Amt für Volksschule
AVS-Direkt
Geht an:
- Schulpräsidien, Schulverwaltungen, Schulleitungen der Regelschulen
- Sonderschulen
- Privatschulen
- weitere Interessierte
St.Gallen, 26. November 2025
Ausgabe 2025-16
Allgemeine Informationen
Bibliomedia – neue Konditionen
Neue Konditionen für die Ausleihe von Klassenlektüren und Themenkollektionen von Bibliomedia ab 1. Januar 2026
Ab dem 1. Januar 2026 vereinheitlicht Bibliomedia die unterschiedlichen Finanzierungsmodelle der Kantone. Im Zuge dieser Massnahme wurde dem Kanton St.Gallen mitgeteilt, dass die Leistungsvereinbarung aus dem Jahr 2019 mit einer Spezialregelung keine Gültigkeit mehr haben werde; der Vertrag wurde aufgelöst. Unter Berücksichtigung der stetig rückläufigen Benutzerzahlen aus dem Kanton St.Gallen hat sich das Bildungsdepartement entschieden, keinen neuen Vertrag mit Bibliomedia abzuschliessen.
Neu wird Lehrpersonen im Kanton St. Gallen für die Ausleihe von Klassenlektüren und Themenkollektionen deshalb der Tarif A statt wie bisher der Tarif C berechnet.
Tarife für die Ausleihe von Klassenlektüren und Themenkollektionen ab 1. Januar 2026:
- Auftragspauschale pro Bestellung: Fr. 30.—
- Ausleihe pro Buch: Fr. 1.50
- Verlängerung pro Buch (nach 8 bzw. 12 Wochen): Fr. 1.—
Ab zwei bis drei Bestellungen pro Schuljahr ist ein persönliches Lehrerabonnement (nicht übertragbar) eine Option:
- Abo Klassenlektüren: Fr. 170.—
- Abo Themenkollektionen: Fr. 235.—
- Kombi-Abo (Klassenlektüren und Themenkollektionen): Fr. 305.—
Medienausleihen für Student/-innen der Pädagogischen Hochschulen sind bei Vorlage eines gültigen Studentenausweises kostenlos. Die Ausleihgebühren werden je nach Schule entweder als Einzel- oder als Sammelrechnung in Rechnung gestellt.
Bitte berücksichtigen Sie diese Änderungen bei Ihren Bestellungen ab Januar 2026.
Auflösung Kreisschreiben zur Prävention
Die Inhalte des Kreisschreibens zur Prävention in der Volksschule sind neu auf der Webseite
Der Bildungsrat hat an seiner Sitzung im November 2025 das Kreisschreiben «Prävention in der Volksschule» vom 19. Dezember 2018 aufgehoben. Ziel des Kreisschreibens war es, die Präventionsarbeit an der Volksschule systematisch zu stärken, als Querschnittsaufgabe zu verankern und Schulen bei Themen wie Sucht, Gewalt oder Sexualpädagogik zu unterstützen.
In den letzten Jahren haben sich die Themen und Anforderungen in der schulischen Prävention stark gewandelt. Sie sind komplexer und vielschichtiger geworden. Die Inhalte des Kreisschreibens wurden daher im Laufe der letzten Jahre überarbeitet und stehen heute in neuer Form über verschiedene Webseiten des Kantons übersichtlich, aktuell und laufend aktualisiert zur Verfügung. Die rechtliche Grundlage bleibt über das Volksschulgesetz sowie den Lehrplan Volksschule weiterhin klar verankert. Gleichzeitig ist vorgesehen, veraltete Regelungen wie Kreisschreiben schrittweise aufzulösen und durch zeitgemässe Informationsformate zu ersetzen.
