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Das Testament ist eine letztwillige Verfügung, mit welcher eine Person einseitige Regelungen betreffend die Verteilung des Nachlasses beim Ableben trifft. Das Testament stellt zusammen mit dem Erbvertrag eine Verfügung von Todes wegen dar.

Eine letztwillige Verfügung kann erstellen, wer mindestens 18 Jahre alt und urteilsfähig ist (Art. 467 ZGB). Eine letztwillige Verfügung ist aber nur gültig, soweit sie sich an die gesetzlich vorgeschriebenen Formen und Inhalte hält. (Form-)Ungültige Testamente sind daher in der Regel anfechtbar. Unzulässig ist die Errichtung eines gemeinschaftlichen Testaments. 

Das Testament als einseitige Anordnung kann vom Erblasser jederzeit ganz oder teilweise widerrufen werden. Ein Widerruf ist entweder in der gesetzlich vorgeschriebenen Form (Widerrufstestament) oder durch Vernichtung der Urkunde möglich. Um Unklarheiten zu vermeiden, empfiehlt es sich bei einem vollständigen Widerruf, bestehende Testamente sowohl durch Widerrufstestament als auch durch Vernichtung aufzuheben. 

Eine letztwillige Verfügung kann in einer der drei folgenden Formen errichtet werden:

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Clemens Meisterhans

Dr.iur.

Amtsleiter