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Publiziert am 26.11.2019 08:30 im Bereich Statistik
Dekorationsbild

Die von der Fachstelle für Statistik des Kantons St.Gallen produzierte Stimmbeteiligungsstatistik STISTAT kann bei neun St.Galler Gemeinden die Stimmbeteiligung einzelner Bevölkerungsgruppen aufzeigen. Nach den National- und Ständeratswahlen vom 20. Oktober standen im Kanton St.Gallen am 17. November der 2. Wahlgang für die zwei Sitze im Ständerat sowie vier unumstrittene kantonale Vorlagen (Bildungsbereich, Krankenkassenprämienverbilligung) auf dem Programm. In acht der neun Gemeinden lag die Beteiligung unter 40 Prozent. Was passierte in der neunten, Thal, und welche Unterschiede zeigen sich bei den Altersgruppen und den Geschlechtern?

Die Gemeinde Thal mit einer überdurchschnittlicher Stimmbeteiligung bei allen Altersgruppen

Während in den acht anderen Gemeinden*, zu denen STISTAT-Daten vorliegen, die Stimmbeteiligung am 17.11.2019 gegenüber den National- und Ständeratswahlen vom 20. Oktober in allen Altersgruppen sank, lag sie in Thal auf dem höchsten Stand, wenn man die letzten acht Abstimmungen betrachtet. Der Grund liegt im gleichzeitig durchgeführten zweiten Wahlgang für das Gemeindepräsidium, dessen Ausgang völlig offen war. Das Langzeitbild, wonach die Stimmbeteiligung mit dem Alter steigt, blieb auch in Thal erhalten. Allerdings war in dieser Gemeinde die Beteiligung der jüngsten Stimmberechtigten (18-24-Jährige) seit Beginn dieser Statistik im Jahre 2017 stets überdurchschnittlich. Am 17.11.2019 hatte sich fast jeder Zweite dieser Altersgruppe beteiligt. Bei den 60-80-Jährigen waren es 71 Prozent.

*Au, Gossau, Mels, Quarten, Schmerikon, St.Gallen, Uzwil, Wildhaus-Alt St. Johann

Die graphische Darstellung zur Stimmbeteiligung nach Alter.
 

Identische Beteiligung von Männern und Frauen in Thal

Rund 57 Prozent der Stimmberechtigten waren es sowohl bei den Frauen wie bei den Männern, die sich am 17.11. beteiligten. Dabei scheint die Mobilisierung bei den Frauen etwas ausgeprägter gewesen zu sein, wenn man bedenkt, dass die Beteiligung der Frauen in den vorangegangenen Abstimmungen stets drei bis vier Prozentpunkte tiefer gelegen hatte als diejenige der Männer.  

Die graphische Darstellung zur Stimmbeteiligung nach Geschlecht.

 

Details zur Stimmbeteiligung nach Alter und Geschlecht…

… können für alle neun STISTAT-Gemeinden in einer mit Filtern ausgestatteten Excel-Tabelle nach eigenem Interesse zusammengestellt werden. Sie kann heruntergeladen werden.

Alle  Statistikprodukte zur Stimmbeteiligungsstatistik STISTAT …

... finden Sie auf dieser Seite.
 

Zur Methodik

Bei der Stimmbeteiligungsstatistik STISTAT der Fachstelle für Statistik können bei neun St.Galler Gemeinden auf Basis der eingescannten Stimmrechtsausweise soziodemographische Informationen ergänzt werden. Für die Abstimmungen von 2010 bis Februar 2017 ist dies ausschliesslich für die Stadt St.Gallen möglich, ab Mai 2017 für acht weitere Gemeinden. Die auf Basis der STISTAT-Daten ermittelte Stimmbeteiligung entspricht dem Anteil der Stimmenden an allen Stimmberechtigten. Gezählt werden die abgegebenen Stimmrechtsausweise. Zur Ermittlung der Zahl der Stimmberechtigten und deren soziodemographischen Merkmale wird die Bevölkerungsstatistik STATPOPSG der Fachstelle für Statistik verwendet. Die Einzeldaten von STISTAT werden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern für vertiefte Analysen auf Basis eines Datenschutzvertrags zur Verfügung gestellt.

Die von der Fachstelle für Statistik hier publizierten statistischen Informationen unterstehen dem Statistikgesetz des Kantons St.Gallen (sGS 146.1) und dessen Qualitätskriterien. 

 

Weitere Auskünfte erhalten Sie bei:

Theo Hutter, Leiter Fachstelle für Statistik Kanton St.Gallen

058 229 21 92  / theo.hutter@sg.ch