Alle relevanten Informationen sind nun auf der kantonalen Webseite www.volksschule.sg.ch neues Fenster (> Schulisches Umfeld > Prävention) abrufbar. Dort finden sich unter anderem Hinweise zur Erstellung eines schulischen Präventionskonzepts, zur lokalen Verankerung von Präventionsarbeit sowie zu Anlauf- und Fachstellen, die Schulen in ihrer Arbeit begleiten. Zudem sind zu diversen Themenbereichen eine Vielzahl an Empfehlungen, Hilfestellungen und Fachmaterialien auf dem Fachportal www.sichergsund.ch neues Fenster verfügbar. Die digitale Bereitstellung dieser Themen ermöglicht einen zeitgemässen, niederschwelligen Zugang und unterstützt die Schulen dabei, ihre Präventionsarbeit gezielt weiterzuentwickeln. Auch der interaktive Leitfaden «HEB!» neues Fenster zur Früherkennung und Frühintervention sowie Informationen zur Schulsozialarbeit neues Fenster und Verkehrserziehung neues Fenster sind online verfügbar und werden laufend aktualisiert.
Die Auflösung des Kreisschreibens ist lediglich eine Strukturanpassung. Der ergänzte Inhalt auf der Webseite hat für den Bildungsrat weiterhin hohe Bedeutung, da Prävention und Gesundheitsförderung ein zentraler Auftrag der Schule bleiben. Wirksame Prävention gelingt, wenn Schule, Erziehungsberechtigte, Sozialarbeit und weitere Fachstellen gemeinsam Verantwortung übernehmen.
Lokaler Umsetzungsprozess der digitalen Transformation (LUP-DT) – Fremdeinschätzung
Alle Schulträger waren aufgefordert, bis Ende Oktober die Schuleinheiten im Rahmen der Fremdeinschätzung sowie deren bevorzugte Slots für die Durchführung einzugeben. Wir haben sämtliche Angaben erhalten und danken herzlich für die fristgerechte Eingabe.
Inzwischen ist die Slot-Zuteilung erfolgt. In den meisten Fällen konnte der gewünschte Slot berücksichtigt werden. Wo dies aufgrund begrenzter Kapazitäten nicht möglich war, erfolgte eine Zuteilung in einem späteren Slot, die im Hinblick auf die gesamthafte Verteilung als stimmig und sinnvoll erachtet wurde.
Die E-Mail mit der Slot-Zuteilung wurde in der Kalenderwoche 46 an sämtliche Schulpräsidien sowie die Kontaktpersonen der Schuleinheiten versendet.
Grundsätzlich ist keine Umbuchung des Slots möglich. Unter Angabe einer schlüssigen Begründung kann ein Slotwechsel bei Vanessa Speck, Sachbearbeiterin Amt für Volksschule, angefragt werden.
Die weitere Kommunikation erfolgt ausschliesslich über die Kontaktperson der jeweiligen Schuleinheit. Die Schulpräsidien wenden sich bei Interesse direkt an die zuständige Kontaktperson.
Alle wichtigen Informationen sowie weiterführende Konkretisierungen zur Fremdeinschätzung LUP-DT sind auf unserer Webseite Berichte neues Fenster (> Fremdeinschätzung). Dort stehen Ihnen im Bereich FAQ neues Fenster Antworten auf häufig gestellte Fragen zur Verfügung.
Als Sonder- und Privatschule (ohne Zwischenbericht) interessiert? Das Angebot der Fremdeinschätzung können Sie ebenfalls nutzen und sich dazu ab dem 1. Januar 2026 per E-Mail bei Vanessa Speck melden.
Termine
Umgang mit herausforderndem Verhalten
Herausforderndes und auffälliges Verhalten von Schülerinnen und Schülern beschäftigt Schulen auf allen Stufen, im Unterricht, in der Teamarbeit und in der Zusammenarbeit mit Eltern. Um Fach- und Führungspersonen bei dieser anspruchsvollen Aufgabe zu unterstützen, bietet das Amt für Volksschule im kantonalen Weiterbildungsprogramm 2026 eine neue Kursreihe zum Thema Verhaltensauffälligkeiten an, in der praxisnahes Wissen, systemische Perspektiven und konkrete Handlungsansätze im Zentrum stehen.
