Amt für Raumentwicklung und Geoinformation
Newsletter Leitungskataster
Neuigkeiten zum Projekt LKSG
Leitungskataster des Kantons St.Gallen LKSG
Newsletter 02, Januar 2026
Liebe Leserinnen und Leser
Das Projekt zum Aufbau des digitalen Leitungskatasters schreitet zügig voran. In den letzten Monaten konnten die Vorbereitungsarbeiten vorangetrieben und wichtige Weichenstellungen vorgenommen werden. Der Fachausschuss, der aus Vertreterinnen und Vertretern von Kanton, Gemeinden, Netzbetreibern und Werkingenieurbüros zusammengesetzt ist, konnte bereits wichtige Entscheide vorbereiten, die im Anschluss durch die Fachgruppe GDI als Lenkungsausschuss des Projekts so verabschiedet wurden.
1 Auslöser des Projekts Leitungskataster St.Gallen LKSG
Mit der Einführung des kantonalen Geoinformationsgesetzes (GeoIG-SG, sGS 760.1 neues Fenster) im Jahr 2019 wurde die rechtliche Basis für einen kantonsweiten Leitungskataster gelegt. Mit dem laufenden Projekt werden die Netzbetreiber von Ver- und Entsorgungsleitungen verpflichtet, ihre Leitungskatasterdaten aufzuarbeiten und in elektronischer Form unentgeltlich zur Verfügung zu stellen (Art. 30 GeoIG-SG, in Verbindung mit der Übergangsbestimmung in Art. 36). Im Gegenzug haben sie das Recht zur kostenlosen Datennutzung.
Während die politischen Gemeinden für die Zusammenführung des digitalen Leitungskatasters kommunaler Ver- und Entsorgungsleitungen zuständig sind, übernimmt der Kanton die entsprechende Zuständigkeit für die überkommunalen Leitungen und sorgt für die kantonsweite Bereitstellung auf der neuen technischen Geodateninfrastruktur. (Art. 29 GeoIG-SG).
Auf die Ziele und den Nutzen des Leitungskatasters sind wir bereits im ersten Newsletter neues Fenster vertieft eingegangen.
2 Bestandesaufnahme 2025
Im Rahmen der Projektinitialisierung wurde im Jahr 2024 zusammen mit den Gemeinden eine erste Erhebung der bekannten Leitungsnetze für Strom, Wasser, Abwasser, Kommunikation, Gas und Fernwärme durchgeführt. Dabei wurden etwa 520 unterschiedliche Netze verzeichnet, zu welchen im Verlauf der weiteren Arbeiten zusätzliche hinzugekommen sind. Aufgrund dieser Angaben startete die Projektleitung im März 2025 gemeinsam mit dem Projekt GDI-SG die Bestandesaufnahme 2025 in Zusammenarbeit mit sämtlichen Netzbetreibern.
Ziel dieser Bestandesaufnahme ist es, einen möglichst vollständigen Überblick über alle Leitungsnetze im Kanton zu erhalten. Dazu gehören die Gebietsabdeckung des Leitungsnetzes, die Art des transportierten Mediums, die Zuständigkeiten (Netzbetreiber, Netzeigentümer, Nachführungsstelle und Datenbezugsstelle) sowie die Art und Vollständigkeit der vorhandenen Netzdokumentation.
Die bisher vorliegenden Resultate zeichnen bereits ein aussagekräftiges Bild. Die Bestandesaufnahme ist jedoch noch nicht abgeschlossen, da einzelne Netzbetreiber ihre Angaben noch nicht oder erst teilweise abgegeben haben.
Der Projektleitung sind derzeit 540 Leitungsnetze bekannt, davon konnten inzwischen in 450 Netzen die administrativen Angaben der Netzbetreiber und Nachführungsstellen erfasst werden. Neben den ausstehenden Angaben ist davon auszugehen, dass viele, insbesondere kleinere Leitungsnetze noch nicht gemeldet wurden. Gerne nehmen wir Informationen zu solchen Leitungsnetzen entgegen.
Die detaillierten Rückmeldungen zum Stand der Leitungsdokumentationen zeigen insgesamt einen sehr guten Datenstand. Für 78% der erfassten Leitungsnetze liegen bereits strukturierte digitale Leitungsdaten vor, die mit geringem Aufwand in ein vorgegebenes, harmonisiertes Interlis-Datenmodell exportiert und an den LKSG geliefert werden können. Nur 2% der Netze sind bislang nicht dokumentiert, weitere 9% liegen erst in Form von Papierplänen vor. Für diese beiden Gruppen ist mit einem grösseren Arbeitsaufwand für die Datenaufarbeitung zu rechnen. Deutlich geringer dürfte der Aufwand bei den 10% der Netze sein, die bereits als einfache Vektordaten (z.B. CAD-Daten) geführt werden. Für 1% der erfassten Netze stehen die Angaben zum Dokumentationsstand noch aus.
