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Verhandlungen während Coronapandemie

Der Bundesrat hat mit Wirkung ab 17. Februar 2022 die bis dahin generell geltende Pflicht zum Tragen einer Schutzmaske in Innenräumen aufgehoben. Das Gericht ist auf arbeitsrechtlicher Grundlage aber nach wie vor verpflichtet, den Schutz seiner Mitarbeitenden zu gewährleisten.

Die Verfahrensleitung kann aufgrund dessen im eigenen Ermessen von den anwesenden Personen das Tragen von Schutzmasken verlangen oder andere Verhaltensanweisungen anordnen (Abstandspflicht, Beschränkung der Besucherzahl). Sie kann namentlich Besucherinnen und Besuchern mit Krankheitssymptomen den Zugang zu den Räumlichkeiten des Gerichts verwehren. 

Verhandlungstermine

Datum Zeit Zuständigkeit Ort  Betreff
30.08.2022 09:00 Einzelrichter III F Jugendstrafsache betreffend grobe Verletzung der Verkehrsregeln, Nichtmitführen von Ausweisen oder Bewilligungen i.S. des Strassenverkehrsgesetzes (Einsprache gegen Strafbefehl)
Öffentlichkeit und Presse ausgeschlossen!
30.08.2022 14:00 Einzelrichter lll G Strafsache betreffend Missachten einer polizeilichen Anordnung
Der Beschuldigten wird vorgeworfen, am 5. Februar 2022 als Teilnehmerin einer nicht bewilligten Kundgebung in St.Gallen die polizeiliche Aufforderung, die Örtlichkeit Kornhausstrasse/Merkurstrasse innert fünf Minuten zu verlassen, missachtet zu haben. Als Sanktion beantragt die Staatsanwaltschaft eine Busse von Fr. 200.00. 
31.08.2022 09:00 Kreisgericht III G Dem Beschuldigten wird vorgeworfen von 2017 – 2019 auf verschiedenen Chatportalen Minderjährige Personen schriftlich zu sexuellen Handlungen verleitet und seine sexuellen (Gewalt) Fantasien mehrmalig, ebenfalls schriftlich, mitgeteilt zu haben. Des Weiteren wird ihm vorgeworfen, Nachrichten mit Schilderungen von sexuellen Handlungen von Minderjährigen mit Erwachsenen empfangen, gelesen, aufbewahrt und besessen zu haben. Zudem soll der Beschuldigte Kontakt zu einer Person/Organisation gehabt haben, welche minderjährige Mädchen und Knaben gegen Entgelt für den sexuellen Missbrauch "vermietet". Er soll sich dabei für Mädchen im Alter von 9 bis 11 Jahren interessiert haben. Die Staatsanwaltschaft beantragt für den Beschuldigten eine Freiheitsstrafe von 4 Jahren unter Anrechnung der Untersuchungshaft von 52 Tagen, sowie eine Geldstrafe von 90 Tagessätzen zu CHF 100.00. Zudem soll ein Tätigkeitsverbot ausgesprochen werden.
01.09.2022 13:00 Einzelrichter lll G Strafsache betreffend mehrfache Urkundenfälschung, mehrfaches unbefugtes Eindringen in ein Datenverarbeitungssystem etc.
Die Staatsanwaltschaft wirft dem Beschuldigten vor, aufgrund seiner beruflichen Stellung als IT-Mitarbeiter Zugang zu nicht öffentlichen Datenbanken des Kantons und der Stadt St. Gallen gehabt zu haben. Zwischen Januar und Oktober 2020 habe er bei zahlreichen Gelegenheiten unbefugt Abfragen in den Datenbanken getätigt und die gewonnenen Informationen auch an Drittpersonen weitergegeben. Er soll gemäss der Anklage deshalb des mehrfachen unbefugten Eindringens in ein Datenverarbeitungssystem und der mehrfachen Verletzung des Amtsgeheimnisses schuldig gesprochen werden. Zudem soll der Beschuldigte mehrere gefälschte Dokumente erstellt und bei Bewerbungsprozessen verwendet haben. Auch habe er sich in E-Mail Nachrichten und Dokumenten als Mitarbeiter der Polizei ausgegeben. Die Staatsanwaltschaft beantragt deshalb, der Beschuldigte sei der mehrfachen Urkundenfälschung, der mehrfachen Fälschung von Ausweisen sowie des mehrfachen unzulässigen Gebrauchs öffentlicher Zeichen schuldig zu sprechen. Weiter soll der Beschuldigte eine Nachbarin verbal eingeschüchtert haben, damit sie der Liegenschaftsverwaltung nicht vom Verhalten des Beschuldigten berichte. Der Beschuldigte sei deshalb der Nötigung schuldig zu sprechen. Schliesslich hat der Beschuldigte gemäss der Anklage im Rahmen seines Privatkonkursverfahrens Vermögenswerte verschwiegen und Personen aus der Nachbarschaft beschimpft. Es sollen deshalb Schuldsprüche wegen betrügerischen Konkurses und Pfändungsbetrugs sowie wegen mehrfacher Beschimpfung ergehen.
