Angesichts der winterlichen Bedingungen leidet die Bevölkerung in der Ukraine derzeit besonders stark unter den Auswirkungen des Krieges. Die Regierung hat deshalb einen Nothilfe-Beitrag von 50’000 Franken beschlossen. Zudem werden aus dem Lotteriefonds Hilfsmassnahmen in Venezuela unterstützt.
Trotz laufender Friedensverhandlungen dauert der Krieg in der Ukraine an und bringt weiterhin schwere humanitäre Folgen für die Zivilbevölkerung mit sich. Insbesondere in der kalten Jahreszeit verschärfen beschädigte Strom-, Gas- und Fernwärmenetze die Notlage vieler Familien. Die Regierung des Kantons St. Gallen hat einen Beitrag von 50’000 Franken zugunsten der Hilfsorganisation UNICEF beschlossen.
Das Kinderhilfswerk der UNO unterstützt Familien in der Ukraine, indem es Gesundheits-Pakete und Bargeldleistungen bereitstellt, damit die Grundbedürfnisse gedeckt werden können. Darüber hinaus werden Heiz- und Wassersysteme in Schulen und Krankenhäusern repariert sowie Stromgeneratoren verteilt.
Unterstützung für Familien
Auch in Venezuela besteht weiterhin eine prekäre humanitäre Lage. Trotz reicher natürlicher Ressourcen befindet sich das Land seit Jahren in einer tiefen politischen und wirtschaftlichen Krise. Anfang Januar 2026 wurde Präsident Nicolás Maduro im Rahmen eines militärischen Einsatzes der USA festgenommen und ausser Landes gebracht, was zu weiterer Unsicherheit führte. Internationale Organisationen berichten von einer Verschlechterung der humanitären Situation. Laut UNO-Angaben müssen viele Menschen Mahlzeiten auslassen oder haben keinen gesicherten Zugang zu ausreichender Ernährung.
Die Regierung hat dazu einen Beitrag von 30’000 Franken an Caritas Schweiz beschlossen. Mit diesem weiteren Beitrag aus dem Katastrophenhilfe-Fonds des Lotteriefonds werden Hilfsgüter über die venezolanische Caritas und lokale kirchliche Netzwerke mit Unterstützung von Freiwilligen verteilt. Durch Hausbesuche soll auch die medizinische Versorgung verbessert werden. Ein Schwerpunkt der Hilfe liegt auf der Unterstützung unterernährter Säuglinge und junger Familien.
