Amt für Volksschule
AVS-Direkt
Geht an:
- Schulpräsidien, Schulverwaltungen, Schulleitungen der Regelschulen
- Sonderschulen
- Privatschulen
- weitere Interessierte
St.Gallen, 27. Oktober 2025
Ausgabe 2025-15
Allgemeine Informationen
Lokaler Umsetzungsprozess der digitalen Transformation (LUP-DT) – Fremdeinschätzung
Die Fremdeinschätzung als verpflichtendes Element der lokalen Umsetzung der digitalen Transformation (LUP-DT) wurde im AVS-Online vom August 2025 ausführlich vorgestellt. Die Einschätzungspersonen sind mit den ersten fünf Schulen aus dem Slot 0 bereits gestartet.
Alle Schulträger wurden per Mail informiert ihre Einheiten für die Fremdeinschätzung zu definieren und für diese jeweils eine Eingabe der Slots 1 bis 6 vorzunehmen. Die Eingabe durch alle Schulträger läuft noch bis Ende Oktober 2025. Wir danken allen Schulträgern für die fristgerechte Übermittlung ihrer Eingaben. Die definitive Slot-Einteilung wird im Dezember 2025 an alle Schulpräsidien und Kontaktpersonen der Schuleinheiten schriftlich mitgeteilt.
Alle Schulträger, welche ihre Eingaben noch nicht vorgenommen haben, werden gebeten, diese bis spätestens Ende Oktober 2025 einzureichen, wobei sich bisher zeigt, dass die Slots 2, 3 und 4 sehr stark nachgefragt sind.
Weiterbildungsplattform «aprendo» soll nach der IT-Bildungsoffensive fortgeführt werden
Mit der Weiterbildungsplattform «aprendo – digitale Kompetenz» hat die IT-Bildungsoffensive (ITBO) des Kantons St.Gallen ein Weiterbildungsangebot für Lehrpersonen geschaffen. Damit Schulen auch künftig davon profitieren können, soll die Plattform nach Abschluss der ITBO in ein privatwirtschaftliches Umfeld überführt werden.
Ein Ziel der ITBO ist es, Lehrpersonen aller Stufen zu befähigen, die Chancen der Digitalisierung im Unterricht zu nutzen und die Schülerinnen und Schüler auf eine zunehmend digitale Lebenswelt vorzubereiten. Im Auftrag der Regierung hat die Pädagogische Hochschule St.Gallen (PHSG) seit 2019 die Weiterbildungsplattform «aprendo – digitale Kompetenz» aufgebaut, technisch betreut und erfolgreich in Volksschule, Mittelschulen und Berufsbildung eingeführt.
Die ITBO soll nicht nur einen Anschub zur Digitalisierung leisten, sondern auch über die Programmlaufzeit hinaus Wirkung erzielen und einen nachhaltigen Nutzen für Bevölkerung und Wirtschaft bringen. Im Frühjahr 2027 läuft das Programm ITBO und damit die Finanzierung der Weiterbildungsplattform aus dem Sonderkredit aus. Damit endet auch die kostenlose Nutzung der Plattform für die Schulträger. Der Kantonsrat hat die Regierung deshalb im Jahr 2023 beauftragt, die Besitzverhältnisse von «aprendo» frühzeitig zu klären sowie die Möglichkeit einer Verselbständigung zu prüfen. Die dafür eingesetzte Arbeitsgruppe ist nach vertiefter Analyse verschiedener Varianten zum Ergebnis gekommen, dass das Bestehen von «aprendo» langfristig auf dem freien Markt am besten gesichert werden kann.
Die Produkte der ITBO sind durch den Kanton beauftragt und finanziert und stehen in dessen Eigentum – so auch «aprendo». Zur nachhaltigen Weiterentwicklung soll die Plattform nun in ein privatwirtschaftliches Umfeld überführt werden. Zu diesem Zweck wurde die aprendo AG mit Sitz in St.Gallen durch bisherige Projektmitarbeitende der PHSG gegründet, um die Plattform künftig weiterzuentwickeln, operativ zu betreiben und auf dem freien Markt zu etablieren.
Die Regierung und die künftigen Betreiber von «aprendo» haben ihre grundsätzliche Absicht erklärt, den Prozess zur Übertragung der Plattform gemeinsam zu strukturieren, zu verhandeln und in einen rechtsverbindlichen Kaufvertrag zu überführen. Die Regierung ist davon überzeugt, dass sich «aprendo» als wirksame sowie skalierbare und kosteneffiziente Lösung für die Weiterbildung von Lehrpersonen erwiesen hat. Mit der Gründung der aprendo AG kann die Fortführung der Plattform gesichert werden. Für den Kanton St.Gallen entstehen dabei keine weiteren Investitionen.
