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Publiziert am 29.04.2019 15:41 im Bereich Kantonspolizei
Nichtschusswaffen aus dem Ausland importieren

Die Zahl der illegal in die Schweiz importierten Nichtschusswaffen hat im Jahr 2018 ein Rekordhoch von über 8'000 Stück erreicht. Unzählige Onlineshops bieten Waffen (zum Beispiel verbotene Messer, Nunchaku, Schlagringe, Schlagstöcke) an, die übers Internet schnell und unkompliziert bestellt werden können. Personen, die sich solche Gegenstände welche vom Schweizer Waffengesetz erfasst sind ohne die notwendigen Einfuhrbewilligungen zusenden lassen, wissen oft gar nicht, dass sie sich damit strafbar machen.

Während im Jahr 2017 noch rund 4'000 Nichtschusswaffen illegal importiert wurden, verdoppelte sich diese Zahl nur ein Jahr später. Die Bestellerinnen und Besteller kaufen die Waffen online ein und machen sich keine Gedanken darüber, ob diese ohne Bewilligung in die Schweiz eingeführt werden dürfen. Damit machen sie sich jedoch strafbar. Die Zollverwaltung hat sich auf das Aussortieren von verbotenen Gegenständen spezialisiert und führt regelmässige Paketkontrollen durch. Wird illegale Ware gefunden, wird durch die zuständige Staatsanwaltschaft eine Strafuntersuchung eingeleitet. Der/die Beschuldigte/r wird vorgeladen und zur Einfuhr der Waffe befragt. Am Ende droht neben der Strafe selbst auch ein Eintrag ins Strafregister.

Die Kantonspolizei St.Gallen empfiehlt, sich vor dem Erwerb einer Waffe im Ausland ausgiebig zu informieren und abzuklären, welche rechtlichen Voraussetzungen für die Einfuhr in die Schweiz bestehen.

Informationen rund ums Thema Waffen finden Sie auf der Website der Kantonspolizei St.Gallen unter dem Register "Waffen" unter:

https://www.kapo.sg.ch/home/informationen/waffen.html oder beim Bundesamt für Polizei fedpol unter: https://www.fedpol.admin.ch/fedpol/de/home/sicherheit/waffen.html

Das Gesuch für eine Einfuhrbewilligung kann unter

https://www.fedpol.admin.ch/fedpol/de/home/sicherheit/waffen/einfuhr.html heruntergeladen werden.