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Publiziert am 06.02.2026 08:30 im Bereich Allgemein
Arbeitsplatz mit Lapotp und Stiften

Ende Januar waren aus dem Kanton St.Gallen 12'067 Personen zur Stellensuche bei einem RAV gemeldet. Das sind 1'428 mehr als vor Jahresfrist und 306 mehr als Ende Dezember. Die Zahl der offenen Stellen beträgt aktuell 3'140. Für Kurzarbeit vorangemeldet sind 2'061 Beschäftigte.

Die Zahl der bei einem St.Galler RAV gemeldeten Stellensuchenden ist innert Jahresfrist um 13,4 Prozent gestiegen, gegenüber dem Vormonat um 2,6 Prozent. Dies ist mehr als am Jahresanfang zu erwarten wäre.

Der Anstieg gegenüber dem Vorjahr betrifft Stellensuchende aus der Industrie und dem verarbeitenden Gewerbe mit 12,3 Prozent (+512 auf 4'664 Personen) etwas schwächer als Stellensuchende aus dem Dienstleistungssektor mit 14,3 Prozent (+897 auf 7'161 Personen). Auffällig ist die Zunahme in den Finanzdienstleistungen, von 329 auf 441 Personen, das sind 34,0 Prozent mehr. Plus 33,3 Prozent sind es auch in den Informations- und Kommunikationsdienstleistungen (von 96 auf 128), während der Anstieg in der Informatikbranche mit 12,1 Prozent (von 141 auf 158) im Mittel liegt.

Altersgruppen

Bei der Altersgruppe der 15- bis 24-Jährigen beträgt der Anstieg gegenüber dem Vorjahresmonat 14,8 Prozent (von 1'121 auf 1'287) und bei den 25- bis 49-Jährigen 12,9 Prozent (von 6'328 auf 7'147). Einen ähnlich hohen Anstieg gegenüber dem Vorjahr gab es bei den 50-Jährigen und Älteren, nämlich 13,9 Prozent (von 3'190 auf 3'633).

Wahlkreise

In allen Wahlkreisen ist die Zahl der Stellensuchenden im Vorjahresvergleich gestiegen, zwischen 7,1 Prozent im Wahlkreis Wil und 24,1 Prozent im Toggenburg. Ebenfalls über dem kantonalen Mittel von 13,4 Prozent ist die Zunahme im Werdenberg (+22,7%), im Sarganserland (+21,0%) sowie im Rheintal (+18,9%). Weniger ausgeprägt ist die Entwicklung in den Wahlkreisen Rorschach (+8,9%) und St.Gallen (+8,5%).

Offene Stellen

Ende Januar 2026 waren bei den RAV des Kantons St.Gallen 3'140 offene Stellen gemeldet. Das sind 158 weniger als vor Jahresfrist und 104 mehr als im Vormonat. Rund 56 Prozent davon stammen aus meldepflichtigen Berufen neues Fenster. Deren Anteil hat gegenüber dem Vorjahr zugenommen, was mit der Ausweitung der meldepflichtigen Berufe auf Anfang 2026 zusammenhängt. Am stärksten gesucht sind Hilfsarbeitskräfte, Personen in Dienstleistungsberufen, Verkäuferinnen und Verkäufer sowie Personen in Handwerks- und verwandten Berufen.

Kurzarbeit

Für den Februar 2026 haben 67 Betriebe 2'061 Mitarbeitende zur Kurzarbeit vorangemeldet. Damit ist die Zahl der Betriebe um vier und die Zahl der vorangemeldeten Mitarbeitenden um 36 gesunken. Betroffen sind Unternehmen in der Industrie und dem verarbeitenden Gewerbe aus allen Regionen des Kantons. Die Begründung «US-Zölle» wird von etwa einem Fünftel genannt, im Vordergrund stehen aber vor allem generell konjunkturell bedingte Schwierigkeiten.

Die Auswertung basiert auf den bis Ende Januar 2026 bearbeiteten Gesuchen. Eine Bewilligung aller noch hängigen Gesuche würde die Zahl der betroffenen Mitarbeitenden um rund 150 erhöhen.

Detailinformationen im Statistikportal

Eine detaillierte tabellarische Darstellung der Entwicklung der Arbeitslosigkeit nach soziodemografischen Merkmalen und Branchen steht auf dem kantonalen Statistikportal zur Verfügung (xlsx neues Fenster, pdf neues Fenster), ebenso zu den aktualisierten Quotenwerten (xlsx neues Fenster, pdf neues Fenster), zur abgerechneten Kurzarbeit (xlsx neues Fenster, pdf neues Fenster) und zu weiteren wichtigen Kennzahlen neues Fenster. Die offenen Stellen sind als Stada-Tabelle neues Fenster abrufbar.

Weiteres statistisches Informationsmaterial zu den Arbeitslosen und Stellensuchenden in Form von Grafiken, Tabellen und interaktiven Datenbanken ist auf dem kantonalen Statistikportal zu finden.

Die vom Amt für Daten und Statistik (DSSG) publizierten statistischen Informationen unterstehen dem Statistikgesetz des Kantons St.Gallen (sGS 146.1) und dessen Qualitätskriterien.