Die Anklage fordert die Verurteilung des Beschuldigten zu einer Freiheitsstrafe von zehn Monaten und zu einer Geldstrafe von 30 Tagessätzen.
02.09.2022 08:00 Einzelrichter III G Strafsache betreffend mehrfache versuchte Nötigung, mehrfache Störung der Glaubens- und Kulturfreiheit etc. (Einsprache gegen Strafbefehl).
Dem Beschuldigten wird vorgeworfen durch Proteststehen zwei Messen gestört zu haben. Zudem soll er mit diesem Verhalten bewusst eine gerichtliche Verfügung vom Kreisgericht St. Gallen missachtet haben. Die Staatsanwaltschaft beantragt eine Freiheitsstrafe von 6 Wochen (unbedingt), eine Busse von CHF 400.00, sowie eine Entschädigung der Privatklägerschaft von CHF1615.50.
02.09.2022 08:30 Einzelrichter lll F Strafsache betreffend Missachten einer polizeilichen Anordnung
Die Staatsanwaltschaft wirft dem Beschuldigten vor, im Februar 2022 in der Stadt St. Gallen der polizeilichen Anordnung, innert fünf Minuten eine bestimmte Örtlichkeit zu verlassen, nicht nachgekommen zu sein. Der Beschuldigte habe sich an der Örtlichkeit aufgehalten, weil er an einer Demonstration habe teilnehmen wollen, für die in diesem Zeitpunkt keine Bewilligung vorgelegen sei. Aufgrund des Missachtens der polizeilichen Aufforderung beantragt die Staatsanwaltschaft die Verurteilung des Beschuldigten zu einer Busse von Fr. 200.00.
02.09.2022 11:00 Einzelrichter lll F Strafsache betreffend Missachten einer polizeilichen Anordnung
Die Staatsanwaltschaft wirft dem Beschuldigten vor, im Februar 2022 in der Stadt St. Gallen der polizeilichen Anordnung, innert fünf Minuten eine bestimmte Örtlichkeit zu verlassen, nicht nachgekommen zu sein. Der Beschuldigte habe sich an der Örtlichkeit aufgehalten, weil er an einer Demonstration habe teilnehmen wollen, für die in diesem Zeitpunkt keine Bewilligung vorgelegen sei. Aufgrund des Missachtens der polizeilichen Aufforderung beantragt die Staatsanwaltschaft die Verurteilung des Beschuldigten zu einer Busse von Fr. 200.00.
05.09.2022 08:30 Kreisgericht lll G Strafsache betreffend Diebstahl, Sachbeschädigung, Hausfriedensbruch etc.
Die beiden Beschuldigten sollen im Januar 2022 in der Stadt St. Gallen in ein Juweliergeschäft eingedrungen sein und Schmuck im Wert von über Fr. 80'000.00 entwendet haben. Beim Eindringen hätten Sie einen Sachschaden von ca. Fr. 14'000.00 verursacht. Der Beschuldigte A soll zudem bei sich daheim 67 Hanfpflanzen angebaut und aufgezogen haben. Auch habe er im Jahr 2021 ohne entsprechende Berechtigung ein Springmesser erworben.
Die Staatsanwaltschaft beantragt, die Beschuldigten seien zu einer Freiheitsstrafe von 14 Monaten, einer Geldstrafe von 30 Tagessätzen (bedingter Vollzug, Probezeit zwei Jahre) und zu einer Busse von Fr. 300.00 (Beschuldigter A) respektive einer Freiheitsstrafe von18 Monaten (Beschuldigter B) zu verurteilen. Der Beschuldigte B sei zudem für zehn Jahre des Landes zu verweisen.
06.09.2022 08:30 Einzelrichter lll G Strafsache betreffend einfache Körperverletzung und geringfügige Sachbeschädigung
Dem Beschuldigten wird vorgeworfen, er habe den Vater des Kindes seiner Freundin mehrmals ins Gesicht geschlagen. Zudem habe er an dessen Jacke gerissen und diese dadurch beschädigt. – Die Staatsanwaltschaft fordert eine Freiheitsstrafe von drei Monaten und eine Busse von CHF 300.00. 
08.09.2022 08:30 Einzelrichter III G Forderung
