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Die Covid-19-Epidemie beeinflusst das kulturelle Leben nach wie vor intensiv. Seit Montag, 13. September 2021, gilt im Innern von Kultureinrichtungen sowie an Veranstaltungen in Innenräumen eine Zertifikatspflicht. Das Zertifikat erlaubt es, Massnahmen gegen die Ausbreitung des Virus zu ergreifen, ohne Einrichtungen zu schliessen oder bestimmte Aktivitäten zu verbieten. Daneben sind teilweise weitere Einschränkungen und Auflagen zu beachten.

Der Bundesrat fasste am 8. September mit Wirkung ab 13. September 2021 folgende Beschlüsse (vgl. Medienmitteilung des Bundesrates, Infografik des Bundes und Massnahmen und Verordnungen, admin.ch):

  • Der Zugang zu Kultur- und Freizeiteinrichtungen wie Museum und Bibliotheken wird auf Personen mit einem Zertifikat eingeschränkt.
  • An Veranstaltungen in Innenräumen gilt grundsätzlich eine Zertifikatspflicht (Konzerte, Theater, Kino usw.). Unter folgenden Voraussetzungen kann darauf verzichtet werden:
      ○ maximal 30 Personen;
      ○ Veranstaltung eines Vereins oder einer anderen beständigen Gruppe, deren Mitglieder dem            Organisator bekannt sind;
      ○ Beschränkung auf zwei Drittel der Kapazität;
      ○ Maskenpflicht;
      ○ keine Konsumation.
  • Für Veranstaltungen im Freien gelten die bisherigen Regeln: Für Veranstaltungen mit mehr als 1000 Personen besteht eine Covid-Zertifikatspflicht. Organisatoren von kleineren Veranstaltungen im Freien entscheiden selbst, ob der Zugang auf Personen mit Zertifikat eingeschränkt wird. Im Fall eines Verzichts auf eine Einschränkung auf Personen mit Zertifikat gelten folgende Vorgaben:
    ○ mit Sitzpflicht: maximal 1000 Personen;
    ○ ohne Sitzpflicht: maximal 500 Personen;
    ○ Beschränkung auf zwei Drittel der Kapazität;
    ○ Tanzverbot für Besucherinnen und Besucher; 
  • An Veranstaltungen mit Zertifikatspflicht entfallen alle anderen Schutzmassnahmen, wie Maskenpflicht, Kapazitätsbeschränkungen, Beschränkung der Personenzahl, Schutzkonzept.
  • Auch bei sportlichen und kulturellen Aktivitäten in Innenräumen wie Musik- oder Theaterproben wird der Zugang auf Personen mit Covid-Zertifikat eingeschränkt. Diese Beschränkung gilt nicht für beständige Gruppen von maximal 30 Personen, die in abgetrennten Räumlichkeiten regelmässig zusammen trainieren oder proben.
  • Die Zertifikatspflicht gilt für Personen ab 16 Jahren.
  • Die Anordnung ist bis am 24. Januar 2022 befristet.

Die Schutzmassnahmen und die damit verbundenen Unsicherheiten beeinträchtigen nach wie vor eine Vielzahl von Kulturinstitutionen und -schaffenden und führen zu grossen finanziellen Einbussen. Kulturunternehmen und Kulturschaffende können aufgrund der geltenden Einschränkungen und damit verbundenen Einbussen bis Ende 2021 nicht-rückzahlbare Finanzhilfen erhalten. Für Ausfallentschädigungen und für Beiträge an Transformationsprojekte stehen im Kanton St.Gallen von November 2020 bis Ende 2021 insgesamt rund 20.2 Mio. Franken zur Verfügung. Anspruchsberechtigt sind Kulturunternehmen und (bei Ausfallentschädigungen auch Kulturschaffende) in den Kulturbereichen darstellende Künste und Musik, Design, Film, Visuelle Kunst, Literatur sowie Museen, sofern sie die übrigen Anspruchsvoraussetzungen erfüllen.

