Publiziert am 17.06.2019 16:27 im Bereich Wirtschaft & Arbeit

Die Regionalen Arbeitsvermittlungszentren (RAV) im Kanton St.Gallen erfüllen ihre Aufgabe gut. So lautet das Fazit der jährlichen Wirkungsmessung, welche das Staatssekretariat für Wirtschaft Seco durchgeführt und Ende Mai publiziert hat.

Die zentrale Aufgabe der RAV besteht darin, Stellensuchenden dabei zu helfen, möglichst rasch wieder eine Erwerbsarbeit zu finden und zu verhindern, dass die betreffenden Personen erneut arbeitslos werden. Darüber, wie erfolgreich dieser Auftrag erfüllt wird, gibt jedes Jahr eine schweizweite Erhebung des Seco Auskunft. Der auf der Basis verschiedener Variablen errechnete Wirkungsindex lässt rudimentäre Vergleiche unter den Kantonen zu. Ende Mai wurden die entsprechenden Zahlen für das Jahr 2018 publiziert. 

Die Berechnungsmethode

Der Basiswert, welcher der Berechnung zugrunde liegt, wird jedes Jahr auf 100 festgesetzt. Kantone mit tieferen Werten liegen somit unter, solche mit höheren über dem landesweiten Durchschnitt. Um tatsächliche Vergleiche unter den Kantonen zu ermöglichen, werden in der Wirkungsmessung mehrere von den RAV bzw. den Kantonen nicht beeinflussbare Faktoren korrigiert. Hierzu zählen etwa der allgemeine Arbeitsmarktzustand, der Anteil an Grenzgängern, inländische Stellensuchende sowie Saisonarbeiter. 

St.Galler RAV auf dem 11. Gesamtrang

Die vom Seco für das Jahr 2018 publizierten Zahlen stellen den sechs St.Galler RAV (St.Gallen, Wil, Wattwil, Heerbrugg, Sargans und Rapperswil-Jona) ein gutes Zeugnis aus. Der Kanton erzielte bei den Wirkungsindikatoren einen korrigierten Gesamtindex von 100. Beim unkorrigierten Index liegt der Wert bei 105. Im interkantonalen Vergleich reiht sich der Kanton St.Gallen damit wie im Vorjahr auf dem 11 Platz ein. 

Rasche Wiedereingliederung zentral

Der Indexwert setzt sich aus insgesamt vier Variablen (Wirkungsindikatoren) zusammen. Das prioritäre Ziel der RAV besteht darin, Stellensuchende so rasch wie möglich wieder in den ersten Arbeitsmarkt zu integrieren. Als Messgrösse gilt die Zahl der Taggelder, welche Stellensuchende bis zur Abmeldung vom RAV beziehen. Dieser Wirkungsindikator trägt 50 Prozent zum Gesamtergebnis bei. Je 20 Prozent machen die Wirkungsziele "Langzeitarbeitslosigkeit vermeiden" und "Aussteuerungen vermeiden" aus. Hier fliesst die Zahl der in die jeweilige Kategorie fallenden Taggeldbezüger in die Berechnung ein. Mit 10 Prozent gewichtet wird schliesslich der vierte Wirkungsindikator, das Vermeiden von Wiederanmeldungen beim RAV.