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Publiziert am 09.02.2026 14:00 im Bereich Allgemein
Man sieht eine Visualierung der neuen Kantonsstrasse zum See.

Am 8. März 2026 entscheidet die Stimmbevölkerung des Kantons St.Gallen über den Bau der Kantonsstrasse zum See und die Beteiligung am Autobahnanschluss Witen mit Zubringer. Das Vorhaben entlastet Zentren und Quartiere vom Durchgangsverkehr, reduziert Staus und verbessert die Attraktivität der Region. Die Regierung und der Kantonsrat empfehlen der Bevölkerung deshalb, der Vorlage zuzustimmen.

Der Durchgangs- und Schwerverkehr führt aktuell durch die Ortszentren und Wohnquartiere von Rorschach und Goldach. Das verursacht Staus, Lärm und Ausweichverkehr und belastet die Bevölkerung. Ausserdem bremst die Überlastung die räumliche Entwicklung der Region aus.

Zwischen Meggenhus und Rheineck fehlt heute ein Autobahnanschluss. Mit dem Autobahnanschluss Witen und der Kantonsstrasse zum See will der Kanton den Verkehr künftig bündeln und an den Siedlungsrand verlagern. Dadurch werden Quartiere und Ortszentren entlastet und die Region besser an die Autobahn A1 angebunden. Die neue Verbindung führt vom Gebiet Witen bis ins Industriegebiet Blumenfeld und weiter ans Seeufer in Rorschach.

Anschluss Witen und Kantonsstrasse zum See wirken zusammen

Die Stärke des Vorhabens liegt in seiner Gesamtlösung: Kantonsstrasse zum See und Autobahnanschluss Witen sind aufeinander abgestimmt. Gemeinsam bieten sie eine leistungsfähige Verbindung zwischen der Autobahn A1, dem Industriegebiet der Region und dem Bodensee. Darüber hinaus schaffen sie Raum für Verbesserungen für den ÖV sowie den Fuss- und Veloverkehr.

«Wir verbessern mit dem Vorhaben die Lebensqualität der Menschen in der Region am See und stärken einen wichtigen Wirtschaftsstandort. Das bringt den ganzen Kanton weiter.»

Regierungsrätin Susanne Hartmann
Vorsteherin des Bau- und Umweltdepartements

Die Kosten für die Kantonsstrasse zum See betragen rund 206,7 Millionen Franken. Die Gemeinden Goldach und Rorschach beteiligen sich mit insgesamt 8,9 Millionen Franken am Vorhaben. Die Gemeinde Rorschacherberg leistet zusätzlich einen freiwilligen Beitrag von 1,6 Millionen Franken. Ausserdem übernimmt der Kanton einen Beitrag von 69,5 Millionen Franken für den Autobahnanschluss Witen. Insgesamt belaufen sich die Ausgaben des Kantons damit auf rund 267,3 Millionen Franken.

Finanzierung über den kantonalen Strassenfonds

Finanziert wird das Projekt über den kantonalen Strassenfonds, der zweckgebunden ist und nur für Strassenprojekte verwendet werden darf. Der Bund beteiligt sich im Rahmen des Agglomerationsprogramms voraussichtlich mit 26,25 Millionen Franken an den Kosten.

Die Mehrheit des Kantonsrates und die Regierung unterstützen das Vorhaben und empfehlen der Bevölkerung, am 8. März 2026 Ja zu stimmen bei der Vorlage «Kantonsratsbeschluss über den Bau der Kantonsstrasse zum See mit Kostenbeteiligung am Anschluss Witen mit Zubringer».