Bereits heute werden die LK-Daten (belegter Raum, Medium, Eigentümer) für 60% der Leitungsnetze als Leitungskataster im Geoportal oder einem Gemeinde-GIS publiziert. Diese Informationen sind teils öffentlich zugänglich, häufig jedoch nur verwaltungsintern oder für einen beschränkten Benutzerkreis verfügbar. Für 30% der Netze erfolgt keine Publikation in einem medienübergreifenden Leitungskataster, und bei 10% liegen hierzu keine Angaben vor.
Die umfassenden Werkinformationen werden derzeit für 72% der Leitungsnetze in einem Portal bereitgestellt, in der Regel allerdings nicht öffentlich. 18% werden nicht publiziert, für 10% fehlen entsprechenden Angaben.
Gemäss den bisherigen Rückmeldungen werden die Leitungsdokumentationen der 450 Leitungsnetze, zu denen bereits Informationen vorliegen, von insgesamt 110 unterschiedlichen Nachführungsstellen geführt. Die Grafik zeigt:
- 67 dieser Stellen betreuen jeweils nur ein einzelnes Leitungsnetz - vielfach das eigene.
- Weitere 34 Nachführungsstellen verwalten die Daten von 2 bis 10 Netzen.
- Die zehn bedeutendsten Nachführungsstellen betreuen die Leitungsdokumentation von 11 bis 48 unterschiedlichen Leitungsnetzen.
3 Karte «Leitungskataster Perimeter Kt SG»
In der ersten Realisierungsphase des Leitungskatasters wurde auf Basis der Bestandesaufnahme ein umfassendes Register der Netzbetreiber erstellt. Das zentrale Ergebnis daraus ist die neue Karte «Leitungskataster Perimeter Kt SG», die bereits im Geoportal neues Fenster publiziert ist und später im neuen GDI-Portal verfügbar sein wird. Zurzeit ist die neue Geodateninfrastruktur des Kantons St.Gallen und der St.Galler Gemeinden im Aufbau (GDI-SG), weitere Infos dazu sind unter diesem LINK neues Fenster zu finden.
Die Karte zeigt die Gebietsabdeckung sämtlicher bisher erfasster Leitungsnetze und ermöglicht über das Filtersymbol eine Filterung nach dem Medium. Zudem unterscheidet sie zwischen den eigentlichen Versorgungsgebieten und Transitkorridoren für Leitungen, die über fremde Versorgungsgebiete oder ausserhalb des hauptsächlichen Versorgungsgebiets verlaufen. Ein Klick in die Karte öffnet ein Informationsfenster, das alle an diesem Standort erfassten Netze der eingeblendeten Medien aufführt - inklusive der Kontaktangaben zu Betreibern, Eigentümern, Nachführungsstellen und Datenbezugsstellen.
Die Karte ist öffentlich zugänglich und unterstützt Anwenderinnen und Anwender dabei, zu erkennen, welche Netze von geplanten Bauarbeiten betroffen sein könnten und welche Stellen für weiterführende Werkinformationen zu kontaktieren sind. Zudem ermöglicht sie Bauherren und Baubewilligungsbehörden die korrekte Zuordnung neuer Anschlüsse zum zuständigen Netzbetreiber.
Der aktuelle Datenbestand ist jedoch noch nicht vollständig. Bekannte, aber noch nicht erfasste Netze werden im Layer «Erfassungsstand» ausgewiesen; ausserdem bestehen noch Lücken und Überschneidungen. Die Daten werden fortlaufend ergänzt, bereinigt und aktualisiert. Falls Ihnen weitere Leitungsnetze bekannt sind, die weder in der Karte noch im Layer «Erfassungsstand» verzeichnet sind, bitten wir Sie, uns diese - nach Möglichkeit mit Kontaktangaben zum Netzbetreiber - an die Mailadresse info.vermessung@sg.ch mitzuteilen.
