- Editorial Regierungsrätin Bettina Surber
- Bewegungs- und Sportförderungsgesetz
- cool and clean
- Forum Nachwuchsförderung O-CH / FL vom 7. März 2025
- IBK-Arbeitsgruppe «Bewegung und Sport»
- IG Sport SG
- Jugendtag 2025
- Koordinationsstelle Inklusion im Sport
- Sommerkonferenz Sport vom 17./18. Juni 2025
- Sportevent-Kompetenzzentum
- «Sportministerinnen- und Sportministertreffen» auf der Lenzerheide
- Sportvision Ost
- UEFA Women's EURO 2025
Der Sport im Kanton St.Gallen steht auf einem stabilen Fundament. Das ist kein Zufall, sondern das Resultat bewusster politischer Entscheide, Prioritäten und eines breiten Engagements auf allen Ebenen. Das Jahr 2025 hat in dieser Hinsicht wichtige Weichen gestellt.
Ein zentrales Signal kam am 12. September 2025 aus Bern: Bundesrat Martin Pfister kündigte an, den J+S-Kredit entsprechend aufzustocken und damit die geplante Reduktion der J+S-Beitragssätze abzuwenden. Für den organisierten Kinder- und Jugendsport ist das von erheblicher Bedeutung. Denn J+S ist kein Randthema, sondern das Rückgrat der sportlichen Nachwuchsarbeit in unserem Land. Die erfolgreiche Abwehr dieser Kürzungspläne war kein Selbstläufer. Sie ist das Resultat einer gemeinsamen, konsequenten und faktenbasierten Arbeit der Kantone, Verbände und weiterer Partner. Dass der Bund diesen Weg mitgeht, ist ein wichtiges Zeichen – und eine Investition in die nächste Generation.
Auch auf kantonaler Ebene gehen wir in Richtung Zukunft. Mit dem neuen Bewegungs- und Sportförderungsgesetz, das im Jahr 2026 in die Vernehmlassung gehen wird, erarbeitet der Kanton St.Gallen eine moderne, umfassende gesetzliche Grundlage für eine wirkungsorientierte Sportpolitik. Das Gesetz schafft Zuständigkeiten, stärkt die kantonale Verantwortung und ermöglicht gezielte Förderinstrumente entlang der gesamten Förderkette. Damit geben wir dem Sport nicht nur mehr Struktur, sondern auch mehr Verlässlichkeit. Wir sind auf gutem Weg.
Dabei bleibt der Kern unseres Handelns unverändert: Sport ist Teil der öffentlichen Daseinsvorsorge. Er fördert Gesundheit, vermittelt Werte, schafft Zugehörigkeit und eröffnet Teilhabe – unabhängig von Herkunft, Alter oder sozialem Hintergrund. Wo gemeinsam trainiert, gespielt und Verantwortung übernommen wird, entsteht Vertrauen. Und Vertrauen ist eine der tragenden Währungen unserer Gesellschaft.
Dass diese Wirkung im Alltag spürbar wird, ist vor allem den Menschen zu verdanken, die den Sport im Kanton St.Gallen täglich tragen: den Trainerinnen und Trainern, den Vereinsverantwortlichen, den Ehrenamtlichen, den Lehrpersonen und den Eltern. Sie organisieren Trainings, leiten Gruppen, schaffen Strukturen und halten Angebote aufrecht, die für viele Kinder und Jugendliche selbstverständlich sind – es aber nicht sind.
Der Kanton St.Gallen bleibt ein Sportkanton. Nicht aus Gewohnheit, sondern aus Überzeugung. Weil wir wissen, dass Investitionen in Bewegung und Sport nachhaltig wirken – für Einzelne, für Gemeinschaften und für unsere Gesellschaft insgesamt.
Regierungsrätin Bettina Surber
Vorsteherin des Bildungsdepartementes
Die Arbeiten rund um das Bewegungs- und Sportförderungsgesetz haben aus diversen Gründen Verzögerung erfahren. Der Kantonsrat soll gemäss aktuellem Terminplan die vorberatende Kommission in der Wintersession 2026 bestellen, die 1. Lesung in der Frühjahrssession 2027 und die 2. Lesung in der Sommersession 2027 beraten.
