Amt für Soziales
Newsletter Abteilung Integration und Gleichstellung
Grüezi
Ob Veranstaltungen, neue Projekte oder politische Entwicklungen – mit unserem Newsletter halten wir Sie auf dem Laufenden.
Das Team der Abteilung Integration und Gleichstellung wünscht Ihnen eine anregende Lektüre und einen sonnigen Start in den Frühling!
Folgende Inhalte erwarten Sie in diesem Newsletter:
Integration:
- Aktionstage gegen Rassismus 2026
- Nationale Strategie gegen Rassismus und Antisemitismus
- Deutschkursoffensive seit 1. Januar 2026 in Kraft
- Ausschöpfung der Integrationspauschalen und Beiträge Schutzstatus S im Jahr 2025
- OECD-Studie: Schweiz erhält gute Noten im Integrationsbereich
Gleichstellung:
- 30 Jahre Gleichstellungsgesetz: Wissenswertes im Überblick
- 30 Jahre Gleichstellungsgesetz: Tagung für die Praxis
- Sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz: Aktualisiertes Informationsmaterial
- Nationaler Aktionsplan gegen Hate Crimes gegenüber LGBTIQ-Personen
- Nationale Strategie gegen häusliche, sexualisierte und geschlechtsspezifische Gewalt
Integration
Aktionstage gegen Rassismus 2026
Es ist wieder so weit: Die Aktionstage gegen Rassismus stehen bevor. Vom 12. bis 22. März 2026 erwartet Sie im ganzen Kanton St.Gallen ein vielfältiges Veranstaltungsprogramm neues Fenster. Unsere Projektpartnerinnen und -partner laden mit Workshops, künstlerischen Darbietungen, Lesungen und weiteren Formaten dazu ein, sich mit rassistischer Diskriminierung auseinanderzusetzen und gemeinsam ein Zeichen für Vielfalt und ein respektvolles Miteinander zu setzen.
Nationale Strategie gegen Rassismus und Antisemitismus
Rassismus und Antisemitismus sind in der Schweiz eine gesellschaftliche Realität. Betroffene werden unter anderem aufgrund ihrer tatsächlichen oder angenommenen Herkunft oder Nationalität, Hautfarbe oder religiösen Zugehörigkeit diskriminiert. Die Folgen sind oft gravierend – weniger Chancen auf dem Arbeits- und Wohnungsmarkt, ökonomische und gesundheitliche Einschränkungen sowie soziale Ausgrenzung – und sie wirken sich auf die ganze Gesellschaft aus.
Vor diesem Hintergrund hat der Bundesrat die erste nationale Strategie gegen Rassismus und Antisemitismus beschlossen. Sie schafft einen gemeinsamen Handlungsrahmen und zielt darauf ab, Rassismus und Antisemitismus besser zu erfassen, Betroffene zu schützen und die Prävention zu stärken.
Deutschkursoffensive seit 1. Januar 2026 in Kraft
Mit der Deutschkursoffensive stärkt der Kanton St.Gallen die sprachliche Integration von Zugewanderten. Die Kosten für Deutsch- und Alphabetisierungskurse wurden deutlich gesenkt: Die Förderung je Lektion beträgt Fr. 10.–, gleichzeitig wurden die Einkommensgrenzen erhöht. Dadurch haben mehr Menschen – insbesondere Familien und Erwerbstätige mit geringem Einkommen – die Möglichkeit, von qualitativ hochwertigen und bezahlbaren Kursen zu profitieren.
Ausschöpfung der Integrationspauschalen und Beiträge Schutzstatus S im Jahr 2025
Im vergangenen Jahr wurden 84 Prozent der Integrationspauschalen und Beiträge für Personen mit Schutzstatus S ausgeschöpft. Das entspricht rund 28 Mio. Franken. Es handelt sich dabei um Bundesgelder, die vom Kanton an die Gemeinden weitergeleitet werden. Die Gemeinden setzen diese Mittel gezielt in Sprachkurse, berufliche Qualifizierungsprogramme und soziale Unterstützungsmassnahmen ein. So konnten geflüchtete und schutzbedürftige Personen besser am gesellschaftlichen Leben teilnehmen und ihre Chancen auf berufliche Integration verbessern.