08.09.2022 14:00 Einzelrichter III F Strafsache betreffend Verletzung der Verkehrsregeln. Dem Beschuldigten wird vorgeworfen, als Chauffeur eines Linienbusses fälschlicherweise davon ausgegangen zu sein, eine auf dem Trottoir gehende Fussgängerin wolle die Strasse nicht überqueren. Er soll ihr deshalb keine Beachtung mehr geschenkt haben und stattdessen auf den Tacho bzw. Rechner geschaut haben. Dass die Fussgängerin dabei gewesen sei, die Strasse über den Fussgängerstreifen zu queren, soll der Beschuldigte deshalb erst dann bemerkt haben, als die Fussgängerin sich etwa drei Streifen vor Ende des Fussgängerstreifens befunden habe. Um eine Kollision zu verhindern, sei der Beschuldigte gezwungen gewesen, eine Vollbremsung einzuleiten, was aufgrund der – unter anderem stehenden – Personen im Bus unschicklich gewesen sei. Als Sanktion verlangt die Staatsanwaltschaft eine Busse von Fr. 300.00.
09.09.2022 08:30 Kreisgericht lll F Strafsache betreffend qualifizierte grobe Verletzung der Verkehrsregeln und Fahren in nicht fahrfähigem Zustand; Anklage im abgekürzten Verfahren
Dem Beschuldigten wird vorgeworfen, in einer Dezembernacht 2020 sein Fahrzeug mit einer Blutalkoholkonzentration von mindestens 2.16 ‰ durch Gossau gelenkt zu haben. Auf einer Strasse mit einer erlaubten Höchstgeschwindigkeit von 30 km/h soll er seinen Wagen auf 87 km/h beschleunigt und dann einen Selbstunfall verursacht haben. Der Urteilsvorschlag sieht eine bedingte Freiheitsstrafe von 14 Monaten und eine bedingte Geldstrafe von 80 Tagessätzen zu je Fr. 140.00 vor. 
12.09.2022 09:00 Einzelrichterin III F Kündigungsanfechtung/ Erstreckung/ Forderung aus Miete
13.09.2022 08:30 Kreisgericht lll G Strafsache betreffend qualifizierte grobe Verletzung der Verkehrsregeln sowie Gehilfenschaft dazu.
Der Beschuldigte 1 soll seinen Wagen massiv beschleunigt haben und mit mindestens 121.6 km/h im Autobahnzubringer gefahren sein anstatt der signalisierten Höchstgeschwindigkeit von 60 km/h. Der Beschuldigte 2 war Beifahrer und soll den Beschuldigten 1 zur schnellen Fahrt ermutigt und dabei gefilmt haben. – Die Staatsanwaltschaft fordert für den Beschuldigten 1 eine bedingte Freiheitsstrafe von 12 Monaten, eine Verbindungsbusse von CHF 7'200.00 sowie 3 Jahre Landesver-weis. Für den Beschuldigten 2 fordert die Staatsanwaltschaft eine bedingte Freiheitsstrafe von 8 Monaten sowie eine Verbindungsbusse von CHF 5'400.00. 
13.09.2022 14:00 Einzelrichter lll F Strafsache betreffend Beschimpfung
Dem Beschuldigten wird vorgeworfen, im Rahmen eines Streits über eine zahnmedizinische Behandlung seine Zahnärztin mit "vaffanculo" beschimpft zu haben. Als Sanktion verlangt die Staatsanwaltschaft eine bedingte Geldstrafe von 30 Tagessätzen zu je Fr. 30.00 sowie eine Busse von Fr. 300.00. 
14.09.2022 09:00 Kreisgericht II G Forderung
19.09.2022 08:30 Kreisgericht III G Strafsache betreffend mehrfache Freiheitsberaubung, mehrfache Sachbeschädigung, Hausfriedensbruch, Drohung, einfache Körperverletzung, Beschimpfung, mehrfacher Missbrauch einer Fernmeldeanlage, Tätlichkeiten, Widerhandlungen gegen das Betäubungsmittelgesetz. Im Zentrum stehen verschiedene Vorfälle betreffend die (Ex-)Freundin (Geschädigte) im Rahmen einer "On/Off-Beziehung". Der Beschuldigte soll die Geschädigte unter anderem 5 Mal daran gehindert haben, sein Zimmer bzw. die Wohnung seiner Eltern zu verlassen, so dass sie sich jeweils gegen ihren Willen meist für mehrere Stunden dort habe aufhalten müssen. Die Staatsanwaltschaft beantragt eine Freiheitsstrafe von 3 Jahren (unter Einbezug einer zu vollziehenden Vorstrafe von 17 Monaten), eine Geldstrafe von 180 Tagessätzen zu Fr. 90.–, eine Busse sowie eine Landesverweisung für 7 Jahre.
20.09.2022 08:30 Einzelrichter III G Forderung
20.09.2022 14:00 Einzelrichter lll G Strafsache betreffend mehrfache Drohung, mehrfache Beschimpfung, mehrfacher Missbrauch einer Fernmeldeanlage.
Der Beschuldigte soll seinen Schwager am Telefon beschimpft und zu ihm gesagt haben, er solle sich ab sofort von seinem Sohn komplett fernhalten, sonst werde es ein schlechtes Ende für alle nehmen. Zudem soll der Beschuldigte weitere Drohnachrichten und Schimpfwörter auf die Combox gesprochen haben. – Die Staatsanwaltschaft fordert eine bedingte Geldstrafe von 40 Tagessätzen zu je CHF 80.00 und eine Busse von CHF 640.00.

