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Das eheliche Güterrecht umschreibt die Wirkungen der Ehe auf das Vermögen der Ehegatten, wobei es im Rahmen verschiedener Güterstände unterschiedliche Ordnungen zulässt. Das Güterrecht beschränkt sich im wesentlichen auf die Zuordnung und Behandlung der zu den Gütermassen der Ehegatten gehörenden Vermögenswerte, der Haftung sowie der Aufteilung der einzelnen Vermögensmassen auf die Ehegatten bei Auflösung des Güterstandes bzw. der Ehe.

Die schweizerische Rechtsordnung kennt drei Güterstände:

  • Errungenschaftsbeteiligung

  • Gütertrennung

  • Gütergemeinschaft 


Der ordentliche Güterstand ist die Errungenschaftsbeteiligung. Er gilt immer dann, wenn die Ehegatten nicht durch einen Ehevertrag einen anderen Güterstand gewählt haben. Als vertragliche Güterstände kommen die Gütertrennung und die Gütergemeinschaft in Betracht. Die Ehegatten können sich durch einen Ehevertrag für den einen oder anderen entscheiden. Der Ehevertrag kann vor oder nach der Heirat abgeschlossen werden und muss öffentlich beurkundet werden.

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Clemens Meisterhans

Dr.iur.

Amtsleiter