Die Geoportalkarte ist über folgenden Link erreichbar: Leitungskataster Perimeter Kt SG - Geoportal neues Fenster
4 Wichtige Eckpunkte des Leitungskatasters St.Gallen LKSG
In der laufenden Konzeptphase konnten die zuständigen Gremien - Projektleitung, Fachausschuss und Fachgruppe GDI - bereits wichtige Eckpunkte für den Aufbau des Leitungskatasters St.Gallen definieren:
Umfang Leitungskataster St.Gallen LKSG / Datenmodell
Neben der Karte «Leitungskataster Perimeter Kt SG» bildet der medienübergreifende Blick auf den durch Leitungen und Trasseeführung belegten Raum das zentrale Produkt des Leitungskatasters St.Gallen. Als Basis für den LKSG wird das Geodatenmodell LKMap gemäss der Norm SIA 405 «Geodaten zu Ver- und Entsorgungsleitungen» zusammen mit der Wegleitung SIA 4008 «Leitungskataster» in der neusten, im Sommer 2025 veröffentlichten Fassung SIA405:2025 eingesetzt. LKMap beschreibt die grundlegenden, darstellungsorientierten Leitungsinformationen, nämlich den belegten Raum (geografische Lage inkl. Breite), das transportierte Medium und den Eigentümer; Höheninformationen sind optional.
Auch bei den aktuellen Vorbereitungen zu einem schweizweiten Leitungskataster (LKCH) zeichnet sich ab, dass LKMap als Modellbasis eingesetzt werden wird.
Die Spezifikation für den Leitungskataster St.Gallen beinhaltet einzelne Ergänzungen zum Minimalstandard LKMap des SIA. Dazu lassen sich Eigenschaftsattribute entsprechend konfigurieren, sodass weitgehend auf eigentliche Modellerweiterungen verzichtet werden kann. Der Leitungskataster St.Gallen wird in zwei Ausprägungen wie folgt definiert:
- LKSG = LKMap + Funktion Abwasser (Differenzierung Schmutz-, Meteor- oder Mischabwasser)
- LKSG+ = umfasst zusätzlich zu LKSG weitere Attribute, die auf gesetzlichen Grundlagen basieren und/oder für Fachstellen für die Erfüllung ihrer Verwaltungsaufgaben wichtig sind.
Zugänglichkeit
Der Leitungskataster des Kantons St.Gallen soll wie folgt zugänglich sein:
- Karte Perimeter: Die Karte Perimeter ist, wie im Kapitel 2 beschrieben, öffentlich zugänglich.
- Leitungskataster St.Gallen LKSG: Der LKSG (inkl. Funktion Abwasser) wird öffentlich zugänglich sein. Für geheime Netze und kritische Infrastruktur wird es aber Ausnahmen geben. Diese dürfen aus Sicherheitsgründen nicht öffentlich publiziert werden. In diesen Bereichen soll das Vorhandensein der entsprechenden Netze im Kataster ausgewiesen werden. Die Visualisierung im künftigen GDI-Portal wird auch die Druckmöglichkeit (PDF) umfassen. Ein Datenbezug wird nur verwaltungsintern möglich sein.
- Erweiterter Leitungskataster St.Gallen LKSG+: Der LKSG+ umfasst weitergehende Leitungsinformationen wie zum Beispiel Material, Baujahr, Druckstufe / -zone, welche für Vollzugs- und Aufsichtsaufgaben auf kommunaler oder kantonaler Stufe benötigt werden. Dies wurde bereits in der Geoinformationsverordnung 2019 so vorgesehen und soll die Arbeiten der entsprechenden Behörden erleichtern. Diese angereicherten Leitungsdaten sind nur beschränkt öffentlich zugänglich, also für die Öffentlichkeit nicht einsehbar.
Umfang Datenlieferungen
Die Netzbetreiber sind gemäss Art. 30 GeoIG-SG und der Geoinformationsverordnung (GeoIV-SG; sGS 760.11) verpflichtet, den Umfang LKSG+ in elektronischer Form unentgeltlich zur Verfügung zu stellen.
Zur Einlieferung der Leitungsdaten durch die Netzbetreiber bzw. die Nachführungsstelle sind zwei Möglichkeiten vorgesehen. Jeder Netzbetreiber wird die Leitungsdaten künftig mindestens nach einer dieser zwei Möglichkeiten liefern müssen.
- separate Lieferung Leitungskataster im Umfang LKSG+
Netzbetreibern steht es frei, einen spezifischen LKSG+-Datenexport zu konfigurieren. Diese Datenlieferung entspricht dem minimalen Umfang. - Lieferung umfassender Werkinformation, Ableitung LK-Daten durch die GDI-SG
Netzbetreiber bzw. Nachführungsstellen können die Daten auch als umfassende Werkinformationen mit zusätzlichen Attributen einliefern. Voraussetzung dafür ist, dass die Werkinformationen in einem branchenüblichen Interlis-Modell (SIA- oder Branchenmodell) eingeliefert werden. Dies ist einerseits sinnvoll, wenn sie die Werkinformationen auf dem neuen GDI-Portal für die interne oder öffentliche Nutzung publizieren wollen. Andererseits entfällt der Aufwand für die Anpassung der Exportschnittstelle zum LKSG+. Die Daten werden durch die GDI-SG auf die im LKSG resp. LKSG+ notwendigen Attribute reduziert und im Kataster publiziert. Der Netzbetreiber behält die Kontrolle über die Publikation der umfassenden Werkinformationen.