21.09.2022 08:30 Kreisgericht III G Strafsache betreffend versuchte schwere Körperverletzung, Tätlichkeiten, geringfügige Sachbeschädigung, Hausfriedensbruch, versuchte Nötigung, mehrfache Übertretung des Betäubungsmittelgesetzes sowie Vergehen gegen das Waffengesetz, eventualiter fahrlässige Widerhandlung gegen das Waffengesetz. Im Hauptpunkt soll der Beschuldigte ein Brotmesser ca. fünfmal vor dem Oberkörper des Opfers geschwungen und eine Schnittwunde im Gesicht des Opfers verursacht haben. Die StA fordert im Wesentlich 3 Jahre Freiheitsstrafe (teilbedingt) sowie 7 Jahre Landesverweisung.

23.09.2022 09:00 Einzelrichter III F Strafsache betreffend sexuelle Belästigung. Der Beschuldigte soll im Lift eine Nachbarin am ganzen Körper berührt haben. Antrag: Fr. 200.– Busse.

26.09.2022 08:30 Einzelrichter III F Forderung aus Arbeitsrecht
26.09.2022 08:30 Kreisgericht III G Strafsache betreffend schwere Körperverletzung und Angriff. Die beiden Sicherheitsangestellten sollen einen sich äusserst provokativ und aggressiv verhaltenden Clubbesucher angegriffen und mit Faustschlägen sowie Fusstritten lebensbedrohlich verletzt haben. Gefordert werden Freiheitsstrafen von 2 Jahren (bedingt), Bussen sowie Landesverweisungen für 7 Jahre.
27.09.2022 08:30 Kreisgericht III G Strafsache betreffend mehrfache Drohung, einfache Körperverletzung etc. Vorfälle häuslicher Gewalt. Die Staatsanwaltschaft fordert 14 Monate Freiheitsstrafe (vollziehbar), Fr. 2'000.– Busse sowie eine am-bulante Massnahme (insb. Suchttherapie).
27.09.2022 14:00 Einzelrichter III F Forderung aus Arbeitsrecht
28.09.2022 14:00 Kreisgericht lll F Forderung aus Arbeitsrecht
28.09.2022 09:00 Einzelrichter lll F Strafsache betreffend mehrfachen Diebstahl, mehrfachen Hausfriedensbruch, Sachbeschädigung, Fahren in nicht fahrfähigem Zustand, mehrfachen Pfändungsbetrug, Übertretung des Betäubungsmittelgesetzes.
Dem Beschuldigten wird vorgeworfen, mehrere Geschäftstüren aufgebrochen und jeweils Bargeld entwendet zu haben. Weiter ist er wegen Betäubungsmittelkonsums und Fahren in fahrunfähigem Zustand angeklagt. Weiter soll er bei Pfändungsvollzügen gegenüber dem Betreibungsamt wahrheitswidrig angegeben haben, über keine Einkünfte und kein pfändbares Vermögen zu verfügen, obwohl er in der entsprechenden Zeit Arbeitseinkommen hatte. Die Staatsanwaltschaft fordert eine bedingte Freiheitsstrafe von 6 Monaten, eine unbedingte Geldstrafe von 70 Tagessätzen zu CHF 30.00, eine Busse von CHF 200.00 und eine Landesverweisung von 5 Jahren. 
29.09.2022 08:30 Kreisgericht III G Strafsache betreffend versuchte schwere Körperverletzung etc. (Beschuldigter 1), Raufhandel etc. (Beschuldigter 2) und versuchter Raub etc. (Beschuldigter 3). Gemeinsamer Anklagepunkt ist die Beteiligung an einer tätlichen Auseinandersetzung im Juli 2020 in einem Club in St.Gallen. Wesentliche Anträge der Staatsanwaltschaft betreffend Sanktionen (auch für allfällige weitere Anklagepunkte): 22 Monate Freiheitsstrafe, Vollziehbarerklärung Geldstrafe von 30 Tagessätzen sowie 10 Jahre Landesverweisung (Beschuldigter 1); Geldstrafe von 180 Tagessätzen (Beschuldigter 2); 2 Jahre Freiheitsstrafe und Vollziehbarerklärung von zwei Geldstrafen unter Gesamtstrafenbildung von 180 Tagessätzen (Beschuldigter 3).
30.09.2022 14:00 Einzelrichter II G Forderung
04.10.2022 08:30 Kreisgericht lll G Strafsache betreffend versuchte vorsätzliche Tötung, Raufhandel etc.
Gemeinsamer Anklagepunkt der drei Beschuldigten ist ein Raufhandel im November 2019. Nach heftigen verbalen Diskussionen sei ein Streit eskaliert und es zu körperlichen Übergriffen gekommen. Eine Person habe unter anderem einen Nasenbeinbruch erlitten, der Beschuldigte 1 soll zudem unkontrolliert auf einen Beteiligten eingestochen haben, wodurch dieser zahlreiche Stichverletzungen erlitten habe. Dem Beschuldigten 1 wird zudem mehrfacher Betäubungsmittelkonsum vorgeworfen.
