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Der Kulturgüterschutz des Kantons St.Gallen

- plant die Organisation des Kulturgüterschutzes für den gesamten Kanton
- stellt das Verzeichnis der Kulturgüter von nationaler und regionaler Bedeutung bereit
- veranlasst die Erstellung von Sicherstellungsdokumentationen
- bildet angehendes Personal für den Kulturgüterschutz aus
- wirkt beim Erstellen von Schutzräumen für Kulturgüter mit
- richtet gegebenenfalls kantonale Beiträge aus
- unterstützt die Gemeinden bei der Erfüllung ihrer Kulturgüterschutzaufgaben

Inventare

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Kulturelle Objekte gelten seit jeher als Zeugen der Geschichte einer Gemeinschaft und ihrer Kultur. Der Kulturgüterschutz (KGS) hat sich zur Aufgabe gemacht, die identitätsstiftenden Objekte für die nachfolgenden Generationen zu erhalten. Sichern und respektieren – diese zwei Hauptforderungen gilt es beim Schutz von Kulturgütern gemäss Haager Abkommen von 1954 zu befolgen.
Wir unterscheiden im KGS zwischen beweglichen und unbeweglichen Kulturgütern.
Die Kulturgüter werden in verschiedene Kategorien unterteilt. Es gibt ein Weltkulturerbe im Kanton St.Gallen bestehend aus dem Klosterbezirk sowie ein Weltnaturerbe im Kanton St.Gallen bestehend aus der Tektonikarena Sardona.
In vielen Gemeinden des Kantons kennen wir Objekte die schweizweite Bedeutung haben, die sogenannten A – Objekte.
Von kantonaler und regionaler Bedeutung sind die B – Objekte.
Die Gemeinden selbst haben auch wichtige Kulturgüter. Diese sind in den Schutzverordnungen oder in Ortsbildinventaren bezeichnet und sind sogenannte C – Objekte.
 

Aufgaben

Kloster SG

In einem Schadenfall, bei einem Katastrophen- oder Grossereignis, kann der KGS zugezogen werden um die Eigentümer der betroffenen Objekte zu unterstützen und bei der Abarbeitung der Schäden in Zusammenarbeit mit Fachleuten (Restauratoren) zu helfen. Der KGS – Dienst hilft bei Bedarf auch in Museen und Sammlungen mit, diese zu Inventarisieren oder allenfalls auch einmal in ein Lager zu zügeln.

Dokumentationen

Der KGS erstellt Kurzdokumentationen und Inventare. Wichtig Grundlagen sind die KGS Merkblätter des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz, Abteilung KGS. An Hand von Fotodokumentationen und Inventarblätter werden die KGS-Objekte beschrieben. Diese Arbeiten dienen zur Wiedererkennung oder Wiederherstellung in einem Schadenfall oder auch für Entwicklung eines Objekts. Die Beschreibungen der Objekte durch die KGS Spezialisten werden je nach Wissens- und Ausbildungsstand erstellt. Sie richten sich nach speziellen Merkblättern.

Einsatzplanung

Einsatzplan

Eine umsichtige Einsatzplanung ist die Voraussetzung für eine erfolgreiche Evakuation eines unbeweglichen KGS Objektes, oder eines Gebäudes mit beweglichen KGS -Objekten. Diese Planung ist ein gemeinschaftliches Werk aus den Partnern einer möglichen späteren Einsatzorganisation und dem Eigentümer. Die Verantwortung für diese Planung liegt beim entsprechenden Eigentümer, kann bei Bedarf aber durch den KGS Dienst unterstützt werden. Die Einsatzplanung ist ein Bestandteil einer Notfallplanung.

Einsatzorganisation

Einsatz

In einem Ereignisfall unterstützt der KGS zusammen mit Fachleuten die Einsatzorganisationen des Bevölkerungsschutzes sowie die Eigentümer der Kulturgüter in der Abarbeitung der Schadenereignisse. Dabei spielen die Arten der Beschädigung sowie der beschädigten Artefakte eine entscheidende Rolle. Es muss darauf geachtet werden, dass nicht noch mehr Schäden bei und nach der Rettung zugefügt werden.

Nach einer Rettung oder Bergung der Objekte durch die entsprechenden Einsatzkräfte werden die Objekte bei einer Übergabestelle dem KGS des Zivilschutzes überreicht. Dieser dokumentiert den Zustand und führt sie in ein Notdepot. Je nach Möglichkeiten unterstützt der KGS den Eigentümer im weiteren Prozess des Kulturgutes immer in Zusammenarbeit mit entsprechendem Fachpersonal.

Die Lagerung und Sicherung beschädigter Objekte, eine ergänzende Dokumentation, die richtige Verpackung sowie ein schonender Transport ist wichtig.

Christoph Demmel

Christoph Demmel

Leiter Dienst für Kulturgüterschutz

Sicherheits- und Justizdepartement

Amt für Militär und Zivilschutz

Grämigerstrasse 32
9606 Bütschwil

Sachbearbeiter Dienst für Kulturgüterschutz

Ralf Pötzsch

Amt für Militär und Zivilschutz
Burgstrasse 50
9000 St.Gallen

Noch offene Fragen?

Amt für Militär und Zivilschutz

Zivilschutz Kommando

Burgstrasse 50
9000 St. Gallen


Öffnungszeiten


Montag bis Freitag
07.30 - 11.30 und 13.30 - 16.30

Donnerstag
bis 18.00