Netzbetreiber, welche bisher noch nicht über einen Geodatensatz ihrer Leitungen verfügen, sind angehalten, die Vorbereitungen für die Erarbeitung eines solchen zügig in die Wege zu leiten und die Umsetzung in den nächsten drei Jahren einzuplanen. Gerne berät Sie die Projektleitung LKSG bei dieser Aufgabe. Bis zum Ende der Konzeptphase folgen hierzu weitere Informationen an die Netzbetreiber.
Terminplan
Um bereits frühzeitig einen Nutzen aus den laufenden Arbeiten zu erhalten, ist die initiale Einlieferung der Leitungsdaten in drei Phasen gestaffelt. Die Phase 1 umfasst die Lieferung und Erfassung der Perimeter und Zuständigkeiten und wird mit Abschluss der Bestandesaufnahme bei den Netzbetreibern im Jahr 2026 bereits weitestgehend abgeschlossen, vgl. obige Ausführungen zur Karte «Leitungskataster Perimeter Kt SG». Die Phase 2 wird in zwei Teilphasen aufgeteilt. Innerhalb der einzelnen Phasen werden die initialen Lieferungen der einzelnen Medien ebenfalls gestaffelt. Ab dem Zeitpunkt der ersten Datenlieferung werden die Daten periodisch aktualisiert. Der genannte Zeitplan gilt vorbehältlich der termingerechten Abnahme des Konzeptes zur Einführung des LKSG Mitte 2026.
- Phase 2a: Lieferung und Publikation aller Leitungsdaten, welche bereits heute in einem Geodatenmodell vorliegen. Diese umfassen 80% der bisher bekannten Leitungsnetze mit knapp 90% der Leitungslängen und sollen vorerst ohne weitreichende Qualitätsanforderungen im Kataster ersichtlich sein. Die Nachführungsstellen der Netzbetreiber müssen dazu lediglich den Export ihrer Daten in ein gebräuchliches Geodatenmodell sicherstellen. Diese Leitungen werden bis Ende 2027 vollständig im Kataster publiziert sein.
- Phase 2b: Netzbetreiber, welche bisher noch nicht über einen Geodatensatz ihrer Leitungen verfügen, müssen diesen erst erstellen (lassen) und erhalten daher etwas mehr Zeit für die erste Datenlieferung. Bei der Erstellung des Geodatensatzes müssen aber direkt die erhöhten Qualitätsanforderungen der Phase 3 erreicht werden. Es ist geplant, die Phase 2b bis Ende 2028 abzuschliessen. Damit sollten Leitungsinformationen zu allen bekannten Leitungsnetzen vollständig im Kataster verfügbar sein.
- Phase 3: Netzbetreiber, welche in der Phase 2a bereits erste Daten geliefert haben, müssen in dieser Phase die erhöhten Qualitätsanforderungen erreichen, welche im Projekt noch zu definieren sind. Diese umfassen insbesondere die korrekte Erfassung der Leitungseigentümer und die topologisch korrekte Erfassung der Geometrien (ohne Lücken oder Überschneidungen). Die Phase 3 soll bis Ende 2030 abgeschlossen sein. Den Netzbetreibern steht es frei, die Arbeiten schon früher auszuführen.
Für die Arbeiten der Netzbetreiber sind im Projekt finanzielle Beiträge vorgesehen, um einen Teil der Aufwendungen abzugelten.
Lieferpflicht
Im Kanton St.Gallen besteht eine Vielzahl an Leitungsnetzen unterschiedlicher Ausprägung. Diese reicht von nationalen Netzbetreibern wie Swisscom oder Swissgrid über regionale und kommunale Versorgungsnetze und kleinen Korporationen oder privaten Leitungsnetzen bis hin zu einzelnen Gebäudeverbindungen auf privaten Grundstücken. Eine umfassende Publikation im Kataster ist wohl mit vertretbarem Aufwand nicht möglich. Gleichwohl soll der Kataster möglichst umfassend Auskunft geben über die vorhandenen Leitungen. Deshalb wurde die Lieferpflicht für einzelne Klassen unterschiedlich geregelt und in die Pflicht zur Erfassung des Perimeters beziehungsweise zur Lieferung der Leitungsdaten unterteilt. Öffentliche Netze sowie private Netze, die über öffentlichen Grund verlaufen, müssen vollständig für den Kataster bereitgestellt werden. Ausnahmen, beispielsweise für firmeneigne Netze auf Werkarealen, müssen noch definiert werden. Auch für geheime Netze (z.B. armasuisse) gibt es Ausnahmen. Für private Netze, welche ausschliesslich über eigene oder fremde Grundstücke ohne öffentlichen Grund verlaufen, bleibt die Datenlieferung freiwillig, sie wird aber empfohlen. Für all diese Netze, mit Ausnahme der privaten Netze auf eigenen Grundstücken, ist die Erfassung des Perimeters zwingend erforderlich.
