Logo Kanton St.Gallen
Publiziert am 01.04.2021 08:30 im Bereich Statistik

Mit der Strukturerhebung wird ein Teil der Bevölkerung jährlich befragt. Die Ergebnisse liefern zusätzliche Statistiken zur Struktur und Entwicklung der Bevölkerung. Aktuelle Ergebnisse mit Blick auf den Kanton St.Gallen stehen nun auf dem kantonalen Statistikportal zur Verfügung.

Zusammensetzung der Privathaushalte

  • Die zahlenmässige Verbreitung verschiedener Haushaltszusammensetzungen ist im Wandel. Der Anteil der Einpersonenhaushalte stieg von 27% im Jahr 1980 auf rund 35% im Jahr 2019. Nahezu in gleichem Ausmass stieg der Anteil der Paare ohne Kinder (Grafik).

Wohnbevölkerung nach Migrationshintergrund

  • Gut ein Drittel der Bevölkerung ab 15 Jahren hat einen Migrationshintergund. Der Anteil von Personen mit Migrationshintergrund erhöhte sich zwischen dem Jahr 2000 und dem Zeitraum 2017-19 von 27 auf 35 Prozent. Davon entfallen fast 21 Prozentpunkte auf Ausländerinnen und Ausländer der ersten Generation (Grafik).

Konfessionszugehörigkeit

  • Die Zugehörigkeit zu einer der beiden Landeskirchen geht im Kanton St.Gallen wie auch in der gesamten Schweiz seit Jahrzehnten kontinuierlich zurück. Demgegenüber haben die Anteile islamischer sowie jene anderer christlicher Glaubensgemeinschaften zugenommen, aber am deutlichsten ist der Anstieg bei denjenigen, die keiner Religionsgemeinschaft angehören. Der Anteil von Konfessionslosen, der im Jahr 1970 noch verschwindend gering war, liegt 2019 im Kanton St.Gallen bei rund 22 Prozent der Wohnbevölkerung, in der Gesamtschweiz sind es fast 30 Prozent (Grafik).

Wohnverhältnisse und Mieten

  • Im Kanton St.Gallen liegen die Wohnungsnettomieten im Jahr 2019 bei allen Grössenkategorien unter dem schweizweiten Durchschnitt. Eine Vier-Zimmer-Wohnung in St.Gallen kostet etwa 190 Franken weniger als im gesamtschweizerischen Durchschnitt und rund 450 Franken weniger als in Zürich (Grafik). Auch innerhalb des Kantons gibt es im Zeitraum 2017-19 deutliche Unterschiede im Mietniveau zwischen den Wahlkreisen und Gemeinden (Tabelle).
  • Gut 40 Prozent der Privathaushalte im Kanton St.Gallen wohnen im eigenen Haus oder der eigenen Wohnung. Die Mehrheit (56 Prozent) bewohnt gemietete Wohnimmobilien. Dabei gibt es jedoch grosse Unterschiede zwischen den Regionen im Kanton (Tabelle). Von den Einfamilienhaushalten mit Kindern wohnen rund die Hälfte im selbstgenutzten Wohneigentum, noch etwas höher liegt die Wohneigentumsquote bei Paaren ohne Kinder (Tabelle).

Mobilität und Verkehr

  • Unter den Gemeinden im Kanton St.Gallen übt die Stadt St.Gallen die bei weitem grösste Anziehungskraft für Arbeitspendelnde aus. Rapperswil-Jona, Wil, Gossau und Uzwil sind die vier Gemeinden mit den nächsthöchsten Zupendlerzahlen (Grafik).
  • Etwa ein Viertel aller Pendelnden im Kanton St.Gallen wählt ein öffentliches Verkehrsmittel für den Weg zur Arbeit oder zur Ausbildung (Grafik). In den ländlichen Wahlkreisen wird der öffentliche Verkehr nur von einem kleinen Pendleranteil für den Arbeits- und Ausbildungsweg genutzt, dann jedoch primär für längere Pendeldistanzen.
  • Kaum Veränderung bei der kombinierten Nutzung von ÖV und Auto. Nur rund fünf Prozent der erwerbstätigen Pendlerinnen und Pendler kombinieren öffentliche und private Verkehrsmittel (Grafik).

Bildungsstand der Bevölkerung

  • Der Anteil junger Erwachsener ohne nachobligatorische Bildung ist im Kanton St.Gallen auf tiefem Niveau stabil. Im Zeitraum 2017-19 wiesen gut sechs Prozent aller 16- bis 25-Jährigen im Kanton St.Gallen keine höhere Bildung auf als die Sekundarschule und befanden sich auch nicht in einer Schule oder Ausbildung. Diese Quote lag in den Jahren 1990 oder 2000 noch um rund fünf Prozentpunkte höher. (Grafik).

 

Diese und weitere statistische Ergebnisse der Strukturerhebung finden sich auf den folgenden Themenseiten des kantonalen Statistikportals:


 

Ergebnisse auf Karten visualisieren mit der Statistikdatenbank STADA2:


 

Die von der Fachstelle für Statistik produzierten Statistiken unterstehen dem Statistikgesetz des Kantons St.Gallen (sGS 146.1) und dessen Qualitätskriterien.

 

Kontakt:
Hedwig Prey, wissenschaftliche Mitarbeiterin Fachstelle für Statistik
058 229 26 13, hedwig.prey@sg.ch

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