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Die Covid-19-Epidemie beeinflusst das kulturelle Leben nach wie vor massiv. Aktuell finden kulturelle Anlässe und Veranstaltungen nur mit weitgehenden Einschränkungen statt, einige Kulturinstitutionen können den Betrieb aufnehmen, müssen aber Schutzkonzepte umsetzen. Die Planungsunsicherheit, Verschiebung, Absage oder eingeschränkte Durchführung von Veranstaltungen und Projekten sowie die betrieblichen Einschränkungen beeinträchtigen Kulturinstitutionen und –schaffenden nach wie vor sehr. Zugleich werden Projekte und Konzepte entwickelt, um sich den veränderten Rahmenbedingungen anzupassen.

Kulturunternehmen und Kulturschaffende können deshalb bis Ende 2021 nicht-rückzahlbare Finanzhilfen erhalten. Für Ausfallentschädigungen und neu auch für Beiträge an Transformationsprojekte stehen im Kanton St.Gallen von November 2020 bis Ende 2021 insgesamt rund 20.2 Mio. Franken  zur Verfügung, grösstenteils je hälftig finanziert von Kanton und Bund. Anspruchsberechtigt sind Kulturunternehmen und –schaffende in den Kulturbereichen darstellende Künste und Musik, Design, Film, Visuelle Kunst, Literatur sowie Museen, sofern sie die übrigen Anspruchsvoraussetzungen erfüllen.

Die Covid-19-Unterstützungsmassnahmen sollen einerseits die wirtschaftlichen Auswirkungen auf die Kultur abmildern und anderseits bei der Anpassung an die veränderten Verhältnisse unterstützen. Ziel ist, die nachhaltige Schädigung der Kulturlandschaft zu verhindern und die kulturelle Vielfalt zu erhalten.

Hier finden Sie eine Übersicht zu den Unterstützungsbeiträgen, die Gesuchsformulare sowie Antworten zu häufig gestellten Fragen. Bitte beachten Sie bei einer Gesuchseingabe unbedingt die verbindlichen Fristen (siehe Merkblätter).

Die Website wird regelmässig aktualisiert (Stand 20. Mai 2021).

Hinweise auf geänderte gesetzliche Rahmenbedingungen (März/April 2021):

Für Freischaffende in Bezug auf Ausfallentschädigungen: Der Bundesrat hat an seiner Sitzung vom 31. März 2021 Änderungen der Covid-19-Kulturverordnung verabschiedet (vgl. die Webseite des Bundesamtes für Kultur: www.bak.admin.ch/bak/de/home/aktuelles/nsb-news.msg-id-82947.html).
Neu können auch Freischaffende Ausfallentschädigung für Kulturschaffende beantragen. Diese Unterstützung wird rückwirkend auf den 1. November 2020 eingeführt. Als Freischaffende im Sinn der Covid-19-Kulturverordnung gelten Kulturschaffende, die seit 2018 insgesamt mindestens vier befristete Anstellungen bei insgesamt mindestens zwei verschiedenen Arbeitgebern aus dem Kulturbereich belegen können. Freischaffende können bis spätestens 31. Mai 2021 ihre Gesuche für finanzielle Schäden in der ersten Schadensperiode vom 1. November 2020 bis zum 30. April 2021 über das Online-Gesuchsportal einreichen.

Für selbständigerwerbende und freischaffende Kulturschaffende in Bezug auf Ausfallentschädigungen: Am 20. April 2021 hat der Kantonsrat das Gesetz über die Umsetzung der eidgenössischen Covid-19-Gesetzgebung im Kulturbereich beschlossen, das an Stelle der bisherigen dringlichen Verordnung der Regierung die Beteiligung des Kantons St.Gallen regelt. Dabei wurde beschlossen, dass die Ausfallentschädigung bei Kulturschaffenden mit einem finanziellen Schaden bis zu Fr. 3'470.- im Monat 100 Prozent des finanziellen Schadens und bei Kulturschaffenden mit einem darüber hinausgehenden Schaden maximal 80 Prozent des finanziellen Schadens beträgt. Die neue Regelung wird rückwirkend ab dem 1. November 2020 angewendet. Betroffene Gesuche, über die vor dem 21. April 2021 entschieden wurde, werden durch das Amt für Kultur nochmals beurteilt. Betroffene Kulturschaffende müssen dafür nicht extra einen Antrag beim Amt für Kultur stellen.  

Für Kulturunternehmen in Bezug auf Transformationsbeiträge: Mit Erlass des kantonalen Gesetzes über die Umsetzung der eidgenössischen Covid-19-Gesetzgebung im Kulturbereich am 20. April 2021 hat der Kantonsrat beschlossen, dass der Kanton St.Gallen keine Transformationsprojektbeiträge an gewinnorientierte Kulturunternehmen ausrichtet und zudem höchstens zehn Prozent beziehungsweise höchstens zwei Millionen Franken der zur Verfügung gestellten Mittel für Beiträge an Transformationsprojekte verwendet werden dürfen. Die Deckelung der Mittel macht Anpassungen beim Beurteilungs- und Entscheidverfahren nötig. Neu gelten für die Bearbeitung die Eingabefristen 31. Mai 2021 für die Gesuchsbeurteilung im Juni/Juli und 31. August 2021 für die Gesuchsbeurteilung im September/Oktober. Über eine dritte Eingabefrist für die Gesuchsbehandlung (30. November 2021) wird nach dem Ausgang des Referendums zum Covid-19-Gesetz des Bundes und dem Entscheid des Bundesparlaments über den Nachtragskredit für die Covid-Kulturmassnahmen in der Sommersession 2021 Ende Juni entschieden. Entscheide über die Gesuche erfolgen in der Regel vier bis sechs Wochen nach Ablauf der Eingabefrist. Massgeblich für die Beurteilung sind das Merkblatt Beiträge an Transformationsprojekte und die Prioritätenordnung des Kantons St.Gallen vom 20. Mai 2021 für Transformationsprojektbeiträge im Rahmen der kantonalen Covid-19-Gesetzgebung.

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Kulturförderung

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St. Leonhard-Strasse 40
9001 St.Gallen