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Wenn die Erben den Nachlass angetreten haben, stellt das zuständige Amtsnotariat auf entsprechendes Begehren eine Erbbescheinigung aus. Aufgrund der Erbbescheinigung können die Aktiven des Erblassers (Bankkonti, Liegenschaften etc.) auf die Erben überschrieben werden, womit diese darüber verfügen können.

Die Erbbescheinigung wird erst nach Ablauf der Ausschlagungsfrist von drei Monaten ausgestellt. Die Ausschlagungsfrist beginnt für die gesetzlichen Erben normalerweise im Zeitpunkt, in welchem sie vom Tod des Erblassers Kenntnis erhalten und für die eingesetzten Erben im Zeitpunkt, da ihnen die letztwillige Verfügung des Erblassers amtlich eröffnet wurde (Art. 567 Abs. 2 ZGB). Erklären jedoch alle Erben vorbehaltlose Annahme der Erbschaft, kann Erbbescheinigung bereits einen Monat nach Tod bzw. Testamentseröffnung ausgestellt werden.

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Clemens Meisterhans

Dr.iur.

Amtsleiter