Für das Jahr 2026 stehen 16,5 Mio. Franken für die Integrationspauschale sowie weitere 16,5 Mio. Franken für die Beiträge Schutzstatus S zur Verfügung.
OECD-Studie: Schweiz erhält gute Noten im Integrationsbereich
Eine neue OECD-Studie zeigt, dass die Integration von Zugewanderten in der Schweiz sehr gut funktioniert.
Im OECD-Vergleich weisen Zugewanderte in der Schweiz hohe Quoten bei der Erwerbstätigkeit auf, verfügen über eine gute Ausbildung und bemühen sich aktiv um den Erwerb einer Landessprache. Rund die Hälfte der Personen mit geringen Kenntnissen einer solchen erwirbt innerhalb von fünf Jahren fortgeschrittene Kenntnisse.
Die Studie spricht sich für eine stärkere Arbeitsmarktintegration von Frauen aus, insbesondere im Familiennachzug. Die von Bund und Kantonen getragenen Integrationsprogramme, darunter subventionierte Sprachkurse und Arbeitsmarkt-Förderangebote, tragen wesentlich zur Integration und Teilhabe bei. Es wird empfohlen, diese weiterzuführen.
Weitere ausgewählte Informationen und Hinweise
- «Here ! Am» neues Fenster – Workshop für Kulturschaffende mit Migrationserfahrung im Rahmen des jungspund Theaterfestivals, organisiert von artlink und dem Kulturbüro St.Gallen
- 13. Ostschweizer Gemeindetagung: Gemeinde der Zukunft - Zusammenleben gestalten neues Fenster – Veranstaltung für Personen aus Verwaltung, Politik und Wirtschaft der Ostschweizer Fachhochschule
- «Citoyenneté – mitreden, mitgestalten, mitentscheiden» neues Fenster und «Neues Wir – Kultur, Migration, Teilhabe» neues Fenster – Förderprogramme der Eidgenössischen Migrationskommission (EKM)
- Prix benevol 2026 neues Fenster – Nominierung für eine Auszeichnung für Freiwilligenarbeit in St.Gallen
- religion.ch neues Fenster – diverse Artikel zu aktuellen Themen im interreligiösen Dialog
- Bedeutung der Zuwanderung für die wirtschaftliche Stabilität der Schweiz neues Fenster –
Bericht zur Personenfreizügigkeit und Zuwanderung in die Schweiz des Bundesrats
Gleichstellung
30 Jahre Gleichstellungsgesetz: Wissenswertes im Überblick
In diesem Jahr feiert das Bundesgesetz über die Gleichstellung von Frau und Mann (Gleichstellungsgesetz, GlG) sein 30-jähriges Bestehen. Mit seinem Inkrafttreten am 1. Juli 1996 wurde die Gleichstellung im Erwerbsleben gesetzlich verankert.
Doch was bedeutet das konkret? Welche Pflichten haben Arbeitgebende – und welche Rechte Arbeitnehmende? Und was tun, wenn es dennoch zu Diskriminierung kommt?
Antworten auf die häufigsten Fragen sowie weitere Informationen hat die kantonale Gleichstellungsförderung auf ihrer Website zusammengestellt. Reinschauen lohnt sich!
30 Jahre Gleichstellungsgesetz: Tagung für die Praxis
Im Rahmen des 30-Jahr-Jubiläums des Gleichstellungsgesetzes (GlG) lädt die kantonale Gleichstellungsförderung am 19. November 2026 HR-Fachpersonen und weitere Interessierte zu einer Tagung ein.
Die Tagung zeigt, was das Gleichstellungsgesetz ist und wie es wirkt, illustriert anhand von HR-Prozessen, wie Betriebe Gleichstellung aktiv fördern können, und Impulse für eine diskriminierungsfreie, gleichstellungssensible Arbeitswelt.
Tragen Sie sich in unsere Mailingliste ein und erhalten Sie alle Informationen sowie den Anmeldelink zur Tagung bequem per E-Mail.
Sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz: Aktualisiertes Informationsmaterial
Eine im Jahr 2024 veröffentlichte Studie des EBG und des SECO zeigt: Sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz ist weit verbreitet. Doch wie können Mitarbeitende reagieren, wenn Grenzen überschritten werden? Und welche gesetzlichen Pflichten haben Arbeitgebende?
