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Publiziert am 23.04.2019 13:48 im Bereich Kantonspolizei
Kapo-Ratgeber: Brandverhütung beim Umgang mit LiPo-Akkus

Immer wieder kommt es wegen falschem Umgang mit Lithium-Polymer (LiPo)-Akkus zu verheerenden Bränden. Diese unnötigen Feuer können leicht verhindert werden, wenn man einige wichtige Punkte im Umgang mit den Akkus beachtet.

LiPo-Akkus dürfen nur mit dem dafür geeigneten Ladegerät geladen werden. Unter keinen Umständen darf man ein anderes Ladegerät verwenden. Während des Ladevorganges, zur Aufbewahrung oder für den Transport gehören LiPo-Akkus in spezielle Brandsäcke, Beutel oder Kisten, die nicht brennbar sind. Solche werden im Fachhandel vertrieben. Die Brandsäcke müssen zusätzlich auf einer nicht brennbaren Unterlage deponiert sein. Jegliche brennbaren Materialen (egal ob flüssig, fest oder gasförmig) gehören nicht in die Nähe der Ladestation oder der Akkus. Mehrzellige LiPo-Akkus dürfen ausserdem niemals ohne Balancer (Ausgleichsregler) geladen werden. Lesen Sie die Betriebsanleitung des Ladegerätes sowie die Sicherheitsvorschriften vor dem Ladevorgang immer genau durch. Die Akkus reagieren zudem auf mechanische Belastung oder Überladung, denn dadurch steigt das Risiko einer Überhitzung und die Akkus können zu brennen beginnen oder gar explodieren.

Als wichtigster Grundsatz im Umgang mit LiPo-Akkus gilt:

Der Ladevorgang muss während der ganzen Ladedauer überwacht werden, um notfalls geeignete Gefahrenabwehren bei allfälligen Bränden einleiten zu können. Zudem soll man sich die Ladezeit merken und nach deren Ablauf den Akku vom Ladegerät trennen.

Defekte LiPo-Akkus müssen so schnell wie möglich beim Fachhändler oder bei einer geeigneten Sammelstation der Entsorgung zugeführt werden. Sie gehören niemals in den Haushaltsabfall.

Falls das notwendige Fachwissen im Umgang mit LiPo-Akkus fehlt, sollte man sich Rat beim Fachhändler oder bei den Brandspezialisten der Kantonspolizei St.Gallen holen.

Wir hoffen, dass diese Tipps im Umgang mit LiPo-Akkus für Sie hilfreich waren. Die Kantonspolizei St.Gallen berät Sie im nächsten Kapo-Ratgeber gerne zu einem anderen Thema.