Das Jahr 2025 war für «cool and clean» im Kanton St.Gallen von grossem Engagement und mehreren Highlights geprägt. 16 Vereinsberatungen – ein Rekord – konnten durchgeführt werden. Dies zeigt das wachsende Interesse an Prävention und einer gesunden Vereinskultur.
Ein Schwerpunkt lag auf der Vermittlung von Lebenskompetenzen. Zweimal führte die «cool and clean»-Botschafterin, Monique Näf-Huber, gemeinsam mit den Lernenden Tarik Seferovic und Jonas Uehli einen je 2,5-stündigen Workshop an der United school of sports für neue Lernende durch. Im Dezember 2025 wurde «cool and clean» beim Athletenzusammenzug von Ostschweiz Athletics im Athletik Zentrum St.Gallen vor rund 150 Jugendlichen behandelt.
Ein zentraler Moment war der mit dem Kanton Thurgau gemeinsam organisierte Wertschätzungsanlass im Juli 2026 im Hotel Newstar in St.Gallen. Rund 50 engagierte Leiterinnen und Leiter aus verschiedenen Vereinen kamen zusammen, um sich zu vernetzen und ihre wertvolle Arbeit würdigen zu lassen. Neben Austausch und Apéro erhielten sie Inputs zum Thema «Vorbild sein im Verein» sowie Einblicke in die Vereinsberatung. Der sportliche Höhepunkt war der gemeinsame Besuch des Women’s EURO 2025 Qualifikationsspiels Deutschland – Polen.
Ein besonderer Höhepunkt waren die Drehs der Präventionsfilme «Nimmsch Rücksicht?» mit den vier Fussballvereinen FC Gossau, FC Mels, FC Rapperswil-Jona und FC Uzwil. Die Filme wurden auf den Vereinsanlagen mit Vereinsmitgliedern gedreht und thematisieren Fairness, Rücksichtnahme und den Verzicht auf Nikotin im Stadionumfeld. Sie werden künftig in den Vereinslokalen und auf Social Media eingesetzt und machen Prävention im Vereinsalltag sichtbar.
Der Verein «Netzwerk Nachwuchsförderung Sport Ostschweiz / Fürstentum Liechtenstein (O-CH /FL)» veranstaltet jährlich das Forum Nachwuchsförderung O-CH / FL. Ziel des Anlasses ist es, Akteure aus der Nachwuchsförderung zusammenzubringen und die Vernetzung in diesem Bereich zu stärken.
Am 7. März 2025 fand das Forum am Sport-Gymnasium Davos statt. Der Tag begann mit der Hauptversammlung unter der Leitung von Präsident Hans Höhener. Anschliessend stellte Urs Winkler, Rektor des Gymnasiums, die Sportschule vor. Am Nachmittag standen zwei Workshops zum Thema «Professionalisierung im Nachwuchssport – Konsequenzen und Herausforderungen für den Schulpartner» im Fokus. Diese wurden von Marc Berthod, Leiter Sport der Stiftung Sport-Gymnasium Davos, sowie René Müller, Nachwuchschef des Hockey Club Davos, geleitet.
Die Arbeitsgruppe «Bewegung und Sport» der Internationalen Bodensee Konferenz (IBK) neues Fenster hat sich im Jahr 2025 zu zwei Sitzungen getroffen. Im Frühjahr fand der Austausch in Konstanz auf der Geschäftsstelle der IBK statt und im Herbst anlässlich des Bodenseeschulcups in Kreuzlingen.
Die Arbeitsgruppe befasste sich insbesondere mit einem Talenttreff für Nachwuchssportlerinnen und -sportler. Diese alle zwei Jahre stattfindenden «Talent Days Bodensee» sollen erstmals vom 25. – 27. September 2026 im Raum Bregenz / Dornbirn durchgeführt werden.
