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Publiziert am 23.01.2026 10:41 im Bereich Allgemein
Panorama von Wil West.

Die Ostschweiz steht im Wettbewerb mit anderen Regionen und Ländern um Unternehmen und Arbeitsplätze. Es geht dabei nicht nur um attraktive Steuern, sondern um gut erschlossene Entwicklungsareale. Diese sind notwendig, um neue Unternehmen in die Ostschweiz zu lotsen und bestehende Unternehmen hier zu halten. WILWEST ist die Antwort der Ostschweiz auf diese Herausforderung.

Am 8. März 2026 stimmt die St.Galler Stimmbevölkerung über den Verkauf zweier Grundstücke des Kantons St.Gallen an den Kanton Thurgau sowie über die Kompensation von Fruchtfolgeflächen ab.

Mit WILWEST möchten der Kanton St.Gallen, der Kanton Thurgau und die 22 Gemeinden der Region im Westen der Stadt Wil ein nachhaltiges Wirtschaftsgebiet entwickeln. Es ist die Antwort der Ostschweiz auf den steigenden Wettbewerb um zukunftsfähige Unternehmen und attraktive Arbeitsplätze. Fachkräfte sollen in der Region bleiben, anstatt abwandern.

WILWEST bremst die Zersiedelung

Mit dem Entwicklungsareal WILWEST erhält die Ostschweiz ein nachhaltiges Projekt, um neue Unternehmen in die Ostschweiz zu lotsen und bestehende Unternehmen hier zu halten. WILWEST bietet Entwicklungsfläche, die verkehrstechnisch ideal erschlossen und gleichzeitig nachhaltig ist.

Denn mit WILWEST bündeln 22 Gemeinden ihre Landreserven an einem Ort. Damit wird die Zersiedelung in den Gemeinden gebremst. Gleichzeitig kompensieren die Kantone Thurgau und St.Gallen die Landwirtschaftsfläche, welche für das Projekt benötigt wird, vollumfänglich. Darüber hinaus wertet der Kanton St.Gallen weitere 4,7 Hektar Land freiwillig auf.

Insgesamt bleibt dank diesen Initiativen mehr Landwirtschaftsfläche bestehen als ohne WILWEST.

Regierungspräsident Beat Tinner
Vorsteher Volkswirtschaftsdepartement

Auch beim Bau des Projekts wird ein Fokus auf die Nachhaltigkeit gelegt. Seit der Abstimmung im Jahr 2022 ist das Projekt in dieser Hinsicht nochmals deutlich verbessert worden. So wurde die Flächenausnutzung verbessert, es gibt weniger Flächenversiegelungen, und der Autoverkehr sowie die Anzahl Parkplätze wurde verringert.

WILWEST ist heute deutlich nachhaltiger als 2022.

Regierungsrätin Susanne Hartmann
Vorsteherin Bau- und Umweltdepartement

Das bezeugt auch eine unabhängige Zertifizierung des Netzwerks Nachhaltiges Bauen Schweiz.

Kaufpreis durch zwei Gutachten evaluiert

Weil die St.Galler Stimmbevölkerung die Finanzierung des Projekts 2022 abgelehnt hatte, kann der Kanton St.Gallen das Projekt nicht wie ursprünglich geplant selbst umsetzen. Der Kanton St.Gallen ist aber Eigentümer einzelner Grundstücke des Entwicklungsstandorts WILWEST. Die Grundstücke liegen auf dem Gebiet des Kantons Thurgau. Der Kanton St.Gallen möchte diese Grundstücke deshalb an den Kanton Thurgau verkaufen, damit dieser das Projekt WILWEST zusammen mit den 22 Gemeinden der Region umsetzen kann.

Der Verkaufspreis für das unerschlossene Bauland entspricht aufgrund von zweier externen Gutachten 20,3 Millionen Franken. Als Eigentümer muss der Kanton aber die Mehrwertabgabe im Umfang von 2,3 Millionen Franken wie auch die Kompensation der Fruchtfolgeflächen im Umfang von 7,5 Millionen Franken bezahlen. Am Ende verbleiben so netto 10,4 Millionen Franken.

Der Verkaufspreis des Landes wurde von zwei externen Experten ermittelt und entspricht dem aktuellen Marktpreis.

Regierungsrat Marc Mächler
Vorsteher Finanzdepartement

Über den Verkauf und die Kompensation der Fruchtfolgeflächen stimmt die Bevölkerung am 8. März 2026 ab. Regierung und Kantonsrat sind mit grosser Mehrheit für den Verkauf.

Regionen stärken, Kanton stärken

Das Entwicklungsvorhaben WILWEST ist Teil der politischen Initiative der Regierung, die Innovationskraft zu steigern und attraktive Rahmenbedingungen für einen zukunftsfähigen Bildungs-, Werk- und Arbeitsplatz zu schaffen. WILWEST ist eines von mehreren regionalen Vorhaben, mit denen die Regierung den Kanton als Ganzes stärken will. In Rapperswil-Jona will sie einen Neubau für das Berufs- und Weiterbildungszentrum realisieren. In Rorschach soll die Kantonsstrasse zum See mit einem Autobahnanschluss die Quartiere vom Verkehr entlasten. Über alle Vorlagen stimmt die Bevölkerung am 8. März ab.