Logo Kanton St.Gallen
Publiziert am 12.02.2026 08:30 im Bereich Statistik
Wahlurne

Am Sonntag, 8. März 2026, wird über vier eidgenössische und drei kantonale Vorlagen abgestimmt. Das Amt für Daten und Statistik präsentiert zu fast allen Vorlagen Resultate von vergleichbaren Abstimmungen.

Die eidgenössische Volksinitiative mit dem Kurztitel «Bargeld ist Freiheit» will die Versorgung mit Bargeld in der Verfassung festschreiben. Das Parlament hat ihr einen direkten Gegenentwurf gegenübergestellt. Im Juni 2018 wollte die sogenannte «Vollgeld-Initiative» die Geldschöpfung alleine der Nationalbank übertragen. Im Kanton St.Gallen und in der ganzen Schweiz stimmte ein knappes Viertel der Abstimmenden zu. 

Die Initiative «200 Franken sind genug (SRG-Initiative)» will die Radio- und Fernsehgebühr bei 200 Franken festschreiben. Im März 2018 wollte eine Initiative mit dem Kurztitel «No Billag» diese Gebühr ganz abschaffen. Sie erhielt schweizweit 28,4 Prozent Ja-Stimmen, im Kanton St.Gallen 34,4 Prozent. Die Spannweite der Zustimmung in den Gemeinden war recht hoch, zwischen 27,2 Prozent in Andwil und 46,4 Prozent in Kaltbrunn.

Die «Klima-Fonds-Initiative» verlangt, dass der Bund einen Fonds in der Höhe von 0,5 bis 1 Prozent der Schweizer Wirtschaftsleistung einrichtet, um daraus Klimaschutzmassnahmen zu finanzieren. Auf kantonaler Ebene gab es bereits im November 2023 eine Initiative zu diesem Anliegen. Sie erhielt zwischen 13,4 (Niederbüren) und 41,9 Prozent (Stadt St.Gallen) Zustimmung, kantonsweit 27,8 Prozent. Der Gegenvorschlag, ein Sonderkredit zur Energieförderung, wurde mit 65,2 Prozent Ja-Stimmen angenommen.

Die vierte Vorlage schlägt die Schaffung eines «Bundesgesetzes über die Individualbesteuerung» vor. Dieses will sicherstellen, dass die Besteuerung (auf Bundesebene) nicht mehr abhängig vom Zivilstand erfolgt. Im Februar 2016 wurde die Volksinitiative «Gegen die Heiratsstrafe» im Kanton St.Gallen mit 53,0 Prozent angenommen. Vier Gemeinden (St.Gallen, Rapperswil-Jona, Lichtensteig und Bad Ragaz) waren dagegen. In der ganzen Schweiz wurde die Initiative abgelehnt. Der Anteil der Ja-Stimmen betrug 49,2 Prozent.

 

Auf kantonaler Ebene will die Vorlage «WILWEST» Grundstücke im Westen von Wil verkaufen, deren wirtschaftliche Nutzung ermöglichen und die entsprechenden Fruchtfolgeflächen im Kanton St.Gallen kompensieren. Im September 2022 wurde der Kantonsratsbeschluss über einen Sonderkredit für die Arealentwicklung Wil West mit knappem Resultat abgelehnt. 47,4 Prozent der Abstimmenden waren dafür, ebenso 15 von 75 Gemeinden. 

Der «Neubau des Berufs- und Weiterbildungszentrums Rapperswil-Jona» reiht sich ein in eine grosse Zahl von Abstimmungen zu Bildungs- und Forschungsthemen, die in der Regel hohe Zustimmungsraten erhalten, wie bereits in der News neues Fenster vom 12. November 2025 ausgeführt. Zuletzt sagten am 30. November 2025 77,2 Prozent der Stimmenden Ja zum «Reinraum Buchs», mit entsprechenden Mehrheiten in allen Gemeinden.

Schliesslich will die «Kantonsstrasse zum See» die Gemeinden in der Region Rorschach vom Durchgangsverkehr entlasten. Dazu liegt keine Vergleichsabstimmung auf kantonaler Ebene vor.



 


    Kontakt:

    Thomas Oegerli, Amt für Daten Statistik Kanton St.Gallen
    thomas.oegerli@sg.ch
    058 229 22 59

    Bitte an die Medien: Der Leserschaft als Quellenort «www.statistik.sg.ch neues Fenster» mitteilen.

    Die von Amt für Daten und Statistik (DSSG) produzierten Statistiken unterstehen dem Statistikgesetz des Kantons St.Gallen (sGS 146.1) und dessen Qualitätskriterien.