Der Beschuldigte 2 soll sich ferner im Januar 2018 der versuchten Nötigung und der einfachen Körperverletzung schuldig gemacht haben, indem er einen Taxifahrer mit einem spitzen metallischen Gegenstand bedroht und ihm mit der Faust ins Gesicht geschlagen habe. Im Dezember 2020 soll der Beschuldigte 2 zusammen mit weiteren Personen unbefugt in ein Gebäude eingedrungen sein und zudem in der gleichen Nacht mehrfach an verschiedenen Orten Gegenstände beschädigt haben. Ihm wird weiter mehrfacher Konsum von Betäubungsmitteln vorgeworfen. Weiter soll er mehrfach eine gegen ihn bestehende Ausgrenzungsverfügung missachtet und sich mehrfach der Hinderung einer Amtshandlung schuldig gemacht haben und mit einem nicht betriebssicheren Elektroroller unterwegs gewesen sein.
Dem Beschuldigten 3 wird ferner vorgeworfen sich der sexuellen Nötigung, der sexuellen Handlung mit einem Kind und der versuchten Nötigung schuldig gemacht zu haben, indem er einen Jungen, mit dem er zuvor Betäubungsmittel und Alkohol konsumiert hatte, genötigt haben soll sexuelle Handlungen mit ihm vorzunehmen. Ihm wird im weiteren mehrfacher Konsum von Betäubungsmitteln vorgeworfen.
Die Staatsanwaltschaft fordert für den Beschuldigten 1 eine Freiheitsstrafe von 5 Jahren und 3 Monaten, eine Busse von CHF 300.00 sowie eine Landesverweisung für 15 Jahre. Der Beschuldigte 2 sei zu einer Freiheitsstrafe von 5 Monaten, einer Geldstrafe von 180 Tagessätzen zu je CHF 30.00 und einer Busse von CHF 500.00 zu verurteilen. Für den Beschuldigten 3 wird eine bedingte Freiheitsstrafe von 11 Monaten, eine Geldstrafe von 50 Tagessätzen zu je CHF 30.00 eine Busse von CHF 300.00 und eine Landesverweisung von 15 Jahren beantragt. Zudem soll ein lebenslängliches Tätigkeitsverbot für jede berufliche und jede organisierte ausserberufliche Tätigkeit, die einen regelmässigen Kontakt zu Minderjährigen umfasst, ausgesprochen werden. 
11.10.2022 08:30 Einzelrichter lll G Strafsache betreffend mehrfache Sachbeschädigung, Entwendung eines Motorfahrzeugs zum Gebrauch, mehrfaches unzulässiges Ausführen von Lernfahrten, Verletzung der Verkehrsregeln, Übertretung der Verkehrsregelverordnung.
Der Beschuldigte soll eine Fernbedienung nach seiner Freundin geworfen haben und dadurch die Wand beschädigt haben. Weiter wird ihm vorgeworfen, dass er versucht hat, eine verschlossene Türe aufzubrechen, indem er mit der Faust gegen die Türe schlug und dadurch an der Türe und der Türzarge eine Absplitterung verursachte. Weiter soll er mit einem Auto gefahren sein, obwohl er nur über den Lernfahrausweis verfügte und nicht von einer notwendigen Person begleitet war. Weiter soll Beschuldigte den Autoschlüssel seiner Freundin entwendet haben und in einer 30-Zone mit 46 km/h gefahren sein. Die Staatsanwaltschaft beantragt eine Geldstrafe von 50 Tagessätzen à CHF 100.00 und eine Busse von CHF 500.00. 
11.10.2022 13:30 Kreisgericht III G Strafsache betreffend gewerbs- und bandenmässigen Diebstahl, mehrfachen Hausfriedensbruch sowie mehrfache Sachbeschädigung. Der Beschuldigte soll 31 Einbruchdiebstähle (teils versucht) in der Schweiz begangen haben. Gefordert werden 44 Monate Freiheitsstrafe und 10 Jahre Landesverweis.
12.10.2022 08:30 Kreisgericht III G Strafsache betreffend mehrfachem, teilweise versuchten Diebstahl, mehrfachem Hausfriedensbruch, mehrfacher Sachbeschädigung etc. Dem Beschuldigten wird vorgeworfen, drei Einbruchdiebstähle (teilweise Versuche), mehrere Widerhandlungen gegen das Strassenverkehrsgesetz, Übertretungen gegen das Betäubungsmittelgesetz sowie ein geringfügiges Vermögensdelikt begangen zu haben. Als Sanktion beantragt die Staatsanwaltschaft eine bedingte Freiheitsstrafe von 20 Monaten, eine Busse von Fr. 1'000.00 sowie eine Landesverweisung für die Dauer von 10 Jahren. Die Privatklägerschaft verlangt Schadenersatz und Genugtuung.

