt mehrmals in einem Koffer, versteckt in doppeltem Boden, mehrere Kilogramm Kokain von Amsterdam nach St.Gallen, Arbon und Friedrichshafen geliefert. In einem Hotel in Amsterdam habe er das Deliktsgut übernommen, sei von einem Chauffeur zum Bahnhof Arnhem an der Grenze zu Deutschland gebracht worden, wo er den Zug bestiegen habe und dann via Fähre Friedrichshafen nach St.Gallen gelangt sei. Den Erlös aus den Betäubungsmittelverkäufen, mehrere Tausend EURO Bargeld, habe er dann zurück nach Amsterdam transportiert. - Die Staatsanwaltschaft beantragt eine Freiheitsstrafe von 45 Monaten und eine Busse. Die Freiheitsstrafe sei zugunsten einer Massnahme für junge Erwachsenen aufzuschieben.
08.12.2020 08:30 Einzelrichter III G Strafsache betreffend Fahren in nicht fahrfähigem Zustand, Führen eines Motorfahrzeuges trotz Entzug des Führerausweises, etc.; Einsprache gegen Strafbefehl.
Dem bereits mit Strafbefehl vom 9. November 2019 wegen Strassenverkehrsregelverletzungen vorbestraften Beschuldigten wird vorgeworfen, am 26. November 2019 gegen 16:30 h, – somit noch in der zweijährigen Probezeit -, erneut mit einer Atemalkoholkonzentration von 0.37 mg/l einen Personenwagen ohne Kontrollschilder und ohne die vorgeschriebene Haftpflichtversicherung auf der Wiesentalstrasse in St.Gallen Richtung Helvetiastrasse und zurück gelenkt zu haben. – Die Staatsanwaltschaft beantragt eine unbedingte Gesamtgeldstrafe von 60 Tagessätzen sowie eine Busse.
11.12.2020 09:00 Kreisgericht III G Strafsache betreffend fahrlässige Tötung und grobe Verkehrsregelverletzung. Dem Beschuldigten wird vorgeworfen, im Juli 2019 mit seinem Lieferwagen auf der A1 in Richtung Zürich, auf der Höhe Breitfeld in Gossau, sein Fahrzeug aufgrund von Unaufmerksamkeit kontinuierlich nach rechts gelenkt zu haben. Dabei soll er mit seiner rechten Fahrzeugseite über die Randlinie auf den Pannenstreifen gelangt und so ungebremst eine Kollision mit einem dort parkierten, unbemannten polnischen Lastwagen verursacht haben. Dabei soll sein Beifahrer so schwer verletzt worden sein, dass er noch auf der Unfallstelle verstorben sein soll. Die Staatsanwaltschaft beantragt eine teilbedingte Freiheitsstrafe von 24 Monaten, wovon 8 Monate zu vollziehen seien sowie eine Busse von CHF 2'000.00. 
15.12.2020 08:00 Einzelrichter III G Strafsache betreffend mehrfachen Diebstahl, mehrfache Sachbeschädigung, mehrfachen Hausfriedensbruch. Dem Beschuldigten wird vorgeworfen, im Januar 2019 zusammen mit einem Komplizen über die Tiefgarage einer sich im Rohbau befindlichen Überbauung in fünf Kellerabteile, die als Magazine genutzt worden sein sollen, eingedrungen zu sein und daraus Geräte und Werkzeuge im Gesamtwert von rund CHF 8'800.00 entwendet zu haben. Kurz darauf soll er mit einem anderen Komplizen erneut in gleicher Vorgehensweise in die Kellerabteile eingedrungen und Material im Gesamtwert von 1'500.00 erbeutet haben. Ausserdem sollen der Beschuldigte und sein Komplize am Bahnhof Haggen den Selecta-Automaten mit einem Lötgerät und einem Brecheisen geöffnet und daraus Artikel im Wert von CHF 382.50 entwendet haben. Die Staatsanwaltschaft beantragt eine bedingte Freiheitsstrafe von neun Monaten sowie eine Busse von CHF 600.00. Ausserdem sei er für fünf Jahre des Landes zu verweisen. 
17.12.2020 14:00 Einzelrichter III G Strafsache betreffend fahrlässiges Vergehen gegen das Bundesgesetz über den Schutz der Gewässer und fahrlässige Tierquälerei. Der Beschuldigte betreibt einen landwirtschaftlichen Betrieb mit Schweinestall. Da sich ein Deckel an einem unter dem Stallboden befindlichen Endstutzen eines Gülle transportierendes Eternitrohres löste, flossen über Sickerleitungen unterhalb des Schweinestalls rund drei Kubikmeter Gülle in einen Bach, vorauf Bachforellen verendeten. Dem Beschuldigten wird vorgeworfen, die Kontrollen an den sogenannten "Lagereinrichtungen für Hofdünger und flüssiges Gärgut" vernachlässigt zu haben, zu denen er verpflichtet und die ihm auch möglich gewesen wären. Die Staatsanwaltschaft verlangt eine bedingte Geldstrafe von 15 Tagessätzen und eine Busse von CHF 300.00. 
12.01.2021 08:00 Einzelrichter III F Strafsache betreffend Betrug, mehrfache Urkundenfälschung, unrechtmässigen Bezug von Leistungen der Sozialhilfe. Der Beschuldigten wird vorgeworfen, als Sozialhilfeempfängerin ihren Dauerauftrag an den Vermieter im Januar 2017 gelöst zu haben und die eingehenden Gelder von insgesamt CHF 7'000.00 bis im Oktober 2017 nicht zweckentsprechend an den Vermieter weitergeleitet zu haben. Sie soll die Gelder vom Sozialamt zur Finanzierung ihrer Drogensucht gebraucht haben. Die jeweiligen Kontrollauszüge für das Sozialamt soll die Beschuldigte manuell abgeändert haben, um die Mietzinszahlungen an den Vermieter vorzutäuschen. Diese Vorgehensweise soll die Beschuldigte auch im Januar bis April 2018 wiederholt haben, obwohl sie vom Sozialamt aufgefordert worden sein soll, ihre Kassenquittungen zu Kontrollzwecken vorzuweisen. Die Staatsanwaltschaft beantragt unter anderem in teilweisem Zusatz zu einem früheren Strafbefehl eine unbedingte Geldstrafe von 90 Tagessätzen zu CHF30.00 und eine Busse von CHF 1'200.00. Ausserdem sei eine Landesverweisung von 5 Jahren auszusprechen und es sei über die Zivilforderung der Sozialen Dienste St. Gallen zu befinden. 

Zuständigkeit:
I = 1. Abteilung, II = 2. Abteilung, III = 3. Abteilung

Verhandlungsort:
A = Haus Hecht, Bohl 1, 9004 St.Gallen, Büro 201
B = Haus Hecht, Bohl 1, 9004 St.Gallen, Büro 202
C = Haus Hecht, Bohl 1, 9004 St.Gallen, Büro 214
D = Haus Hecht, Bohl 1, 9004 St.Gallen, Büro 316
F = Gerichtshaus, Neugasse 3, 9004 St.Gallen, Zimmer 324
G = Gerichtshaus, Neugasse 3, 9004 St.Gallen, Zimmer 325
H = Gerichtshaus, Neugasse 3, 9004 St.Gallen, Zimmer 322
I = Kantonsgerichtssaal, Klosterhof 1, 9001 St.Gallen

Verhandlungstermine können kurzfristig abgesagt oder verschoben werden.