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Für die Region Rorschach wurde ein neues Buskonzept erarbeitet, dass die Regional- und Ortsbusse besser abstimmt. Nachdem das St.Galler Verwaltungsgericht die Beschwerde gegen die Vergabe der beiden Buslinien 252 und 253 abgewiesen hat, kann das neue Buskonzept nun doch schon auf Fahrplan 2023 umgesetzt werden.

Ausgangslage

In den vergangenen Jahren hat das Amt für öffentlichen Verkehr das Buskonzept in Zusammenarbeit mit den betroffenen Gemeinden der Region Rorschach überarbeitet. Neue Infrastrukturen in Goldach und Rorschach (Bushöfe, Unterführung Mühlegut, Thannäckerstrasse) sowie Änderungen beim Bahnangebot wurden dabei berücksichtigt.

Verbesserungen

Das neue Buskonzept bringt ein besseres und in sich stimmiges Angebot mit sich und wird wesentlich effizienter betrieben. Die «seebus»-Linien werden eingestellt und durch verschiedene andere Verkehrsangebote ersetzt. In Goldach wird das Industriegebiet Rietli neu mit dem öV erschlossen. Tübach erhält eine direkte Busverbindung nach Goldach und Rorschach. Die heutigen Direktbusse der Linien 240 und 241 werden in die neue Linie 254 integriert. Das Angebot zwischen Rorschach und Altenrhein wird deutlich ausgebaut.

Umsetzung

Die Ende Mai 2020 publizierte Ausschreibung und der Schlussbericht zur Busplanung sahen je eine Bestvariante und eine reduzierte Variante vor. Die deutlich umfangreichere Bestvariante wäre für Kanton und Gemeinden mit höheren Kosten verbunden gewesen. Auf Antrag der direkt betroffenen Gemeinden hat das Amt für öffentlichen Verkehr die Bestvariante nachträglich gestrichen. Umgesetzt wird nun die reduzierte Variante.

Der Zuschlag für die Linien 252 und 253 erteilte das Volkwirtschaftsdepartement an die BUS Ostschweiz AG. Gegen die Vergabe wurde beim kantonalen Verwaltungsgericht Beschwerde eingereicht. Das neue Buskonzept konnte deshalb nicht wie geplant auf Fahrplan 2022 umgesetzt werden. Das Verwaltungsgericht stützte Ende Juni 2022 die Vergabe des Kantons und wies die Beschwerde ab. Die involvierten Transportunternehmen einigten sich, auf den Weiterzug an das Bundesgericht als nächsthöhere Instanz zu verzichten. Somit kann das neue Buskonzept nun doch schon auf Fahrplan 2023 umgesetzt werden.

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