Im Rahmen der «IG-Sportgala» vom 11. April 2025 wurden Auszeichnungen für die Sportlerinnen und Sportler des Jahres sowie den Verein des Jahres aus dem Kanton St.Gallen vergeben. Dank herausragenden Leistungen im Jahr 2024 ehrte die IG Sport SG die folgenden Athletinnen und Athleten:
Am 3. April 2025 fand der Jugendtag im Athletik Zentrum St.Gallen bereits zum 16. Mal statt. Der Präventionsanlass für rund 1'400 Oberstufenschülerinnen und -schüler aus dem ganzen Kanton war erneut sehr gefragt und früh ausgebucht. Die beteiligten Fachstellen sowie das Amt für Sport bereiteten den Anlass gemeinsam sorgfältig vor.
Der Jugendtag startete mit einer Begrüssung und einem Mundart-Rap. Anschliessend nahmen die Klassen an Workshops und Parcours zu wichtigen Präventionsthemen wie Rauchen und Dampfen, Alkohol, Bewegung, Ernährung, Jugend und Geld sowie der digitalen Lebenswelt teil.
Als Special Guest gab das Nachwuchstalent Anika Seliner Einblicke in ihren Weg als Fussballerin beim FC St.Gallen und in der U19-Nationalmannschaft. Der Anlass wurde durch die sehr gute Zusammenarbeit der Fachstellen und der zahlreichen Helfenden ermöglicht.
Mehr Infos unter: www.jugendtag.sg.ch neues Fenster
Im Jahr 2025 wurde die inklusive Sportförderung im Kanton St.Gallen weiter gestärkt. Die Vereinbarung zwischen Swiss Inclusive Sport und dem Kanton wurde um zwei Jahre (2026-2027) verlängert und ein neuer Aktionsplan erarbeitet. Dieser fokussiert auf den Ausbau inklusiver Sportangebote, die Qualitätssicherung bestehender Unified Clubs sowie die stärkere Einbindung von Einrichtungen und Sonderschulen, um Menschen mit Beeinträchtigung besser zu erreichen und zur Teilnahme zu motivieren.
Auch in der Umsetzung gab es Fortschritte: Die Zahl der inklusiven Sportvereine und Veranstaltungen ist weiter gewachsen. Neu konnten unter anderem der Biberlauf Uzwil sowie weitere Vereine und Angebote als inklusive Formate etabliert oder erweitert werden. Andrin Huber, U23-Europameister im Zehnkampf, liess es sich nicht nehmen, an einer UBS-Kids Cup-Siegerehrung persönlich dabei zu sein. Diese Entwicklungen zeigen die zunehmende Offenheit von Vereinen und Veranstaltern für inklusive Sportangebote.
Ein weiterer Schwerpunkt lag auf Sensibilisierung und Vernetzung. Durch Kurse, Workshops und Präsentationen wurden Sportvereine, Veranstalter und Fachpersonen angesprochen und für Inklusion im Sport sensibilisiert. Veranstaltungen wie der Auffahrtslauf leisten dabei ebenfalls einen wichtigen Beitrag, indem sie inklusive Teilnahmen ermöglichen und sichtbar fördern.
Am 17. und 18. Juni 2025 fand die nationale Sportkonferenz in Unterterzen statt. Vertreterinnen und Vertreter der Konferenz der kantonalen Sportbeauftragten (KKS) sowie die Verantwortlichen des Sportförderprogramms Jugend+Sport (J+S) berieten im Marina Walensee strategische Fragen der KKS und besuchten einen längeren Kickoff-Workshop zum Projekt «Sport- und Bewegungsstrategie 2040» des Bundesamtes für Sport von Swiss Olympic. Am zweiten Tag standen die Optimierung und Weiterentwicklung von J+S im Fokus. Das Projekt «Sport- und Bewegungsstrategie 2040» wird in Arbeitsgruppen mit Beteiligung der Kantone weitergeführt.
Die Umsetzung der Sportevent-Strategie St.Gallen-Bodensee ist in vollem Gange. Die Agentur XLR8 engagiert sich im Auftrag von St.Gallen-Bodensee Tourismus, der Stadt und dem Kanton St.Gallen in der Akquisition von Sportanlässen. Neben Basketball-, Handball- und Volleyballevents bemüht sich die Region beispielsweise auch für die Gymnaestrada 2035.