Zweiter Vernetzungsanlass Peer-to-Peer vom 24. September 2025; Rückblick
Am Mittwoch, 24. September 2025, fand im Schulhaus Grüenau in Wattwil der zweite Vernetzungsanlass Peer-to-Peer im Rahmen des lokalen Umsetzungsprozesses der digitalen Transformation (LUP-DT) statt. Rund 50 engagierte Teilnehmende aus verschiedenen Regionen des Kantons nutzten die Gelegenheit, sich zu vernetzen, voneinander zu lernen und gemeinsam neue Impulse für die Schulentwicklung zu gewinnen.
In verschiedenen Formaten wurden Erfolgsgeschichten geteilt, konkrete Umsetzungsideen diskutiert und mögliche Entwicklungsfelder zu den drei Handlungsfeldern der Fremdeinschätzung – Schulkultur, Unterrichtsgestaltung und Lernprozessbegleitung – erarbeitet. Eines dieser Formate, das DigiKult-Spiel, steht unter diesem Link auf unserer Webseite neues Fenster zur Verfügung und eignet sich prima für die Thematisierung oder Weiterarbeit in den lokalen Lehrpersonen-Teams. Bedienen Sie sich entsprechend.
Besonders geschätzt wurde die Möglichkeit, neue Kontakte zu knüpfen. Die Peer-to-Peer-Karte neues Fenster knüpft exakt hier an, indem sie Schulen im ganzen Kanton vernetzt und deren Angebote sichtbar macht – ein wertvolles Instrument für Austausch und Zusammenarbeit in der digitalen Transformation.
Der Anlass wurde mit einem Apéro abgerundet, bei dem der Dialog in entspannter Atmosphäre weitergeführt werden konnte.
Wir danken allen Teilnehmenden für ihr Interesse und ihre aktive Mitwirkung – Schulen lernen von Schulen.
«Schulabsentismus verhindern»
Schulabsentismus beginnt oft unauffällig und zeigt sich bereits in der Unterstufe. Mit dem Alter nehmen die Fehlzeiten zu, besonders kritisch wird die Phase zwischen 12 und 14 Jahren. Genau deshalb sind Prävention und frühzeitiges Handeln entscheidend, verbunden mit einer gezielten Begleitung des Übergangs von der Primar- in die Oberstufe. Ziel ist es, Wohlbefinden, Motivation und Identifikation mit der Schule zu fördern, damit Kinder und Jugendliche gerne dabeibleiben.
Was schützt?
Prävention gelingt dort, wo Kinder Unterstützung und Sicherheit erfahren. Wichtige Schutzfaktoren sind verlässliche Bezugspersonen, interessierte Eltern, Ermutigung durch Erwachsene, ein positives Schulklima, Selbstwirksamkeit, Erfolgserlebnisse, schulengagierte Freunde sowie passende Freizeitinteressen.
Wie erkenne ich Warnsignale?
Ein verlässliches Instrument zur Früherkennung ist die lückenlose Erfassung von Absenzen. Besonders hilfreich ist die 3-von-6-Regel: Mehr als 3 nicht zusammenhängende Absenzen innerhalb von 6 Schulwochen gelten als auffällig.
Welche Massnahmen wirken?
Am besten greifen mehrere Ebenen ineinander:
· In der Schule: gute Lehrer-Schüler-Beziehungen, ein abwechslungsreicher Unterricht, klare Regeln, emotionale Sicherheit und Partizipation.
· Mit Eltern: Elternabende, Informationsmaterial, Beratung und regelmässige Gespräche.
· Mit Fachstellen: Zusammenarbeit mit Fachstellen wie Schulsozialarbeit oder Jugendberatung, besonders wenn erste Auffälligkeiten auftreten.
Hilfreiche Unterstützungsangebote und weitere Informationen
- Sichergsund Artikel «Schulabsentismus verhindern» neues Fenster
- Kantonale Informationen zu Schulabsentismus neues Fenster des Schulpsychologischen Dienstes
- Kurs Nr. 1129: Schulabsentismus – was tun? des kantonalen Kursprogramms 2026 neues Fenster
- Stress, Druck, Angst – wenn Kinder nicht mehr zur Schule gehen – Rundschau, Play SRF neues Fenster
Für allgemeine Fragen stehen Ihnen Fachpersonen des Schulpsychologischen Dienstes, der Schulsozialarbeit und vom ZEPRA neues Fenster (058 229 87 60) und bei spezifischen (Not-)Fällen die Kriseninterventionsgruppe KIG neues Fenster (058 229 01 97) zur Verfügung.
