Im Kanton St.Gallen stieg das Beschäftigungsvolumen im vierten Quartal 2025 im Vorjahresvergleich um 1,3 Prozent, die Zahl der Beschäftigungsverhältnisse um 0,5 Prozent. Im Industriesektor ist die Beschäftigung rückläufig, während sie im Dienstleistungsbereich wächst. Die Zahl der offenen Stellen ist gesunken und die Schwierigkeiten in der Personalrekrutierung haben abgenommen. Hochqualifizierte Fachkräfte sind weiterhin schwer zu finden.
Das vierte Quartal 2025 war im Kanton St.Gallen gesamthaft von einem leichten Beschäftigungswachstum geprägt. Die Vollzeitäquivalente stiegen in diesem Zeitraum gegenüber dem Vorjahr um 1,3 Prozent. Im Dienstleistungsbereich betrug das Wachstum 2,4 Prozent, in Industrie und Gewerbe resultierte ein Rückgang um 0,7 Prozent.
Schwächer als das Beschäftigungsvolumen ist die Zahl der Beschäftigten, resp. der Beschäftigungsverhältnisse, gewachsen, nämlich um 0,5 Prozent. Bei den Teilzeitbeschäftigten beträgt das Wachstum 0,7 Prozent, im Vollzeitbereich erfolgte ein Anstieg um 1,4 Prozent. Bei den Frauen haben die teilzeitlichen Beschäftigungsverhältnisse um 1,2% zugenommen, schwächer als die Vollzeitstellen (+2,3%). Im Total beträgt die Zunahme bei den weiblichen Beschäftigten 1,6 Prozent. Die Gesamtzahl der beschäftigten Männer ist um 0,5 Prozent gesunken, wobei die Teilzeitstellen um 5,2 Prozent abgenommen haben. Die Vollzeitstellen haben um 0,9 Prozent zugenommen.
Die Zahl der offenen Stellen ist im Kanton St.Gallen zwischen den vierten Quartalen 2024 und 2025 um 10,8 Prozent gesunken und beträgt neu 5'800. In der ganzen Schweiz ist der Wert um 4,3 Prozent gesunken. Damit geht der seit 2022 anhaltende Rückgang im Kanton St.Gallen und in der ganzen Schweiz weiter.
Ende Dezember 2025 meldeten 78 Prozent der Unternehmen (gewichtet nach der Zahl der Beschäftigten) eine Beibehaltung des aktuellen Personalbestandes, während 13 Prozent eine Erhöhung und 9 Prozent eine Reduktion erwarten. Der auf diesen Angaben basierende Index der Beschäftigungsaussichten steht für den Kanton St.Gallen bei 1,02 und ist damit etwas tiefer als für die Schweiz (1,03). Dies lässt eine stabile Gesamtbeschäftigung im ersten Quartal 2026 erwarten - in Industrie und Gewerbe wie auch bei den Dienstleistungen.
Der Anteil Unternehmen, die offene Stellen nicht oder nur schwer besetzen konnten, ist im 4. Quartal 2025 gegenüber dem Vorjahresquartal zurückgegangen. Am meisten Mühe macht es nach wie vor, Stellen zu besetzen, für die ein Hochschulabschluss oder eine höhere Berufsausbildung verlangt wird. Einfacher ist es bei Berufsabsabschlüssen ohne weitere Anforderungen. Nur wenige Unternehmen melden Schwierigkeiten, geeignete Personen für offene Stellen zu finden, die keine berufliche Ausbildung voraussetzen.
Die detaillierten Ergebnisse des Beschäftigungsbarometers finden Sie im Statistikportal als Infografiken:
- Alle Indikatoren auf einen Blick neues Fenster
- Beschäftigungsentwicklung neues Fenster
- Offene Stellen neues Fenster
- Beschäftigungsgrad neues Fenster
- Beschäftigungsaussichten neues Fenster
Eine tabellarische Darstellung der Beschäftigungsentwicklung steht in den Formaten Excel neues Fenster und PDF neues Fenster zur Verfügung. Den Zugang zu allen Produkten der vierteljährlichen Beschäftigungsstatistik für den Kanton St.Gallen finden Sie auf dieser Seite neues Fenster des kantonalen Statistikportals.
Die hier publizierten Zahlen basieren auf der vierteljährlichen Beschäftigungsstatistik BESTA des Bundesamtes für Statistik. Der Kanton St.Gallen finanziert eine Vergrösserung der Unternehmensstichprobe, um ausagekräftige Ergebnise auf kantonaler Ebene zu ermöglichen. Die vorliegende Ergebnispublikation des Amtes für Daten und Statistik erfolgt zeitgleich mit dem Bundesamt für Statistik, bei dessen Beschäftigungsbarometer die gesamtschweizerische Entwicklung im Zentrum steht.
Kontakt:
Thomas Oegerli, Amt für Daten und Statistik Kanton St.Gallen
058 229 22 59, thomas.oegerli@sg.ch
Bitte an die Medien: der Leserschaft als Quellenort «www.statistik.sg.ch neues Fenster» mitteilen.
Die hier von der Fachstelle für Statistik publizierten statistischen Informationen unterstehen dem Statistikgesetz des Kantons St.Gallen (sGS 146.1) und dessen Qualitätskriterien.
