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Die Corona-Pandemie beeinflusst das kulturelle Leben nach wie vor massiv. Schutzmassnahmen sowie die Verschiebung und Absage von kulturellen Veranstaltungen und Projekten beeinträchtigen eine Vielzahl von Kulturinstitutionen und -schaffenden. Zugleich werden Projekte und Konzepte entwickelt, um sich den sich verändernden Rahmenbedingungen anzupassen.

Kulturunternehmen können im Kanton St.Gallen weiterhin für die Zeit bis Ende 2021 Finanzhilfen in Form von Ausfallentschädigungen beantragen und neu auch Beiträge für Transformationsprojekte. Im Zeitraum Frühjahr 2020 bis Ende 2021 stehen insgesamt rund 22.8 Mio. Franken für Unterstützungsmassnahmen im Kulturbereich zur Verfügung, je hälftig finanziert von Kanton und Bund. Die St.Galler Regierung hat basierend auf dem neuen eidgenössischen Covid-19-Gesetz eine entsprechende kantonale Verordnung erlassen. Die Unterstützungsmassnahmen sollen einerseits die wirtschaftlichen Auswirkungen von Covid-19 auf die Kulturunternehmen abmildern und diese zum anderen bei der Anpassung an die veränderten Verhältnisse unterstützen. Ziel ist, die nachhaltige Schädigung der Kulturlandschaft zu verhindern und die kulturelle Vielfalt zu erhalten.

Das Amt für Kultur kann Kulturunternehmen auf Gesuch hin nicht-rückzahlbare Finanzhilfen ausrichten.

  • Vorgesehen sind zum einen Ausfallentschädigungen: Kulturunternehmen können für den finanziellen Schaden, der aus der Absage, Verschiebung oder eingeschränkten Durchführung von Veranstaltungen und Projekten oder aufgrund betrieblicher Einschränkungen infolge staatlicher Massnahmen entsteht, eine Entschädigung beantragen.
  • Zum andern können Kulturunternehmen für Kosten, die für Transformationsprojekte entstehen, Beiträge beantragen. Diese Beiträge unterstützen Projekte, mit denen Kulturunternehmen eine Anpassung an die veränderten Verhältnisse bezwecken und die der strukturellen Neuausrichtung oder Publikumsgewinnung dienen.

Anspruchsberechtigt sind Kulturunternehmen in den Kulturbereichen darstellende Künste und Musik, Design, Film, Visuelle Kunst, Literatur sowie Museen. Der Kanton St.Gallen hat den Geltungsbereich im Vergleich zur bisherigen Verordnung und im Einklang mit anderen Kantonen punktuell ausgeweitet. So sind künftig auch Buch- und Musikverlage sowie Vermittlungs- und Veranstaltungsprojekte von Buchhandlungen und Bibliotheken sowie Galerien anspruchsberechtigt, sofern sie die übrigen Anspruchsvoraussetzungen erfüllen.

Anlaufstelle für Kulturschaffende ist neu einzig der Verein Suisseculture Sociale, die Kantone zahlen keine Ausfallentschädigungen mehr aus. Kulturschaffende sollen auf Gesuch hin weiterhin nicht rückzahlbare Geldleistungen zur Deckung der unmittelbaren Lebenshaltungskosten erhalten, sofern sie diese nicht selber bestreiten können (Nothilfe). Zudem können selbständigerwerbende Kulturschaffende, die wegen einer behördlich angeordneten Betriebsschliessung oder Veranstaltungsabsage Erwerbseinbussen erleiden, auch über den 16. September 2020 hinaus bis Ende 2021 bei der kantonalen Ausgleichskasse Corona-Erwerbsersatzentschädigung beziehen. Die Entschädigung muss für jede Betriebsschliessung und für jede abgesagte Veranstaltung einzeln angemeldet werden. Es findet keine automatische Verlängerung statt (vgl. https://www.svasg.ch/produkte/pandemie/index.php). Entschädigungen für weitere Betroffene wird der Bundesrat auf dem Verordnungsweg regeln.

Kulturvereine im Laienbereich können weiterhin von den Dachverbänden eine Entschädigung für den mit der reduzierten Durchführung von Veranstaltungen verbundenen finanziellen Schaden erhalten.

Neue Gesuchsformulare für Ausfallentschädigungen und für Beiträge an Transformationsprojekte von Kulturunternehmen finden Sie ab 1. November 2020 auf dieser Website.

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Kulturförderung

Amt für Kultur

St. Leonhard-Strasse 40
9001 St.Gallen