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Informationen für Fachpersonen, die mit Kindern und Jugendlichen arbeiten, Gemeinden, Kitas, Familienzentren, Kinder- und Jugendarbeit sowie Eltern und Grosseltern.

Der Bundesrat hat beschlossen, die besondere Lage per 1. April 2022 aufzuheben. Damit endet auch die Maskenpflicht im öffentlichen Verkehr und die Isolationspflicht bei positivem Test.

Weiterführende Massnahmen von Seiten des Kantons bestehen für Kinderbetreuungseinrichtungen, Familienzentren sowie Angebote der Kinder- und Jugendarbeit keine. Dies bedeutet, dass bezüglich Gesundheitsschutz der Arbeitnehmenden sowie bezüglich Regelung bei Krankheit von Mitarbeitenden wieder das geltende Arbeitsrecht in Anwendung kommt. Es ist entsprechend in der Verantwortung der Arbeitgebenden bzw. Veranstaltenden, vulnerable Mitarbeitende sowie Kinder, Jugendlichen und Begleitpersonen zu schützen und bei Bedarf entsprechende Massnahmen umzusetzen (z.B. Lüften, Abstände, Hygiene, in sensiblen Umgebungen allenfalls Masken oder Melden von positiven Testergebnissen).

Eine Vermeidung von Ansteckung anderer Personen bei Krankheitssymptomen generell oder bei positivem Test auf Covid-19 liegt in der Verantwortung der einzelnen Personen (z.B. durch Tragen von Masken in Innenräumen, Hygienemassnahmen, allenfalls Homeoffice). Tests werden weiterhin vom Bund finanziert.

Psychische Belastungen von Kindern und Jugendlichen

Handlungsmöglichkeiten und Angebote

Die Covid-19-Epidemie hat beträchtliche Auswirkungen auf die psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen mit sich gebracht, die uns noch lange beschäftigen werden. Der Krieg in der Ukraine sorgt bei Kindern und Jugendlichen für zusätzliche Verunsicherung. Diese Entwicklung stellt eine grosse Herausforderung für Gemeinden, Institutionen und Fachpersonen dar. In der bereits vor der Covid-19-Epidemie überlasteten Kinder- und Jugendpsychiatrie schlägt sich dies in einer weiteren Verlängerung der Wartezeiten für Behandlungen nieder. Umso wichtiger ist es, dass Kinder und Jugendliche auf allen möglichen Ebenen Unterstützung erhalten. Dadurch können anhaltende psychische Belastungen und Erkrankungen mit ihren langfristigen Folgen für Individuum und Gesellschaft vermindert werden.

Im nachfolgenden Merkblatt sind unterstützende Angebote und Anregungen für Fachpersonen und Gemeinden für das Handeln zu psychischen Problemen bei Kindern und Jugendlichen zusammengestellt.

Familienergänzende Kinderbetreuung

Allfällige weitere Empfehlungen sind beim Verband kibesuisse zu finden.

Familienzentren

Für Familienzentren gelten keine Massnahmen mehr. Es obliegt den verantwortlichen Personen zu erwägen, ob Schutzmassnahmen zum Schutz von Kindern ohne Impfschutz sowie von Mitarbeitenden und Besuchenden insbesondere mit zusätzlichem Risiko (z.B. ältere Menschen, ungeimpfte schwangere Frauen, Menschen mit Erkrankungen und Behinderungen) sinnvoll sind.

Bewährte Massnahmen wie Aktivitäten im Freien und regelmässiges Lüften tragen wesentlich dazu bei, Ansteckungen zu verhindern. Je nach Situation und Bedürfnissen der Mitarbeitenden und Besuchenden kann es allenfalls weiterhin sinnvoll sein, dass alle Anwesenden Hygienemasken in Innenräumen tragen und Abstände sowie weitere Hygienemassnahmen eingehalten werden.

Kinder- und Jugendarbeit

Verschiedene Verbände haben ihre Schutzmassnahmen aufgehoben, so auch der Dachverband Offene Kinder- und Jugendarbeit Schweiz DOJ das Rahmenschutzkonzept für die Offene Kinder- und Jugendarbeit sowie für die weitere Kinder- und Jugendförderung. Teilweise bieten diese Dachorganisationen aber weiterhin Orientierung und geben Empfehlungen ab.

Zudem gilt es die Pandemie-Folgen, z.B. psychische Belastungen, für Kinder und Jugendliche möglichst zu vermindern. Die Kinder- und Jugendarbeit sowie -förderung spielt dabei auch weiterhin eine wichtige Rolle, etwa in Prävention, Früherkennung sowie im Anbieten von niederschwelliger Information, Beratung und Unterstützung, aber auch mit Angeboten, die vielleicht Zuversicht und Normalität ermöglichen.

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