Befragung zum Gesundheitsverhalten von Schülerinnen und Schülern
Seit 2006 findet im Kanton St.Gallen alle vier Jahre die HBSC («Health Behaviour in School-aged Children») -Befragung zum Gesundheitsverhalten von 11- bis 15-jährigen Schülerinnen und Schülern mit einer für den Kanton repräsentativen Stichprobe statt. Sowohl das Bildungsdepartement als auch das Gesundheitsdepartement unterstützen diese Befragung, da sie wichtige Erkenntnisse und Grundlagen für kantonale Handlungsmassnahmen liefert.
Anfang 2026 wird im Kanton St.Gallen die nächste Befragung stattfinden. Dazu werden 130 Klassen der Sekundarstufe I per Zufall ausgewählt und zur Teilnahme eingeladen.
Die Erhebung wird anonym und während einer Unterrichtslektion (rund 45 Minuten) mit einem standardisierten Fragebogen durchgeführt. Die Stiftung Sucht Schweiz, die mit der Durchführung der Studie beauftragt wurde, wird in den kommenden Wochen direkt mit den Schulen der ausgewählten Klassen Kontakt aufnehmen.
Besten Dank allen beteiligten Schulen und Klassen im Voraus für die Teilnahme und deren Beitrag, die Gesundheit der Schülerinnen und Schüler besser zu verstehen und gezielt zu fördern.
Termine
Reminder AVS-Online vom 29. Oktober 2025**
** für Schulpräsidien und Schulleitungen der Regelschulen sowie Institutionsleitungen der Sonderschulen
Gerne stellen wir Ihnen erneut den Link für das AVS-Online vom Mittwoch, 29. Oktober 2025, 08.30 bis 09.30 Uhr, zu. Ihre Teilnahme freut uns.
Die Schwerpunktthemen des AVS-Online werden anhand der geplanten und laufenden Projekte seitens AVS festgelegt. Am Mittwoch, 29. Oktober 2025, bildet die Information zu «Individuelle Weiterbildung und institutionelle Angebote und Dienstleistungen» einen Schwerpunkt. Laufende Geschäfte und Projekte ergänzen die Ausführungen.
Sollten Sie Interesse haben, das AVS-Online zu besuchen, aber zum Zeitpunkt der Durchführung verhindert sein, tragen Sie sich bitte hier neues Fenster ein. Wir werden Ihnen den Link zur Aufzeichnung im Nachhinein per E-Mail zustellen.
Jetzt an der Besprechung teilnehmen
neues FensterBesprechungs-ID: 365 470 735 208 1
Passcode: rS38aX6d
Künftige Daten AVS-Online:
· Mittwoch, 14. Januar 2026, 08.30 - 09.30 Uhr
· Mittwoch, 29. April 2026, 08.30 - 09.30 Uhr
· Mittwoch, 19. August 2026, 08.30 - 09.30 Uhr
· Mittwoch, 28. Oktober 2026, 08.30 - 09.30 Uhr
St.Galler Forum – 15. November 2025
Es sind noch Plätze frei
Am Samstag, 15. November 2025, findet das nächste St.Galler Forum zum Thema «Verbunden» im Fürstenlandsaal in Gossau statt. Am Morgen ist Anna Miller, Journalistin, Autorin und Expertin für Verbundenheit zu Gast und referiert zum Thema: «Wie wir in digitalen Zeiten echte Nähe, Fokus und Verbundenheit finden». Der bekannte Bindungsforscher Prof. Dr.med. Karl Heinz Brisch, Facharzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychiatrie, Psychotherapeutische Medizin, Neurologie und Psychoanalytiker widmet sich dem Thema «Bindung und ihre Auswirkung auf die psychische Gesundheit: Grundlagen, Beratung, Therapie und Prävention». Für die musikalischen Intermezzi sind «Laurent & Max» eingeladen.
Neben einem Marktplatz und Kinderbetreuung besteht wiederum die Möglichkeit für ein Kurzcoaching. Wir freuen uns auf einen bereichernden und inspirierenden Tag.
Wir bitten Sie, diesen Hinweis an Eltern, Lehrpersonen und weitere Fachpersonen weiterzuleiten. Besten Dank.
Vernetzungstreffen Elternbildung 2025
Das Vernetzungstreffen Elternbildung bietet kommunalen Elternorganisationen, Elternbildnerinnen und Elternbildnern die Möglichkeit, sich zu einem aktuellen Thema in der Elternbildung auszutauschen, zu informieren oder sich weiterzubilden.
Das nächste Treffen findet am Mittwoch, 26. November 2025, 18.30 Uhr in St.Gallen statt zum Thema «Wie Eltern streiten: Auswirkungen auf das Wohlbefinden von Kindern» mit Prof. Dr. Guy Bodenmann.