Publiziert am 17.06.2019 08:29 im Bereich Allgemein
Symbolbild Fischer

Die Angel- und Berufsfischerinnen und Berufsfischer am Zürichsee erfreuten sich im Jahr 2018 an guten Fängen. Vor allem die Erträge bei den Felchen und Egli entwickelten sich nach einer mehrjährigen Baisse erfreulich. Das Sorgenkind der Fischereikommission bleibt die Äsche im Linthkanal. Lebensraumaufwertungen sollen nun das natürliche Aufkommen verbessern.

Der Jahresbericht der Fischereikommission für den Zürichsee, Linthkanal und Walensee 2018 stimmt zuversichtlich. Nachdem die Fänge im Zürichsee und Obersee über drei Jahre stark rückläufig waren, erbrachte das Fangjahr 2018 ein überraschend gutes Ergebnis. Mit 250 Tonnen lag der Gesamtfang um 48 Prozent höher als im Vorjahr und überstieg sogar den Zehnjahres-Durchschnitt um drei Prozent. Besonders stark zugenommen haben die Erträge bei den Felchen (+116%) und Egli (+120%). Nur beim Hecht konnte nach einem Rekordergebnis 2017 ein deutlicher Fangrückgang verzeichnet werden. 

Durchzogenes Resultat im Walensee 

2018 zogen die Berufsfischerinnen und die Berufsfischer 6'032 Kilogramm Fisch aus dem Walensee. Das sind fast zwölf Prozent weniger als im Vorjahr. Am häufigsten zappelten Felchen in ihren Netzen. Häufiger als früher fingen die Berufsfischer Albeli, Hecht, Schwalen und Egli. Auch die Angelfischerinnen und Angelfischer fingen etwas weniger als im Vorjahr. Doch diese Schwankung liegt im Bereich des Zehnjahresmittels. 

Linthkanal-Äsche bleibt Sorgenkind 

Im Linthkanal wurden nur noch 225 Kilogramm Fisch gefangen, rund 200 Kilogramm weniger als im Vorjahr. Der Äschenfang ist stark eingebrochen und beträgt mit 76 Kilogramm oder 159 Fischen noch knapp ein Viertel des Vorjahresfangs. Weil das Schonmass auf Anfang 2018 erhöht wurde, hatte man einen Rückgang erwartet, doch ist der Einbruch erschreckend gross. Der Fangertrag bei den Äschen betrug noch knapp ein Viertel des ohnehin schon schlechten Resultats vom Vorjahr 2017. Kiesschüttungen zur Verbesserung der Laichmöglichkeiten für die Fische sowie eine verstärkte Vergrämung der Kormorane auf den Äschenlaichplätzen könnten ab Herbst 2019 eine Besserung bringen.