Nachführungsrhythmus
Der minimale Nachführungsrhythmus wird durch die GeoIV-SG vorgegeben. Diese bestimmt, dass die Datensätze mindestens jährlich nachgeführt (aktualisiert) werden und mindestens halbjährlich in den Kataster eingeliefert werden müssen. Bereits heute erfolgt die Nachführung aber bei sehr vielen Nachführungsstellen mindestens quartalsweise. Viele Netzbetreiber werden wohl künftig eine deutlich häufigere Aktualisierung ihrer Werkinformationen im GDI-Portal vornehmen. Die Ableitung und Aktualisierung der LK-Daten wird nach jeder Datenlieferung von Werkinformationen ebenfalls umgesetzt.
5 Hinweise zum neuen GDI-Portal
Parallel zum Projekt LKSG läuft das Projekt Geodateninfrastruktur Kanton St.Gallen und St.Galler Gemeinden GDI-SG. Das Projekt ersetzt das heutige Geoportal und die Gemeinde-GIS mit dem neuen, gemeinsamen GDI-Portal und stellt den Fachbereich Geodateninfrastruktur auf ein neues organisatorisches Fundament unter eGovernment St.Gallen. Für allgemeine Informationen zum Projekt verweisen wir Sie auf die Projekthomepage GDI-SG neues Fenster.
Der aktuelle Projektstand ist im Newsletter neues Fenster vom Dezember 2025 erläutert.
Die Projekte LKSG und GDI-SG stimmen sich eng ab, da bei Infrastruktur und Daten, insbesondere bei den Werkinformationen Abhängigkeiten bestehen.
Datenmigration Werkinformationen
Das Projekt GDI-SG stellt im Rahmen der Datenmigration die Publikation der heute verfügbaren Geodaten von Kanton und Gemeinden sicher. Auch ausgewählte Geodaten Dritter werden in Absprache mit diesen migriert und publiziert. Dazu gehören insbesondere auch die Werkinformationen. Ziel ist, möglichst alle bereits bisher publizierten und allenfalls weitere Werkinformationen auf der neuen Plattform zu publizieren. Der Entscheid zur Publikation von Werkinformationen liegt bei den Gemeinden und ihren Netzbetreibern.
Das Projekt GDI-SG orientiert sich für die Integration der Werkinformationen an etablierten Branchenstandards und der heutigen Ausgangslage. Zusätzlich werden die neusten Entwicklungen im Projekt LKSG mitberücksichtigt.
In den letzten Monaten konnten erste Werkinformationen der Pilotgemeinden im Rahmen einer Test-Integration integriert werden. Basierend darauf wird nun die Integration der weiteren Werkinformationen konzipiert und umgesetzt. Die Datennutzung und Publikation der Werkinformationen auf dem GDI-Portal werden in einer Datennutzungsvereinbarung mit dem Netzbetreiber geregelt. Weitere Informationen entnehmen Sie dem Konzept zum Umgang mit Werkinformationen im GDI-Portal neues Fenster.
6 Weitere Informationen
Neben diesen allgemeinen Projektinformationen wird die Projektleitung ab Frühjahr 2026 mit spezifischen Informationen direkt auf die beteiligten Anspruchsgruppen zugehen, insbesondere auf die Netzbetreiber und die Gemeinden. Voraussichtlich werden auch Gruppen von Netzbetreibern mit ähnlicher Ausgangslage direkt zu ihren anstehenden Aufgaben kontaktiert werden.
Weitere Informationen zum Leitungskataster des Kantons St.Gallen finden Sie auf unserer Homepage unter www.geoinformation.sg.ch/lk neues Fenster. Zudem stehen wir Ihnen auch gerne für allfällige Auskünfte bereit. Sie erreichen uns auf folgenden Kanälen:
Remo Fröhlich Thomas Brockmeier
remo.froehlich@sg.ch thomas.brockmeier@sg.ch
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