Anlässlich der Biathlon-WM haben sich 13 für den Sport zuständige Regierungsrätinnen und -räte am 20. Februar 2025 auf der Lenzerheide getroffen. Nach einem Grusswort des Kantons Graubünden durch Ständerat Stefan Engler, referierten Urs Lehmann, damals noch Co-Präsident von Swiss-Ski (Grossanlässe Schneesport), Frédéric Favre als Mitinitiant und damaliger Staatsrat des Kantons Wallis (Kandidatur für die Olympischen und Paralympischen Winterspiele 2038, heute CEO des Kandidatur-Vereins), Sandra Felix, BASPO-Direktorin und Ruth Metzler-Arnold, Präsidentin von Swiss Olympic (abwechselnd zu Strategie Sport- und Bewegungsförderung 2040, Sportgrossanlässe, Verwendung der Lotteriegelder, Projekte und Programme).
Die Konferenz der Kantonalen Sportbeauftragten (KKS) war mit Patrik Baumer (Präsident 2025 - 2028) und Philipp Hartmann (Präsident bis 31.12.2024) vertreten. Regierungsrätin Bettina Surber (Kanton St.Gallen) stellt sich für die Jahre 2025 bis 2028 für die «Schirmherrschaft» dieser Treffen, die regelmässig stattfinden sollen, zur Verfügung.
Die Sportfeld Gründenmoos AG hat in den vergangenen Jahren die Konzeption einer modernen Breiten- und Spitzensportanlage im Westen der Stadt St.Gallen erarbeitet und dabei die sportliche Bedeutung des Projekts klar aufgezeigt. Die allgemeine und technische Machbarkeitsstudie für die Kernsportarten Reiten, Handball, Unihockey und Tennis beurteilten das Vorhaben grundsätzlich positiv.
Das anschliessend entwickelte Finanzierungs- und Betriebskonzept erwies sich jedoch als nicht tragfähig. Insbesondere die hohe Zinsbelastung, die erhebliche Investitionssumme sowie das Risiko einer langfristigen Mitfinanzierung durch die öffentliche Hand wurden von Stadt und Kanton St.Gallen als zu hoch eingeschätzt. Zudem fehlte ein fundierter Businessplan für den langfristigen Betrieb. Die Regierungen von Stadt und Kanton St.Gallen haben daher im Frühjahr 2025 entschieden, die Zusammenarbeit mit der Sportfeld Gründenmoos AG zu beenden.
In der Folge prüften Stadt und Kanton gemeinsam mit den betroffenen Sportvereinen mögliche Nachfolgeprojekte und Zwischennutzungen der bestehenden Anlagen. Dabei wurden insbesondere die Planung für Nationale Leistungszentren im Pferdesport, Turnsport und Unihockey im Jahr 2025 intensiv weiterverfolgt. Gleichzeitig fand ein vertiefter Austausch im Sinne von «lessons learned» statt.
Vom 2. bis 27. Juli 2025 fand in der Schweiz die UEFA Women’s EURO 2025 statt. Die Stadt St.Gallen hat als Host City die Teams aus Deutschland, England, Frankreich, Polen und Wales sowie deren Fans willkommen geheissen. In der Host City St.Gallen fanden am 4., 9. und 13. Juli 2025 drei Vorrundenspiele im jeweils ausverkauften Kybunpark statt. Aus touristischer Sicht profitierte die Region zudem von der internationalen Berichterstattung. Die Women’s EURO war in St.Gallen eine einmalige, gute Erfahrung und setzte Impulse für weitere Grossanlässe.
Im Rahmen der Legacy lancierte die Host City St.Gallen über 20 Massnahmen zur gezielten Förderung des Mädchen- und Frauenfussballs. Das Amt für Sport führte im Jahr 2024 und 2025 je einen J+S-Leiterinnenkurs ausschliesslich für Fussballtrainerinnen durch. Diese Kurse sollen auch in den kommenden Jahren bedarfsgerecht weitergeführt werden.
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