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Publiziert am 05.03.2026 08:45 im Bereich Allgemein
Man sieht die Hände von jemandem, der am Laptop arbeitet vor blauem Hintergrund

Ende Februar waren aus dem Kanton St.Gallen 11'917 Personen zur Stellensuche bei einem RAV gemeldet. Das sind 1'318 mehr als vor Jahresfrist und 150 weniger als Ende Januar. Die Zahl der offenen Stellen beträgt aktuell 3'595. Für Kurzarbeit vorangemeldet sind 2'093 Beschäftigte.

Die Zahl der bei einem St.Galler RAV gemeldeten Stellensuchenden ist innert Jahresfrist um 12,4 Prozent gestiegen und gegenüber dem Vormonat um 1,2 Prozent gesunken. Dies entspricht der Entwicklung, die zu Jahresbeginn zu erwarten ist.

Der Anstieg gegenüber dem Vorjahr betrifft Stellensuchende aus Industrie und Gewerbe mit 10,8 Prozent (+446 auf 4'560 Personen) etwas weniger stark als Stellensuchende aus dem Dienstleistungssektor mit 13,8 Prozent (+868 auf 7'138 Personen). Die Entwicklung in der ganzen Schweiz verläuft ähnlich. Hier beträgt der Anstieg gegenüber dem Vorjahr 10,7 Prozent, im Vergleich zum Vormonat sind die Werte mit einem Minus von 0,3 Prozent praktisch unverändert.

Altersgruppen

Bei der Altersgruppe der 15- bis 24-Jährigen beträgt der Anstieg gegenüber dem Vorjahresmonat 7,4 Prozent (von 1'115 auf 1'197) und bei den 25- bis 49-Jährigen 14,1 Prozent (von 6'261 auf 7'144). Einen ähnlichen Anstieg gegenüber dem Vorjahr gab es bei den 50-Jährigen und Älteren, nämlich 11,0 Prozent (von 3'223 auf 3'576).

Wahlkreise

In allen Wahlkreisen ist die Zahl der Stellensuchenden im Vorjahresvergleich gestiegen, zwischen 4,5 Prozent im Wahlkreis Wil und 26,9 Prozent im Toggenburg. Ebenfalls über dem kantonalen Mittel von +12,4 Prozent ist die Zunahme im Sarganserland (+23,2%), im Werdenberg (+18,9%) sowie im Rheintal und in See-Gaster (mit je +15,1%). Weniger stark ist das Wachstum in den Wahlkreisen St.Gallen (+9,4%) und Rorschach (+6,9%).
Im Toggenburg und im Sarganserland spielt die Entwicklung in den konsumaffinen Branchen (Detailhandel, Verkehr und Transport, Gastgewerbe) eine bedeutende Rolle. Allerdings ist in diesen Wahlkreisen auch die geringere absolute Zahl an Stellensuchenden zu berücksichtigen.

Offene Stellen

Ende Februar waren bei den RAV des Kantons St.Gallen 3'595 offene Stellen gemeldet. Das sind 173 mehr als vor Jahresfrist und 455 mehr als im Vormonat. Rund 60 Prozent davon stammen aus meldepflichtigen Berufen neues Fenster. Deren Zahl hat gegenüber dem Vorjahr zugenommen, was mit der Ausweitung der meldepflichtigen Berufe auf Anfang 2026 zusammenhängt. Am stärksten gesucht sind Hilfsarbeitskräfte, Personen in Dienstleistungsberufen, Verkäuferinnen und Verkäufer sowie Personen in Handwerks- und verwandten Berufen.

Kurzarbeit

Für den März 2026 haben 64 Betriebe 2'093 Mitarbeitende zur Kurzarbeit vorangemeldet. Damit ist die Zahl der Betriebe um drei gesunken und die Zahl der vorangemeldeten Mitarbeitenden um 32 gestiegen. Betroffen sind Unternehmen in der Industrie und dem verarbeitenden Gewerbe aus allen Regionen des Kantons. Im Vordergrund stehen vor allem generell konjunkturell bedingte Schwierigkeiten. Die Auswertung basiert auf den bis Ende Februar 2026 bearbeiteten Gesuchen. Eine Bewilligung aller noch hängigen Gesuche würde die Zahl der betroffenen Mitarbeitenden um rund 240 erhöhen.

Detailinformationen im Statistikportal

Eine detaillierte tabellarische Darstellung der Entwicklung der Arbeitslosigkeit nach soziodemografischen Merkmalen und Branchen steht auf dem kantonalen Statistikportal zur Verfügung (xlsx neues Fenster, pdf neues Fenster), ebenso zu den aktualisierten Quotenwerten (xlsx neues Fenster, pdf neues Fenster), zur abgerechneten Kurzarbeit (xlsx neues Fenster, pdf neues Fenster) und zu weiteren wichtigen Kennzahlen neues Fenster. Die offenen Stellen sind als Stada-Tabelle neues Fenster abrufbar.

Weiteres statistisches Informationsmaterial zu den Arbeitslosen und Stellensuchenden in Form von Grafiken, Tabellen und interaktiven Datenbanken ist auf dem kantonalen Statistikportal zu finden.

Die vom Amt für Daten und Statistik (DSSG) publizierten statistischen Informationen unterstehen dem Statistikgesetz des Kantons St.Gallen (sGS 146.1) und dessen Qualitätskriterien.