Die Covid-19-Unterstützungsmassnahmen sollen einerseits die wirtschaftlichen Auswirkungen auf die Kultur abmildern und anderseits bei der Anpassung an die veränderten Verhältnisse unterstützen. Ziel ist, die nachhaltige Schädigung der Kulturlandschaft zu verhindern und die kulturelle Vielfalt zu erhalten.

Hier finden Sie eine Übersicht zu den Unterstützungsbeiträgen, die Gesuchsformulare sowie Antworten zu häufig gestellten Fragen. Bitte beachten Sie bei einer Gesuchseingabe unbedingt die verbindlichen Fristen (siehe Merkblätter).

Die Website wird regelmässig aktualisiert (Stand 14. September 2021).

Hinweise auf geänderte gesetzliche Rahmenbedingungen (März/April 2021):

Für Freischaffende in Bezug auf Ausfallentschädigungen: Der Bundesrat hat an seiner Sitzung vom 31. März 2021 Änderungen der Covid-19-Kulturverordnung verabschiedet (vgl. die Webseite des Bundesamtes für Kultur: www.bak.admin.ch/bak/de/home/aktuelles/nsb-news.msg-id-82947.html).
Neu können auch Freischaffende Ausfallentschädigung für Kulturschaffende beantragen. Diese Unterstützung wird rückwirkend auf den 1. November 2020 eingeführt. Als Freischaffende im Sinn der Covid-19-Kulturverordnung gelten Kulturschaffende, die seit 2018 insgesamt mindestens vier befristete Anstellungen bei insgesamt mindestens zwei verschiedenen Arbeitgebern aus dem Kulturbereich belegen können. Freischaffende können bis spätestens 31. Mai 2021 ihre Gesuche für finanzielle Schäden in der ersten Schadensperiode vom 1. November 2020 bis zum 30. April 2021 über das Online-Gesuchsportal einreichen.

Für selbständigerwerbende und freischaffende Kulturschaffende in Bezug auf Ausfallentschädigungen: Am 20. April 2021 hat der Kantonsrat das Gesetz über die Umsetzung der eidgenössischen Covid-19-Gesetzgebung im Kulturbereich beschlossen, das an Stelle der bisherigen dringlichen Verordnung der Regierung die Beteiligung des Kantons St.Gallen regelt. Dabei wurde beschlossen, dass die Ausfallentschädigung bei Kulturschaffenden mit einem finanziellen Schaden bis zu Fr. 3'470.- im Monat 100 Prozent des finanziellen Schadens und bei Kulturschaffenden mit einem darüber hinausgehenden Schaden maximal 80 Prozent des finanziellen Schadens beträgt. Die neue Regelung wird rückwirkend ab dem 1. November 2020 angewendet. Betroffene Gesuche, über die vor dem 21. April 2021 entschieden wurde, werden durch das Amt für Kultur nochmals beurteilt. Betroffene Kulturschaffende müssen dafür nicht extra einen Antrag beim Amt für Kultur stellen.  

Für Kulturunternehmen in Bezug auf Transformationsbeiträge: Mit Erlass des kantonalen Gesetzes über die Umsetzung der eidgenössischen Covid-19-Gesetzgebung im Kulturbereich am 20. April 2021 hat der Kantonsrat beschlossen, dass der Kanton St.Gallen keine Transformationsprojektbeiträge an gewinnorientierte Kulturunternehmen ausrichtet und zudem höchstens zehn Prozent beziehungsweise höchstens zwei Millionen Franken der zur Verfügung gestellten Mittel für Beiträge an Transformationsprojekte verwendet werden dürfen. Die Deckelung der Mittel macht Anpassungen beim Beurteilungs- und Entscheidverfahren nötig. Gesuchseingaben sind neu zu den Eingabefristen 31. Mai 2021, 31. August 2021 und 30. November 2021 möglich. Entscheide über die Gesuche erfolgen in der Regel vier bis sechs Wochen nach Ablauf der Eingabefrist. Massgeblich für die Beurteilung sind das Merkblatt Beiträge an Transformationsprojekte und die Prioritätenordnung des Kantons St.Gallen vom 20. Mai 2021 für Transformationsprojektbeiträge im Rahmen der kantonalen Covid-19-Gesetzgebung.

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St. Leonhard-Strasse 40
9001 St.Gallen