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Publiziert am 05.02.2026 11:00 im Bereich Allgemein
bwz

Die Regierung verfolgt als Schwerpunktziel, die Berufsbildung zu stärken und so den Fachkräftemangel zu bekämpfen. Mit dem Neubau des BWZ Rapperswil-Jona steht nun ein Element dieser Strategie kurz vor der Abstimmung. Der Neubau ist notwendig: Die Anzahl Lernende wächst und die Unterrichtsformen verändern sich. Am 8. März 2026 stimmt die St.Galler Bevölkerung über den Neubau ab.

Rund 1'200 Lernende besuchen jede Woche das Berufs- und Weiterbildungszentrum (BWZ) Rapperswil-Jona. Die Räumlichkeiten entsprechen aber nicht mehr den Anforderungen an den modernen Schulunterricht einer Berufsfachschule.

Die Schulzimmer sind zu alt und zu klein für den heutigen Unterricht. Neben- und Gruppenräume fehlen und die Treppenhäuser sind eng. Es gibt zu wenig Toiletten. Auch haben die Lernenden kaum Orte für die Mittagspause. Die Wärmedämmung und die Lüftung sind ungenügend.

Zudem braucht das BWZ Rapperswil-Jona mehr Platz. Gemäss Prognose steigt die Zahl der Lernenden auf 1'600 Personen.

Wir bauen im Südquartier von Rapperswil-Jona das BWZ neu und stellen damit mehr Platz für die Fachkräfte der Zukunft bereit.

Regierungsrätin Susanne Hartmann
Vorsteherin Bau- und Umweltdepartement

Der Neubau soll wenig CO2 verbrauchen – sowohl beim Bau wie auch auf die ganze Lebensdauer. Geheizt wird zu 100 Prozent aus erneuerbaren Quellen.

Zusammentun, was zusammengehört

Im Neubau des BWZ wird auch die Berufs- und Laufbahnberatung einziehen. Die Berufs- und Laufbahnberatung See-Gaster mietet heute Räume an der Bahnhofstrasse in Uznach. Die Räumlichkeiten weisen bereits über einen längeren Zeitraum räumliche und betriebliche Mängel auf. Mit dem Neubau entfallen die Doppelstandorte des BWZ und der Berufs- und Laufbahnberatung.

Ideal gelegen im Bildungszentrum von Rapperswil-Jona

Mit dem Neubau des BWZ Rapperswil-Jona zieht die Berufsbildung in Gehdistanz zur Fachhochschule und zum Bahnhof.

So entsteht in Rapperswil-Jona ein attraktiver Bildungscluster direkt beim Bahnhof und am See. Damit stärken wir die Stadt und unseren Bildungskanton.

Regierungsrätin Bettina Surber
Vorsteherin Bildungsdepartement

Eine Machbarkeitsstudie aus dem Jahr 2023 schätzt die Kosten für den Neubau auf 91 Millionen Franken. Darin enthalten sind 6,5 Millionen Franken für den Kauf der zwei Grundstücke. Der Bau kostet damit rund 84,5 Millionen Franken. Die Mieten für die Räume des BWZ und der Berufs- und Laufbahnberatung See-Gaster kosten derzeit pro Jahr 984'000 Franken. Die Mieten fallen mit dem Neubau weg.

Auch die Stadt Rapperswil-Jona unterstützt den Neubau des BWZ. Sie stellt das Land für das geplante Projekt zur Verfügung, die Stimmbürgerschaft hat dem Landverkauf bereits zugestimmt.

«Mit dem Neubau im Südquartier wird unsere Stadt ein noch attraktiverer Bildungsstandort.»

Barbara Dillier
Stadtpräsidentin Rapperswil-Jona

Wenn die Stimmbevölkerung das Vorhaben am 8. März 2026 gutheisst, ist der Neubau voraussichtlich auf das Schuljahr 2033/2034 bezugsbereit. 

Kanton stärken mit regionalen Vorhaben 

Der Neubau des BWZ Rapperswil-Jona ist Teil der politischen Initiative der Regierung, seine Innovationskraft zu steigern und attraktive Rahmenbedingungen für einen zukunftsfähigen Bildungs-, Werk- und Arbeitsplatz zu schaffen. Die Regierung möchte den Fachkräftemangel bekämpfen, die Berufsbildung stärken und den Bevölkerungsanteil mit einer Tertiärbildung erhöhen. Der Neubau des BZW Rapperswil-Jona ist eines von mehreren regionalen Vorhaben, mit denen die Regierung den Kanton als Ganzes stärken will. Dazu zählen auch die Arealentwicklung WILWEST in Wil sowie die Kantonsstrasse zum See in der Region Rorschach. Über alle Vorlagen stimmt die Bevölkerung am 8. März ab.