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Publiziert am 26.10.2021 08:13 im Bereich
«Kein Platz für Sexismus» - Kampagne und Umfrage

«Häsch mega geili Brüscht - dörfi mol?», «Hey Schätzli, wo anä gohts no?», «Di würdi gärn mol f****!». Von Genf über Basel nach Zürich in die Ostschweiz: Überall erleben Frauen – aber auch Männer – sexuelle Belästigung. Ort des Geschehens? In den meisten Fällen die Strasse, der öffentliche Verkehr oder Bars und Clubs.

Die Kampagne «Kein Platz für Sexismus» setzt genau hier an. Mit unterschiedlichen Aktionen soll ein Zeichen gegen sexuelle Belästigung gesetzt werden. Sexistische Verhaltensweisen, die tagtäglich passieren und nicht selten als «harmlos» und/oder «tolerierbar» eingestuft werden, sollen öffentlich sichtbar gemacht und reflektiert werden.

Als ersten Schritt lanciert das Kompetenzzentrum Integration und Gleichstellung (KIG), das nebst der Abteilung Chancengleichheit Appenzell Ausserrhoden sowie der infra und dem Fachbereich Chancengleichheit Fürstentum Liechtenstein zum Projektteam gehört, eine Umfrage zu sexueller Belästigung (im öffentlichen Raum). Unterschiedliche Fragen zielen darauf ab, mehr über die Situation im Kanton St.Gallen in Erfahrung zu bringen, um gezielt Massnahmen zu treffen.

Angelehnt an die internationale Bewegung der Catcalling-Accounts werden die eingegangenen Sprüche und Kommentare zudem im Rahmen einer Plakataktion im Frühling 2022 auf grossen Plakaten im ganzen Kanton aufgehängt – dort, wo Frauen und Männer sie tagtäglich erleben. Mit der Aktion wird die Bevölkerung aufgefordert, hinzuschauen, und sich dem Ausmass an sexueller Belästigung bewusst zu werden.

Umfrage zu sexueller Belästigung im Kanton St.Gallen

Haben Sie auch schon sexuelle Belästigung (im öffentlichen Raum) erlebt – und sind bereit, Ihre Erfahrungen zu teilen? Dann nehmen Sie jetzt an der Umfrage teil! Die eingegangenen Sprüche und Kommentare verwendet das KIG anonymisiert für die Plakatkampagne im Frühling 2022.