Antworten darauf bieten die Anfang Februar 2026 aktualisierten Ratgeber sowie weitere Informationsmaterialen von EBG und SECO – praxisnah, verständlich und hilfreich für den Alltag.
Nationaler Aktionsplan gegen Hate Crimes gegenüber LGBTIQ-Personen
In den letzten Jahren wurden in der Schweiz bedeutende Fortschritte in Bezug auf die Gleichstellung und die Rechte von LGBTIQ-Personen erzielt. Trotz dieser gesetzlichen Fortschritte ist der Alltag von LGBTIQ-Personen nach wie vor von Diskriminierung und Erfahrungen verbaler, physischer, sexualisierter oder psychischer Gewalt geprägt – mit weitreichenden Folgen, insbesondere für ihre Gesundheit.
Vor diesem Hintergrund hat der Bundesrat den ersten nationalen Aktionsplan verabschiedet. Der Aktionsplan zielt darauf ab, Hate Crimes sowie andere Gewalt- und Diskriminierungshandlungen gegen LGBTIQ-Personen zu reduzieren. Er ist in die drei Handlungsfelder «Unterstützung und Schutz», «Prävention» sowie «Monitoring» gegliedert und umfasst insgesamt zwölf Massnahmen.
Nationale Strategie gegen häusliche, sexualisierte und geschlechtsspezifische Gewalt
Auf nationaler Ebene bestehen derzeit zwei zentrale strategische Instrumente zur Bekämpfung von häuslicher, sexualisierter und geschlechtsspezifischer Gewalt: der «Nationale Aktionsplan zur Umsetzung der Istanbul-Konvention 2022–2026» und die «Roadmap zur Bekämpfung von häuslicher und sexueller Gewalt».
Beide sollen durch eine Gesamtstrategie gegen häusliche, sexualisierte und geschlechtsspezifische Gewalt abgelöst werden, die der Bund gemeinsam mit den Kantonen und Gemeinden erarbeitet. Die Gesamtstrategie soll Anfang 2027 in Kraft treten.
Weitere ausgewählte Informationen und Hinweise
- Film «Do You Remember Me?» und Podiumsdiskussion zu weiblicher Genitalverstümmelung im Palace St.Gallen, organisiert vom Komitee 8. März neues Fenster
- Film «Ein Tag ohne Frauen» und Apéro im Cinewil, organisiert vom Wiler Frauentag neues Fenster
- 40 Jahre Wyborada, 40 Jahre feministische Bibliothek und Literaturort neues Fenster – Veranstaltungen zum Jubiläum des St.Galler Vereins Wyborada
- 50 Jahre EKF neues Fenster – Jubiläumsfest zum 50-jährigen Bestehen der Eidgenössischen Kommission für Frauenfragen, 23. April 2026, Bern
- AXA Vorsorgemonitor 2025 neues Fenster – Studie zu Vorsorge in Partnerschaften und Familien
- «Wirtschaftliche Folgen von Scheidungen gerechter verteilen» neues Fenster – EKFF Policy Brief Nr. 9
- «Meet the Experts» neues Fenster – neue Weiterbildung für nachhaltiges Talent-Management des Competence Center of Diversity, Disability and Inclusion (CCDI) der Universität St.Gallen
- «Worauf Jugendliche bei ihrer ersten Berufswahl achten» neues Fenster – Umfrage der Universität St.Gallen
- «Was gilt? LGBTI - Meine Rechte» neues Fenster – aktualisierte Rechtsbroschüre der Stadt Bern, Stadt Zürich und Universität Genf
- «Regenbogeneltern werden und sein: Queere Elternschaft - informiert und selbstbestimmt» neues Fenster – Informationsbroschüre von Pink Cross, LOS, TGNS und dem Dachverband Regenbogenfamilien
- «Gewaltfrei» neues Fenster –Podcast über Gewalt, Ausbeutung und gesellschaftliche Verantwortung, konzeptioniert von der Frauenberatung sexuelle Gewalt Zürich und der Opferberatung Winterthur
- Neue Strafnorm zum Stalking seit 1. Januar 2026 in Kraft neues Fenster
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