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Publiziert am 22.02.2019 08:30 im Bereich Statistik

Kleinere Stimmbeteiligung. Gegenüber der Abstimmung vom 25. November 2018, bei der die Hornkuh- und die Selbstbestimmungsinitiative sowie das Gesetz zur Überwachung von Sozialversicherten im Zentrum standen, motivierte die Abstimmung vom 10. Februar 2019 (Zersiedelungsinitative, St.Galler Sonderkredit für die IT-Bildungsoffensive) weniger Stimmberechtigte zur Teilnahme. Dies zeigen die jüngsten Ergebnisse der Stimmbeteiligungsstatistik STISTAT zu neun St.Galler Gemeinden.

Stimmbeteiligung steigt mit dem Alter

 

Die Altersgruppe der 60-80-Jährigen weist bei den Gemeinden, zu denen entsprechende Informationen vorliegen, in den letzten fünf Abstimmungen durchgehend die höchste Stimmbeteiligung auf. In der Tendenz steigt die Höhe der Stimmbeteiligung mit dem Alter. Ausnahmen fallen auf bei der jüngsten Altersgruppe, den 18-24-Jährigen, deren Beteiligung vereinzelt etwas höher liegt als diejenige der 25-39-Jährigen. Am auffälligsten zeigt sich dies in der Gemeinde Thal, wo die jüngsten Stimmberechtigten in allen fünf Abstimmungen eine höhere Beteiligungsquote aufweisen als die 25-39-Jährigen. Im Gemeindevergleich der 18-24-Jährigen weist Thal in drei der fünf Abstimmungen die höchte Beteiligung auf.

 

Die graphische Darstellung zur Stimmbeteiligung nach Alter.

 

Kaum Differenzen bei der Stimmbeteiligung von Frauen und Männern

 

In den den letzten fünf Abstimmungen war die Stimmbeteiligung der Frauen immer leicht tiefer als diejenige der Männer. Die Differenzen sind jedoch sehr gering. Praktisch identisch sind die Stimmbeteiligungsquoten der beiden Geschlechter in der Stadt St.Gallen und in Wildhaus-Alt St.Johann.

 

Die graphische Darstellung zur Stimmbeteiligung nach Geschlecht.

 

 

Keine Aktualisierung der Stimmbeteiligungsstatistik für E-Voting-Gemeinden

 

Für die E-Voting-Gemeinden kann die Stimmbeteiligungstatistik ab Juni 2018 nicht aktualisiert werden. Wegen politischer Vorstösse hat die Staatskanzlei die Beschaffung der dazu nötigen Grundlagendaten eingestellt. Ergebnisse liegen somit nur für die beiden Abstimmungen vom September 2017 und März 2018 vor, das sind die ersten Abstimmungen an denen in vier Pilotgemeinden elektronisch abgestimmt werden konnte.

 

Die grafische Darstellung zur Stimmbeteiligung beim E-Voting.

 

 

Visualisierungen auf Karten

 

Die Unterschiede zwischen den Gemeinden bei der Stimmbeteiligung nach Alter, Geschlecht und beim E-Voting können Sie sich auf einer St.Galler Gemeindekarte anzeigen lassen: 

 

Kartengrafik zur Stimmbeteiligung der 18-24-Jährigen in der Abstimmung vom 10. Februar 2019.

Bei „Indikator 1“ können verschiedene weitere Kennzahlen gewählt werden, auch zu früheren Jahren.

 

 

Details zur Stimmbeteiligung nach Alter und Geschlecht…

 

… können für alle neun STISTAT-Gemeinden in einer mit Filtern ausgestatteten Excel-Tabelle nach eigenem Interesse zusammengestellt werden (bei "Tabellen").

 

 

Zur Methodik

 

Bei der Stimmbeteiligungsstatistik STISTAT der Fachstelle für Statistik können bei einer kleinen Gruppe der St.Galler Gemeinden auf Basis der eingescannten Stimmrechtsausweise soziodemographische Informationen zum Sachverhalt der Stimmbeteiligung dazugespielt werden. Für die Abstimmungen von 2010 bis Februar 2017 ist dies ausschliesslich für die Stadt St.Gallen möglich, ab Mai 2017 für weitere Gemeinden. Die auf Basis der STISTAT-Daten ermittelte Stimmbeteiligung entspricht dem Anteil der Stimmenden an allen Stimmberechtigten. Gezählt werden die abgegebenen Stimmrechtsausweise. Bei vier Gemeinden, welche am Pilotprojekt E-Voting teilnehmen, war zusätzlich der Kanal der Stimmbeteiligung verfügbar. Zur Ermittlung der Zahl der Stimmberechtigten und deren soziodemographischen Merkmale wird die Bevölkerungsstatistik STATPOPSG der Fachstelle für Statistik verwendet. Die Einzeldaten von STISTAT werden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern für vertiefte Analysen auf Basis eines Datenschutzvertrags zur Verfügung gestellt.

 

Die von der Fachstelle für Statistik hier publizierten statistischen Informationen unterstehen dem Statistikgesetz des Kantons St.Gallen (sGS 146.1) und dessen Qualitätskriterien. 

 

Auskünfte zu statistischen Fragen:

Theo Hutter, Leiter Fachstelle für Statistik Kanton St.Gallen

058 229 21 92  / theo.hutter@sg.ch

 

Auskünfte zum E-Voting im Kanton St.Gallen:

Benedikt van Spyk, Vizestaatssekretär

058 229 36 78  / benedikt.vanspyk@sg.ch