Einstiegskurs: Verhalten verstehen – Schule gestalten (Nr. 1109)
25. März 2026, 13.30 Uhr, online
Ein systemischer Blick auf sozio-emotionales Lernen (SEL) bietet Orientierung im komplexen Feld auffälligen Verhaltens. Der Kurs beleuchtet wissenschaftlich fundierte Ansätze, wie Prävention, Kooperation und datenbasierte Entscheidungsfindung den Schulalltag entlasten und eine lösungsorientierte Haltung fördern können.
Kurs 1: Klassenführungscoaching mit individuellem Profil (Nr. 1052)
29. April und 23. September 2026, 14.00 Uhr, St.Gallen
Auf der Grundlage einer persönlichen Standortbestimmung reflektieren Lehrpersonen ihre Klassenführung und entwickeln gezielt ihren Stil weiter. Durch Gruppencoaching, Feedback und praxisbezogene Zielarbeit wird die Wirksamkeit der eigenen Führung gestärkt, für mehr Klarheit und Sicherheit im Unterricht.
Kurs 2: Herausfordernde Verhaltensweisen - Sicheres Handeln im Umgang mit Aggression (Nr. 1116)
28. September 2026, 9.00 Uhr. Rapperswil-Jona
Krisen, und damit verbunden Eskalationen, gehören zum Schulalltag. Ein entscheidender Faktor ist der Umgang damit. In diesem Kurs lernen Teilnehmende, Deeskalationsstrategien gezielt einzusetzen, in Krisen sicher zu handeln und Gewaltvorfälle professionell nachzubereiten. Der Fokus liegt auf Sicherheit, Prävention und konstruktiver Nachsorge.
Kurs 3: Besonderheiten bei autistischen Kindern und Jugendlichen (Nr. 1307)
30. Mai 2026, 9.30 Uhr, Gossau
Autistische Wahrnehmungs- und Denkweisen unterscheiden sich teils stark vom schulischen Erwartungsrahmen. Der Kurs vermittelt praxisnah, wie Missverständnisse entstehen und wie sie reduziert werden können, mit vielen Beispielen aus dem Unterrichtsalltag und Einblicken aus der Innensicht.
Darüber hinaus bietet das Weiterbildungsprogramm 2026 zahlreiche weitere Kurse im Themenfeld «Umgang mit Verhaltensauffälligkeiten, Beziehung und Kommunikation, Rituale, Strukturen …» sowie spezifische Schwerpunktkurse zu ADHS, Autismus, Hochbegabung etc., die Schulen bei einer professionellen und konstruktiven Auseinandersetzung mit herausfordernden Situationen unterstützen.
Neben der Kursreihe wird zurzeit die Broschüre «Orientierungshilfe zum Umgang mit Unterrichtsstörungen und Verhaltensauffälligkeiten» neues Fenster überarbeitet. Es ist geplant, dass sie ab Frühling 2026 wieder in gedruckter Version sowie online zur Verfügung steht.
Schulleitungstreffen-Fachaustausch 2026
Im Februar 2026 sind wiederum fünf Fachaustauschtreffen für Schulleitungen geplant. Die Treffen bieten Gelegenheit, sich über aktuelle Entwicklungen im Schulbereich auszutauschen, voneinander zu lernen und wertvolle Impulse für die eigene Führungstätigkeit mitzunehmen. Gleichzeitig stehen der persönliche Austausch und die Vernetzung unter Kolleginnen und Kollegen im Mittelpunkt.
Wir bieten Ihnen die Gelegenheit, sich aus einer Auswahl von aktuellen Themen (Oberstufenmodelle, Fremdsprachen, Schulpersonal, Eltern usw.) in zwei bis drei Schwerpunkten fachlich auszutauschen und neue Inputs zu gewinnen.
Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme.