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Publiziert am 13.07.2023 17:10 im Bereich Kantonspolizei
Betrug

Im Kanton St.Gallen häufen sich Meldungen von telefonischen Betrugsversuchen. Betrüger und Betrügerinnen wählen mit Vorliebe potenzielle Opfer aus, die 60 Jahre alt oder älter sind. Diese versuchen sie telefonisch um ihr Vermögen zu betrügen.

Die Betrüger geben sich oft als vermeintliche Polizisten, Mitarbeitende von Staatsanwaltschaft und Strafverfolgungsbehörden oder der Kriminalpolizei aus. 

Danach werden die Opfer mit sogenannten Schockanrufen unter Druck gesetzt. Beliebte Maschen sind beispielsweise die Geschichte, dass eine nahestehende Person einen Unfall hatte, nun im Gefängnis sitze und nur gegen Kaution freikomme. Auch die Lüge, man habe bei Einbrechern die Adresse der Angerufenen gefunden und Sie sollen der Polizei zu Ihrem eigenen Schutz Wertgegenstände oder Bargeld übergeben taucht immer wieder auf. Oftmals weisen die Betrügerinnen und Betrüger ihre potenziellen Opfer auch an, ihre Wertgegenstände einem Kurier mitzugeben, welcher diese abholt. Die Täterschaft verlangt zudem, dass die Opfer mit niemandem über die Forderungen sprechen und ohne Unterbruch am Telefon bleiben. Sie befiehlt, wie bei Nachfragen, wie zum Beispiel der eines Bankangestellten, zu reagieren ist.

Dies sind nur einige bekannte Szenarien; der Fantasie der Verbrecher sind keine Grenzen gesetzt. Betrüger werden aber in jedem Fall versuchen, hohen Druck aufzusetzen, um an das Ersparte zu gelangen. Die Kantonspolizei St.Gallen warnt eindringlich vor solchen Betrugsversuchen mit Schockanrufen.

Wichtig zu wissen:

  • Die Polizei oder andere offizielle Behörden werden niemals Geld oder Wertgegenstände von Ihnen verlangen.
  • Übergeben Sie Ihre Wertsachen unter keinen Umständen an Personen, die Sie nicht kennen.
  • Deponieren Sie niemals Geld oder Wertgegenstände an vorgängig vereinbarten Orten.
  • Beenden Sie ein Telefonat sofort, wenn Ihnen etwas komisch vorkommt.
  • Sichern Sie sich bei Unsicherheit jederzeit via Notrufnummer 117 bei der Polizei ab. Lassen Sie sich dabei niemals weiterverbinden, sondern stellen Sie selbst eine neue Telefonverbindung zur Polizei her.
  • Informieren Sie Ihre Verwandten und Bekannten bezüglich solcher Betrugsmaschen.

Weitere Informationen / Flyer

Die Kantonspolizei St.Gallen infomiert in einem Flyer umfassend über diese Betrugsmasche. Der Flyer kann hier heruntergeladen werden.

Gerne beraten wir Sie im nächsten Kapo-Ratgeber zu einem neuen Thema.

Kapo-Ratgeber zum Download