18.10.2022 08:30 Kreisgericht lll G Strafsache betreffend Verbrechen gegen das Betäubungsmittelgesetz, mehrfache Geldwäscherei, Fahren in fahrunfähigem Zustand, mehrfaches Fahren ohne Berechtigung, Verletzung der Verkehrsregeln (Geschwindigkeitsübertretung) - abgekürztes Verfahren
Dem Beschuldigten wird vorgeworfen, dass er keine Fahrberechtigung für die Schweiz besitzt und er als Kurierfahrer für eine Drogenorganisation 13 Kilogramm Heroin geschmuggelt hat. - Die Staatsanwaltschaft beantragt eine 5-jährige Freiheitsstrafe, eine Geldstrafe von 100 Tagessätzen zu CHF 10.00, eine Busse von CHF 400.00 sowie eine 15-jährige Landesverweisung. 
21.10.2022 08:30 Kreisgericht III G Strafsache betreffend versuchte schwere Körperverletzung, Angriff, Freiheitsberaubung, Amtsmissbrauch, falsche Anschuldigung sowie Vergehen gegen das Waffengesetz (Beschuldigter 1). Strafsache betreffend Angriff, Freiheitsberaubung, Amtsmissbrauch sowie falsche Anschuldigung (Beschuldigter 2). Die beiden Beschuldigten standen als Sicherheitsorgane der Transportunternehmen im öffentlichen Verkehr im Einsatz. Ereignisse in einem Verkaufsgeschäft beim HB St.Gallen im März 2019. Beantragte Freiheitsstrafen: 40 Monate (unbedingt) bzw. 22 Monate (bedingt); sowie je 5 Jahre Tätigkeitsverbot im Bereich Sicherheit.
 
