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Publiziert am 25.09.2019 09:58 im Bereich Allgemein

Im Falle einer hochansteckenden Tierseuche ist das Fürstentum Liechtenstein nicht auf sich allein gestellt. Spezialisierte Seuchenpioniere aus den Nachbarkantonen, auch aus dem Kanton St.Gallen, unterstützen die Liechtensteiner Spezialisten. Heute Mittwoch und morgen Donnerstag übt die internationale Tierseuchengruppe den Ernstfall.

Die internationale Tierseuchengruppe SG AR AI FL prüft am Mittwoch und Donnerstag ihre Einsatzbereitschaft auf Herz und Nieren. Am fiktiven Ausbruch der Maul- und Klauenseuche auf zwei Höfen in Balzers und Schaan wird beurteilt, ob die definierten Abläufe bei der Sanierung eines Seuchenbetriebs reibungslos funktionieren und eine Seuche innert kürzester Zeit eingedämmt werden kann. Liechtenstein setzt bei der Seuchenbekämpfung seit bald zehn Jahren auf die Zusammenarbeit mit den Kantonen St.Gallen, Appenzell Innerrhoden und Appenzell Ausserrhoden. Im Ernstfall sichern sich die Mitglieder der Tierseuchengruppe gegenseitig sofortige und hochqualifizierte Hilfe zu. Damit der hohe Standard gehalten werden kann, wird im jährlichen Turnus geübt. 

Einsatzfähigkeit getestet 

Für die Tierseuchengruppe unter Kommandant Andreas Klauser sind die Übungen immer wieder eine Herausforderung. Die Tierseuchengruppe unterstützt die Amtstierärzte dabei, die hochansteckenden Seuchen möglichst rasch auszurotten. Damit sollen gesundheitliche und wirtschaftliche Schäden verhindert oder möglichst geringgehalten werden. Das Kader und die Mannschaft müssen sich stets auf neue Gegebenheiten an den Schadenplätzen einstellen. 

Der Aufbau eines Schleusenbetriebes zur Dekontamination von Mensch und Material ist aufwändig, die modernen Einsatzmittel verlangen spezielle Kenntnisse und die Abläufe müssen regelmässig trainiert werden. Fachkenntnisse setzt schliesslich auch das zweckmässige Absperren des Geländes und der Gebäude voraus. Hier bieten die Amtstierärzte die notwendige Unterstützung. Innerhalb der Sperrzone muss – graduell abgestuft je nach Seuchenart – in Schutzanzügen gearbeitet werden. Dies bedeutet strenge, schweisstreibende Arbeit und ein rascher Wechsel der Einsatzgruppen.