Am Sonntag, 14. Juni 2026, wird über zwei eidgenössische und eine kantonale Vorlage abgestimmt. Das Amt für Daten und Statistik präsentiert Resultate von vergleichbaren Abstimmungen.
Die eidgenössische Volksinitiative mit dem Kurztitel «Keine 10-Millionen-Schweiz! (Nachhaltigkeitsinitiative)» verlangt, dass die ständige Wohnbevölkerung bis 2050 nicht über 10 Millionen wächst. Die Themen Migration, Personenfreizügigkeit mit der EU sowie Zersiedelung der Landschaft waren in den vergangenen Jahren mehrmals Gegenstand von Volksabstimmungen.
Im Februar 2009 stimmten im Kanton St.Gallen 55,6 Prozent und in der ganzen Schweiz 59,6 Prozent der Stimmenden der «Personenfreizügigkeit Schweiz - EU» zu. Ebenfalls Zustimmung fand im Februar 2014 die «Volksinitiative gegen Masseneinwanderung», im Kanton St.Gallen mit 55,9 Prozent und in der ganzen Schweiz mit 50,3 Ja-Stimmen. Alle weiteren ähnlich gelagerten Vorlagen wurden abgelehnt.
Im November 2014 wollte die «Volksinitiative Stopp Überbevölkerung» das Bevölkerungswachstum durch Einwanderung auf 0,2 Prozent der Wohnbevölkerung begrenzen. Sie erhielt im Kanton St.Gallen 30,4 Prozent Ja-Stimmen, in der ganzen Schweiz 25,9 Prozent.
Im Februar 2019 wollte die «Zersiedelungsinitiative» die Gesamtfläche der Bauzonen in der Schweiz einfrieren. Sie erhielt im Kanton St.Gallen Zuspruch von einem Drittel (33,5%) der Stimmenden, in der Schweiz von 36,3 Prozent.
Schliesslich forderte die «Begrenzungsinitiative» im September 2020 die Beendigung der Personenfreizügigkeit mit der EU. Sie wurde im Kanton St.Gallen mit 43,3 Prozent Ja-Stimmen abgelehnt, in der ganzen Schweiz mit 38,3 Prozent.
Eine zweite Vorlage betrifft die Revision des Zivildienstgesetzes. Zu diesem Thema gab es seit 2008 keine eidgenössischen Volksabstimmungen.
Auf kantonaler Ebene wird das «Gesetz über Beiträge für familien- und schulergänzende Kinderbetreuung» revidiert. Dabei soll das Vergünstigungssystem vereinheitlicht werden. Im November 2020 stimmten im Kanton St.Gallen 61,1 Prozent der Schaffung des entsprechenden Gesetzes zu. Im November 2023 ging es um eine Erhöhung der Beiträge. Diese erhielt die Zustimmung von 63,1 Prozent der Stimmenden.
- Februar 2009: Personenfreizügigkeit Schweiz - EU (Eidg.) neues Fenster
- Februar 2014: Volksinitiative gegen Masseneinwanderung (Eidg.) neues Fenster
- November 2014: Volksinitiative Stopp Überbevölkerung (Eidg.) neues Fenster
- Februar 2019: Zersiedelungsinitiative (Eidg.) neues Fenster
- September 2020: Begrenzungsinitiative (Eidg.) neues Fenster
- November 2020: Gesetz über Beiträge für ergänzende Kinderbetreuung neues Fenster
- November 2023: Gesetz über Beiträge für ergänzende Kinderbetreuung (Nachtrag neues Fenster)
Kontakt:
Thomas Oegerli, Amt für Daten Statistik Kanton St.Gallen
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