25.10.2022 09:00 Einzelrichter III G Forderung aus Miete
25.10.2022 13:30 Kreisgericht III G Strafsache betreffend qualifizierte grobe Verletzung der Verkehrsregeln, mehrfache Gewaltdarstellungen sowie mehrfache Pornografie. Hauptgegenstand bildet ein Überholmanöver mit anschliessender Kollision (kein Personenschaden) im Zentrum von Gossau. Antrag Staatswaltschaft: 15 Monate Freiheitsstrafe sowie 40 Tagessätze Geldstrafe (beides bedingt).
 
27.10.2022 08:30 Einzelrichter lll G Strafsache betreffend Drohung
Der Beschuldigte soll seiner Ex-Frau gedroht haben, sie und ihre Familie zu vernichten, ihnen die Beine zu brechen und das Haus ihrer Grosseltern anzuzünden. – Die Staatsanwaltschaft beantragt eine Geldstrafe von 150 Tagessätzen zu je CHF 30.00. und eine Busse von CHF 900.00. 
03.11.2022 09:00 Einzelrichter III F Strafsache betreffend mehrfache Beschimpfung (Einsprache gegen Strafbefehl). Dem Beschuldigten wird vorgeworfen, mit seinem Mobiltelefon zwei  WhatsApp-Nachrichten versendet zu haben, welche den Empfänger in seiner Ehre angegriffen haben sollen. Die Staatsanwaltschaft fordert eine Geldstrafe von 20 Tagessätzen zu je CHF 50.00, bedingt aufgeschoben bei einer Probezeit von 2 Jahren sowie eine Busse von CHF 200.00.

Zuständigkeit:
I = 1. Abteilung, II = 2. Abteilung, III = 3. Abteilung

Verhandlungsort:
A = Haus Hecht, Bohl 1, 9004 St.Gallen, Büro 201
B = Haus Hecht, Bohl 1, 9004 St.Gallen, Büro 202
C = Haus Hecht, Bohl 1, 9004 St.Gallen, Büro 214
D = Haus Hecht, Bohl 1, 9004 St.Gallen, Büro 316
F = Gerichtshaus, Neugasse 3, 9004 St.Gallen, Zimmer 324
G = Gerichtshaus, Neugasse 3, 9004 St.Gallen, Zimmer 325
H = Gerichtshaus, Neugasse 3, 9004 St.Gallen, Zimmer 322
I = Kantonsgerichtssaal, Klosterhof 1, 9001 St.Gallen

Verhandlungstermine können kurzfristig abgesagt oder verschoben werden.